Kloreport - Der Blick in den Abgrund
Dezember 30, 2007 — tomImmer möchte man diese Situation vermeiden, doch manchmal ist sie unumgänglich: Die Benutzung einer öffentlichen Bedürfnisanstalt! Meine Lebensdevise lautet stets: Mache aus einer unangenehmen Lage möglichst das Beste. Um mich von den hygienischen Unannehmlichkeiten abzulenken, studierte ich die “literarischen Hinterlassenschften” an der Klotür. Mir offenbarte sich ein tiefer Blick in die Abgründe menschlicher Geistlosigkeit. Die üblichen, widerlichen, ausländerfeindlichen Beschimpfungen begleitet von einem orthografischen Armutszeugnis. Hier hat doch nicht etwa Roland Koch bereits toilettiert? Der anonyme Volksverhetzer wünschte sich gar den Führer zurück und wurde von einem passenden Reim kommentiert:
“Der Nazi will sein 4.Reich, denn seine Birne ist soo weich!”
Weiter oben hat sich ein “kackender Künstler” mit einem romantischen Liebesgedicht verewigt. Seine WC-Poesie wurde nicht gewürdigt, stattdessen mit folgender Frage verspottet:
“Vielosof oder zuviel gesoffen?” Man achte auf die Schreibweise!
Ein stöhnender Stuhlgänger war nicht untätig, als der seine Hände in den Schoß legte. Seine Selbstbefriedigung “bedauerte” er mit den Worten:
“Hier starben tausende meiner potentiellen Söhne, sie kamen bei einem Handgemenge ums Leben”
Endlich fertig! Nichts wie fort von diesem Ort! Verdammt, wo ist das Papier?? ![]()
Januar 3, 2008 um 11:28
Das ist ja ein Abschied vom Jahr 2007!
Schüttel!!
Januar 3, 2008 um 18:01
Das war mitten aus dem Leben gegriffen, sozusagen ein Griff ins Klo