Offenes Ende

Eine flüchtige Begegnung. Die sanfte Berührung des Augenblicks. Ein verstohlenes Lächeln huscht über ihre Mundwinkel. Ich fange es ein und konserviere es, werde es wieder hervorholen, wenn die Seele etwas Licht braucht. Ich drehe mich noch einmal um. Werde ich sie je wiedersehen? Ein offenes Ende,…

“Du hast keine Wahl, was du hast ist ein offenes Ende, ein offenes Ende das ist das was du hast, sonst nichts”
(Peter Licht)

Blogblues Nr.2 (Leere weiße Fläche)

Ein grauer öder Morgen. Leichter Regen. Ich fahre zur Arbeit der Sonne entgegen, die kurz und lustlos durch die Wolkenlücke lugt. Für einen Regenbogen reicht es nicht. Die Lichter der Lichtzeichenanlagen erbrechen sich an den Regentropfen auf der Windschutzscheibe. Während sich mein Körper noch schlafträge im Fahrersitz bequemt, toben die Neuronen bereits übermütig durch meinen Kopfraum. Gedanken zeichnen abgefahrene Bilder und formen Sätze, die ich mir vornehme abends ins Blog zu schreiben. Zündende Geistesblitze sind kurz davor ein metaphorisches Feuerwerk in meinem Schädel zu entfachen, als das kreischende Martinshorn eines entgegenkommenden Feuerwehrautos jäh die Gedankenkette abreißen lässt. Der präfrontale Cortex schaltet auf Rationalmodus und schiebt meine kreativen Gedanken an jenem Ort im Hirn, wo das Betriebssystem eines Rechners seinen Papierkorb hat. Abends vor dem Laptop sitzend, wühle ich in meinem Zerebrum herum und muss schließlich frustiert feststellen, dass der Gehirnadministrator den Papierkorb geleert hat. Ein herber Schicksalsschlag für den gescheiterten Kleinautor. Was bleibt ist ein gelangweilt blinkender Cursor…

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Die Rückkehr des Zeitdiebes

Ich zuckte zusammen, setzte mich rasch auf, rieb mir die Augen und versuchte sie aufzureißen. “Verdammt, ich darf jetzt nicht einschlafen!” Erschrocken blickte ich zur Wanduhr. Zwölf vor zwei. Trotz des starken Kaffee hatte mich die Müdigkeit übermannt, fast eine Stunde war ich weggenickt. Angenehme Nachtluft strömte durch die offene Balkontür. Bestimmt war er schon in der Nähe. Noch leicht benommen vom Schlaf erhob ich mich träge von der Couch und trat hinaus auf den Balkon in die Nacht.

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Ganzkurzgeschichten (4)

Manchmal fühle ich mich so leicht, als könnte ich über den Strahl einer Wasserpistole laufen. Manchmal lastet es so schwer auf dem Gemüt, dass ich fürchte im Betonboden der Tiefgarage zu versinken. Ich nenne das Seelenoszillation. Diese Bandbreite versuche ich in meinen fiktiven Tiny Tales wiederzuspiegeln. Im realen Leben schwingt es glücklicherweise meist im grünen Bereich ;-)
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Ganzkurzgeschichten (3)

Bin mal wieder Achterbahn durch meine Seele gefahren und habe mir einmal mehr einige Tiny Tales aus den Synapsen geleiert. Diese, auf maximal 140 Zeichen begrenzten Miniepisoden hauen niemanden um, schlagen sich aber in einem neuen Blogpost nieder.

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