Degeneriert man als halbwegs intellektueller Linker mit zunehmenden Alter automatisch zum Neocon? Oder wie lässt es sich sonst erklären, dass der “Panik-Rocker” Udo Lindenberg das konservativ-neoliberal geprägte Boulevard-Revolverblatt aus dem Hause Springer bewirbt? Bei Philip Lahm kann ich es ja noch verstehen, immerhin nagt man als Fußballprofi und Nationalspieler beinahe am Hungertuch und muss sich etwas nebenher verdienen, aber Udo Lindenberg, der längst im Spätherbst seiner Karriere angekommen ist?
Hier ist er mir bereits unangenehm aufgefallen, aber dass er so tief sinken konnte, hätte ich nicht erwartet:

Ich habe ja echt mal mit dem Gedanken gespielt mir so eine “Best-of-CD” von Dir zu holen, aber nun bin ich froh, dass ich das nie gemacht habe. Sorry Udo, aber wer diese Kampfgazette bewirbt, hat m.E. jeden Anspruch verloren, ein ernstzunehmender Künstler zu sein. Aber für Geld streift man schon mal seine Idiologie ab, wie einen alten Mantel, den man in die Altkleidersammlung gibt, nicht wahr Udo? Udo? Hey Udo kannst mich hören, …hallo…hallöchen, hallo?
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