USA, die Neokolonialherren Afrikas?

April 24, 2008 at 16:12 | In Afrika, Politik | 1 Comment
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Wayne Madsen, der US-Amerikanische Enthüllungsjournalist veröffentliche eine fundierte, schonungslose Untersuchung über “Völkermord und Untergrundaktionen” in Afrika.
Orginaltitel: “Genocide and Covert Operations in Afrika 1993-1999″ aus der ich folgenden Abschnitt zitieren möchte:

Mit dem Ende des kalten Krieges wurden die natürlichen Reichtümer Afrikas den gewissenlosen Freibeutern und Unternehmern ausgeliefert. Die Vereinigten Staaten, sekundiert von ihren unterwürfigen “Straßenkehrern” in Großbritanien und Kanada, suchen den französischen Einfluß in Afrika zu entwurzeln. Um 1998 ist es den Amerikanern und ihren Verbündeten weitgehend gelungen, Frankreich als die bislang dominierende Wirtschaftskraft aus weiten Teilen des Erdteils zu verdrängen. Von Banjul in Gambia bis Kigali in Ruanda haben die USA ehemalige Militärs oder marxistische Guerilla-Führer, die sich neuerdings als “Reform-Demokraten” tarnen, auf die Throne ihrer neo-kolonialen Domäne plaziert. Diese pseudodemokratischen Führer irren jedoch gewaltig, wenn sie eine Distanzierung von den neuen Schutzpatronen für möglich halten, denn die Weltbank und Internationaler Währungsfonds - beide sind bekanntlich durch die amerikanische Regierung oder amerikanische Finanzinteressen beherrscht - halten ihr finazielles Damokles-Schwert bereit. Wie der ehemalige Präsident von Tansania, Julius Nyerere, es formulierte: Falls der eine oder andere afrikanische Regierungschef sich gegen die Bedingungen von “World Bank” und “International Monetary Fund” auflehnte, bekam er stets die deutliche Drohung zu hören: Wenn ihr unserer Konditionen nicht akzeptiert, werdet ihr nirgendwo sonst Geld finden. Unter Amerikas Schirmherrschaft ist Afrika alles andere als ein friedlicher Kontinent geworden. Der Erdteil ist reif für hemmungslose kommerzielle Ausbeutung. Ein hoher Beamter der Weltbank brachte die Situation Afrikas auf den Punkt: “Wir erleben eine neue Kolonisierung Afrikas, und die ist das Werk von amerikanischen Spekulanten, die mit einem Minimum an ‘cash’ einem Maximum an Profit operieren und sich dabei kurzfristige fast risikolose Ausstiege-Optionen offen halten. Die politische und militärische Muskelkraft der USA wird eingesetzt, um den Raub der afrikanischen Ressourcen durch amerikanische ‘multilaterale Gesellschaften’ zu erleichtern. Im Hintergrund agieren schwergewichtige Politiker der Demokratischen und der Republikanischen Partei.

Diese Worte machen die Mitverantwortung der Großmacht USA für Kriege, Völkermord, Armut und Elend auf dem schwarzen Kontinent deutlich. Den ignoranten Zeitgenossen, die behaupten, die Afrikaner seien an ihrer misslichen Lage selbst schuld, halte ich entgegen: Das afrikanische Volk ist den mächtigen milliardenschweren Globalisierungsterroristen mit massiven politischem Einfluß, wehrlos ausgeliefert.

Alles was Menschen mit Herz und Hand für Afrika tun, wie z.B. Hilfsorganisationen, Ärzte ohne Grenzen oder auch Karl-Heinz Böehm für Äthopien, bleibt angesichts der weltpolitischen Lage, leider nur der berühmte Tropfen auf dem heißen Stein, denn alles was diese Leute für Afrika aufbauen, reißen Spekulationsverbrecher, korrupte Politker, Global Player und War-Lords mit ihren Ärschen wieder ein.

Das Land wo Millionäre verhungern

April 8, 2008 at 17:53 | In Afrika, Politik | No Comments
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…heißt Zimbabwe. Die Inflationsrate dort beträgt unglaubliche 165.000 Prozent, in unfaßbaren Worten: Hundertfünfundsechzigtausend! Es ist sogar ein 50Millionen-Zimbabwe-Dollar-Schein in Umlauf gebracht worden, der gerade mal 1US Dollar bzw. 0.64 Euro wert ist! Folglich gibt es in der Bevölkerung Zimbabwe’s viele hungerleidende “Millionäre!”

Derweil demonstriert der miese Tyrann Mugabe, wie “Demokratie” in Afrika funktioniert: Die Wählerstimmen werden solange gezählt, bis der amtierende Machthaber gewonnen hat. Wer etwas dagegen hat, bekommt Besuch von der staatseigenen Knüppelgarde und wer sich dann immer noch nicht dem Willen der Staatsmacht beugt, lernt die Hölle afrikanischer Gefängnisse kennen. Ethnische Spannungen gibt es in Zimbabwe nicht, daher sind auch keine Parallelen zu den Ereignissen in Kenia zu erwarten. Der Widerstand des Volkes ist bislang nicht nennenswert, die Menschen sind zu sehr mit dem täglichen Überleben beschäftigt. Gewalt geht hauptsächlich vom despotischem Regime aus.

Quellen: Westfalenpost, BBC

Uganda: Homosexuallität und Prostitution sind nicht unsere Art zu leben

März 27, 2008 at 20:17 | In Afrika, Politik, Sex | No Comments
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Ugandas Regierung hat einen Workshop für Prostituierte, der für den gestrigen Mittwoch in Entebbe geplant war, verboten

Prostitution ist illegal in Uganda, obwohl “Sexarbeiter” frei in der Hauptstadt Kampala operieren.
Die Organisatoren der Konferenz aus den USA, Kenia und Uganda wollten den Teilnehmerkreis über seine Menschenrechte aufklären.

Minister Buturo:

“Wir nennen es eine Untugend welche illegal ist und mit 7 Jahren Gefängnis bestraft werden kann” ließ der Ethik-Minister Nsaba Buturo verlauten, als er das Verbot letzte Woche ankündigte.
“Uganda hat entschieden, dass Homosexuallität, Prostitution und solche Dinge nicht unsere Art zu leben sind. Jeder der dagegen verstösst, bekommt was er verdient!” fügte er hinzu.

Joshua Mmali von der BBC in Kampala sagte, dass der Einladungsbrief an Teilnehmer in der gesamten Ostafrikanischen Region gerichtet war.
Sie hatten bereits ihre Flüge und Aufenthaltskosten für das 4-tägige Treffen bezahlt, welches von der in Uganda beheimateten Frauengruppe Akina Mama wa Africa organisiert wurde.
Letztes Jahr, vor dem Meeting der Commonwealth-Führer in Kampala wurden spezielle Kontrollzonen eingerichtet um die Aktivitäten der “Sexarbeiter” zu unterbinden.
Ein Editoral in der State-Run New Vision Newspaper rief zur Debatte darüber auf, wie die Prostitution im Lande gesetzlich geregelt werden sollte.
Prostituierte sind überall, in Pubs in Bars, auf der Straße, in Massagesalons, in Strip Bars und Bordellen, stand dort zu Lesen. Würde die Polizei die gesetzlichen Reglungen mit Gewalt gegen “Sexarbeiter” durchsetzen, hätten diese wahrscheinlich keine andere Arbeit. Man würde diese Praxis nicht beenden, sondern die Kriminalität steigern.

Einige persönliche subjektive Worte dazu:
Natürlich ist Prostitution keine Lebensart in Uganda, sondern leider für Viele eine Notwendigkeit um zu Überleben! Homosexuallität ist mitnichten ein Verbrechen! Bei der geplanten Konferenz ging es nicht darum, Prostitution in Ostafrika zu etablieren oder zu verbreiten, sondern um Menschenrechte. Diese werden von den Herrschenden mißachtet: Brutalität, Vergewaltigungen, Folter und weitere Reprassalien gegen Frauen, die ihrem Elend durch das Geschäft mit käuflicher Liebe zu entfliehen versuchen, ausgeführt von uniformierten Handlangern, die sich offiziell Polizei nennen, werden angeordnet von der Regierung! Korrupte Politiker wie Buturo prostituieren sich für Macht und Geld, bestehlen und verkaufen ihr eigenes Volk. Sie sind das wahre Übel des Landes! Wünschenswert wäre, wenn Menschen wie Buturo bekämen, was sie verdienen!

Quelle : BBC

Happy birthday Muhammad Ali

Januar 17, 2008 at 11:11 | In Afrika, Sport | No Comments
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AliMit 66 Jahren, da fängt das Leben an, sang Udo Jürgens. Doch für Muhammad Ali gilt das leider nicht. Durch seine Parkinson-Erkrankung ist er schwer gezeichnet, aber er trägt sein Schicksal mit Würde, klagt nie.
In frühester Kindheit bewunderte ich den Mann mit großem Maul und großem Herzen. Sein Box-Style sucht bis heute seines Gleichen. Er tanzte wie ein Schmetterling und stach wie eine Biene, er war unglaublich beweglich und schnell. Sicherlich gibt es Boxer mit besserer Kampfbilanz, doch Ali’s wahre Größe zeigte sich durch sein Handeln jenseits des Rings. Seinen größten Kampf bestritt er wohl gegen die US-Regierung, die ihn seinerzeit für die
Vietnamkrieg-Propaganda instrumentalisieren wollte. Mit den Worten:

“Ich habe keine Probleme mit den Vietkong. Kein Vietkong nannte mich jemals Nigger” und “Räumt mir ‘ne Zelle doch und steckt mich ins Loch, denn lieber Gefängnisbrot als in Vietnam und tot”

weigerte er sich für das Land “welches uns Schwarze so hasst” in den Krieg zu ziehen. Durch den Entzug seiner Boxlizenz, sowie der Androhung einer Gefängnisstrafe ließ er sich ebenfalls nicht einschüchtern:

Ihr könnt mich ruhig einsperren, ich war 400 Jahre gefangen, da machen mir die 5 Jahre auch nichts mehr aus

Ein Highlight seiner Karriere war wohl der Kampf gegen George Foreman in Kinshasa, der Hauptstadt des damaligen Zaire. (Rumble in the Dschungle) Mit einer ungewöhnlichen Taktik (Rope-a-Dub-Style) siegte er damals durch k.o. in der 8.Runde. Ich war damals ein kleiner Junge, sah es im Fernsehen (schwarzweiß!)
Natürlich sehe ich Muhammad Ali heute differenzierter, es mag kritikwürdiges an dieser polarisierenden Person geben. Er war eben nicht der Champ wie “Sie” ihn haben wollten.
Er beweist das Islam auch Frieden bedeuten kann!
Happy Birthday Muhammad Ali, alles Gute zum 66. Geburtstag!

Einige Zitate:

“Ihr seid gar nicht so dumm, wie ihr ausseht” Ali zu den Beatles.
“Ich bin so schnell, dass ich, als ich gestern Nacht im Hotelzimmer den Lichtschalter umlegte, im Bett lag bevor das Licht aus war.”
“Wer nur davon träumt, mich zu schlagen, sollte aufwachen und sich dafür entschuldigen.”
“Jetzt fängt mein Leben erst wirklich an. Gegen Ungerechtigkeit kämpfen, gegen Rassismus, Verbrechen, Analphabetismus und Armut, mit diesem Gesicht, das die Welt so gut kennt.”

Islamophobe Kakophonie

Januar 6, 2008 at 15:43 | In Afrika, Kenia, Politik | 4 Comments
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Als hätte Kenia derzeit noch nicht genug Probleme, kommen nun auch die islmamophoben Kakophonisten daher und interpretieren dort eine religiös motivierte Auseinandersetzung hinein. Die politisch Irreparablen und ihre befreundeten Blogger verteilen derzeit überall ihre “virtuellen Kimmenfrüchte” zu diesem Thema im Netz. Continue reading Islamophobe Kakophonie…

China schickt Lebensmittel nach Zimbabwe

Januar 4, 2008 at 21:22 | In Afrika, Politik | No Comments
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Nach offiziellen Medienberichten liefert China 5000 Tonnen Lebensmittel nach Zimbabwe.
Leider kann ich nicht glauben, daß das menschenverachtende, chinesische Regime plötzlich Erbarmen für die Armen in Afrika hat. Sie kümmern sich kaum um die Notleidenden im eigenen Land. Natürlich sind diese Hilfsmaßnahmen an Bedingungen gekoppelt. Continue reading China schickt Lebensmittel nach Zimbabwe…

Kenia im Chaos

Januar 3, 2008 at 15:40 | In Afrika, Kenia, Politik | 3 Comments
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Dieses Land galt immer als ein Model für Stabilität in Afrika. Dieses Bild wurde durch Kibaki’s immer offensichtlicheren Wahlbetrug zerschmettert. Spätestens seit der Aussage des Vorsitzenden der Wahlkommission Samuel Kivuitu:

“Ich weiß nicht ob Kibaki die Wahl gewonnen hat.”

dürfte wohl klar sein, daß die Volksabstimmung manipuliert worden ist.
Zum eiskalten Kalkül machtbesessener, korrupter Politker gehört meist das bewußte Verlagern des Kampfes auf die ethnische Linie. Die Mächtigen haben schon immer ihre eigene Volkgruppe bei der Vergabe von Führungspositionen bevorzugt und dadurch die Spaltung im Volk gefördert. Auch Kibaki und Odinga sind das Gegenteil von vorbildlichen Staatsmännern, durch ihre aggresssive Rhetorik schüren sie das Feuer des Hasses zwischen den Volksstämmen Kikuyu und Luo. Während sich die reiche Elite des Landes in ihren Wohlstandsfestungen verschanzt, reiben sich die Armen des Landes in den Slums durch gewaltsame, tribale Ausseinandersetzungen auf. Continue reading Kenia im Chaos…

Wahlen in Kenia

Dezember 28, 2007 at 12:46 | In Afrika, Kenia, Politik | No Comments
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Mein Blick ist dieser Tage nach Kenia gerichtet, das Land welches ich mehrmals bereiste, liegt mir am Herzen. Gestern waren rund 14 Millionen wahlberechtigte Kenianer aufgerufen einen neuen Präsidenten sowie 210 Parlamentsabgeordnete und 2484 Vertreter von Lokalregierungen zu bestimmen. Wenn in dem ostafrikanischen Land gewählt wird, habe ich immer ein mulmiges Gefühl im Magen, denn meist sind gewaltsame Unruhen und Betrug die Begleiterscheinungen. Continue reading Wahlen in Kenia…

Hakuna Matata - Keine Probleme

September 12, 2007 at 00:03 | In Afrika, Leben, Lebensphilosophie, Musik, Videos | No Comments
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Nein, dieses ist kein weiterer Ausschnitt aus “König der Löwen”!

Hakuna Matata ist swaheli (sprich: suaheli) und bedeutet “keine Probleme”.

Es sind nicht nur Worte, sondern eine Lebensphilosophie, die dem Besucher u.a. in Kenia erwartet, obwohl es dort, wie überall in Afrika leider viele Probleme gibt. An dieser Lebensfreude können sich hierzulande viele Menschen eine Scheibe abschneiden!

Vielleicht schreibe ich das nächste mal, was “hakuna matiti” heisst ;-)

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