Ganjaman - Das gleiche alte Lied

Mai 6, 2008 at 00:07 | In Musik | 5 Comments
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Die Revolution geht weiter:

Erstmals rezensiere ich einen Longplayer in meinem Weblog, allerdings sehr subjektiv, denn ich mag den Mann aus Berlin und seine Message. Diese setzt sich in Form seines 2.Soloalbums mit dem Titel Das gleiche alte Lied fort. Sozusagen eine Revolution auf Silberscheibe. Die Fans haben fast 6 Jahre warten müssen, sein 1.Album Resonanz erschien bereits 2002. Das aktuelle Werk wurde in der letzten Aprilwoche veröffentlicht, ist also noch brandheiß, aber alles Andere als mit heißer Nadel gestrickt, denn es war ein langer Weg, bestehend aus harter ehrlicher Arbeit.

So mancher (selbsternannte)Musiksachverständige würde Ganjaman rein gesangstechnisch als “talentfrei” bezeichnen, doch ich mag seine Stimme, sie ist eindringlich und transportiert eine mächtige Botschaft. Der “unverbesserliche Optimist” glaubt fest daran, dass man die Welt mit Liebe heilen kann. Dieses spiegelt sich auch in seinen deutschen Songtexten wieder. Seine Worte berühren mich, gehen unter die Haut und tief ins Herz. Der Roots-Reggae-Beat sorgt dafür, dass ich nicht mehr ruhig sitzen kann. Es ist schwer aus den 17 Tracks Favoriten zu benennen, denn sein Album ist insgesamt eine runde Sache, jeder Song weiß zu gefallen. Dennoch möchte ich einige Stücke hervorheben:

Das gleiche alte Lied ist ein eindrucksvoller Auftakt! Ganjaman’s eindringlicher Gesang klingt wie eine gequälte Seele, auf die der gesamte Weltschmerz lastet, begleitet von einer Akustikgitarre:

“Es ist das gleiche alte Lied, es ist nur anders verpackt, in derselben Sprache mit dem gleichen Beigeschmack, diesem Wunsch nach Freiheit, diesem Wunsch nach Frieden, der Wunsch nach Liebe ist geblieben.
Die Welt schreit danach, sie weint und klagt und bei all dem Gerede haben sie versagt. Es ist das gleiche Lied es ist der gleiche Krieg. Es sind die selben alten Lügen, es ist das gleiche Prinzip…
Solange der Mensch nicht umdenkt so lange Blut fließt, solang der Mensch tötet und mit dem Leben spielt, nur Liebe macht den Unterschied deswegen sing’ ich dieses Lied, es gibt nichts zu verlieren was es gar nicht gibt.
Auch wenn sie über mich lachen, was ändert das schon in dieser Welt voller Lügen voller Manipulation.
Ich geb’ alles was ich habe jedes Wort jeder Ton und ein unscheinbarer Bach wird zum reißenden Strom…
…deswegen habe ich keine Angst und fürchte mich nicht, wenn man über mich lacht und schlecht über mich spricht, ich tue was ich tue, ich bin wer ich bin.
Suchen sie nach den Ruhm, suche ich nach dem Sinn. Millionen Wege führen zum Tod nur einer führt zum Leben, wollen wir die Welt heilen müssen wir vergeben, Millionen Wege führen zum Tod nur einer führt zum Leben, also lasst uns lieben…”

Der c.a 1-minutige rein instrumentale Ausklang des Liedes ist mit einen eingängigen langsamen Beat unterlegt, als wolle Ganjaman dem Zuhörer Zeit geben seine Worte zu verarbeiten. Gänsehaut.
Ich bin geneigt diesem Lied den gleichen Kultstatus wie Bob Marley’s Redemption Song zuzuerkennen.

Gib niemals auf (feat. Phenomden) ist für mich der absolute Hammer-Tune! Der Riddim geht hier dermaßen ab, der würde sogar Tom den Tanzmuffel bedingungslos auf den Dancefloor jagen! Ganjaman singt hier im Duett mit dem phänomenalen Phenomden, der diesen Track mit seinem symphatisch-witzigem schwitzerdütsch bereichert. Reggae auf eidgenössisch ist beinahe so, als würden Palmen in den Alpen wachsen ;-) Einfach nur geil, muss man gehört haben:

Phenomden: Du musch ufläbe ja jedä Tag, chumm du musch ufläbe mach die parat.
chumm du musch ufläbe s isch nonning z spät nei isch säge flausch uf flausch uf chunnsch no druus…
(Lost in translation…zufällig ein Schweizer hier?)
Ganjaman: Lass dich nicht unterdrücken von keiner Gewalt, schau hinter die Kulissen ihre Tricks sind uralt.
Erheb’ dich aus der Knechtschaft, aus der Gefangenschaft, erhebe dich zu voller Größe leg’ alle Fesseln ab. Die Grenze ist der Himmel, denn da sind wir zuhaus’, glauben wir an uns führt selbst die Kurve gradeaus.
Alle Wege stehen offen seid bereit sie zu sehen, genug Worte sind gesprochen seid bereit sie zu gehen.
Steh auf und gib niemals auf, oh solang du daran glaubst,…

Diese Nummer könnt’ ich mommnetan in Endlosschleife bei maximum Volume laufen lassen, dazu abtanzen bis Babylon fällt,…also mach die parat :-)

Genug ist genug Ebenfalls sehr eingängig.

Genug ist genug, die Menschen leiden, wir können es nicht länger ertragen.
Genug ist genug, die Kinder weinen in diesen schweren Tagen.
Der Krug geht zum Brunnen bis er irgendwann bricht. Sie rauben immer, bis es nichts mehr zu rauben gibt, bis Nichts was war, übrig ist. Ich sing zuviel ist zuviel und mehr geht wirklich nicht. Sind sie noch zu retten oder völlig verrückt. Zuviel Armut und sie kümmern sich nicht, nichts zu Essen auf dem Tisch.
Genug ist genug, die Menschen leiden,…

Alle Songs sind ansprechend, gehen direkt von meinem Ohr in mein Herz und in die Beine. Ein durchweg gelunges Album. Von lyrischer Seite sehr ambitioniert, m.E. mit das Beste was ich an deutschsprachiger Musik je gehört habe. Das Anliegen des Künstlers, seine Botschaft zu verbreiten wirkt aufrichtig und ehrlich. Es mag naiv klingen, zu galuben man könne die Welt mit Liebe verbessern, doch kann es ein höheres Ziel geben? Gibt es eine Alternative? Definitiv nicht!
Steve, ich danke dir und deinen Mitstreitern für die Musik. Die offiziellen Charts wirst du wahrscheinlich nicht erklimmen, aber in meinen Charts bist du schon ganz oben.
[update]
Beim Besuch von Ganjaman’s MySpace-Seite, ist rechter Hand ein Musik-Player zu sehen. Klickt man ganz oben den Snipped mix by Juni werden alle Tracks des neuen Albums angespielt.
Ganjaman auf MySpace

Revolution - Meine besten Rebellenlieder

Mai 4, 2008 at 15:11 | In Musik, Politik, Videos | No Comments
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Ganjaman - Sonne

[ Refrain ] Siehst du die Sonne da hinten am Horizont? Ich weiß dass wenn wir kämpfen eine bessere Zeit kommt. Siehst du die Sonne da hinten am Horizont? Wenn wir mehr Wärme spenden werden wir reichlich belohnt. [ /Refrain ] Hör zu:

Lass alles liegen und stehen reih´ dich bei uns ein, denn wir werden bald gehen und wir gehen nicht allein. Vertrau deinem Herzen denn die Freiheit ist dein und ich schwör´ bei meinen Leben du wirst nie mehr alleine sein. Kein Sturm kann uns stoppen denn wir halten zusammen, verbunden durch die Liebe ein ganzes Leben lang. Es lohnt sich zu kämpfen bitte glaube daran, denn die Freiheit gehört den Menschen deshalb schließ dich uns an. Egal ob Frau ob Mann Oma Opa oder Kind, wir zeigen den Blutsaugern wie mächtig wir sind. Egal ob arm ob reich alt oder jung, wir stehen gemeinsam auf und wir werfen sie dann um, wir halten zusammen und stärken uns den Rücken, werden uns nie wieder fügen und nie wieder bücken. Wir reißen Mauern ein und bauen neue Brücken. Entziehen wir ihnen die Kraft können sie uns nicht mehr unterdrücken.

Reißt sie ein reißt alle Mauern nieder, lasst der Liebe freien Lauf, wir singen Friedenslieder.
Für alle Kinder alle Schwestern alle Brüder, wir wollen keinen Wettkampf keine Sieger und Verlierer.
Ich bin ein Kind der Liebe kein blutbefleckter Krieger, die Last drückt schwer doch sie drückt mich nicht nieder. Wir wollen keine Hungerleider keine Großverdiener, ein Leben hier in Babylon einmal und nie wieder.

Wir lehnen ihre Ordnung ab und ihre neue Welt, wir haben ihre Pläne satt und ihr dreckiges Geld, weil in ihrer Gesellschaft Liebe eh nicht zählt und der eine den andere nach Herzenslust quält.
Öffnet eure Augen und benutzt den Verstand, denn das Wasser ist verdorben und die Erde riecht verbrannt. Sie geben sich keine Mühe und sie stellen sich so an, denn wir wollen doch nur die Wahrheit sie haben´s nicht erkannt. Öffnet eure Augen und benutzt den Verstand, ihr Geist ist verdorben und ihre Seelen sind verbannt, sie geben sich keine Mühe und sie stellen sich so an,
wir wollen doch nur die Gleichheit sie haben´s nicht erkannt. Gemeinsam könnten wir unser Land neu aufbauen, lass uns zum Ruder greifen du musst nur vertrauen. Gemeinsam könnten wir unser Land neu aufbauen, wir müssen nur beginnen und nur nach vorne schauen.

Ich erleb so viel Kummer und sehe soviel Sorgen, sie denken nur an Heute und niemals an Morgen, sie pflanzen soviel Leid und ernten dann den Schmerz, es brennt wie Feuer auf meiner Seele und zerreißt mir das Herz. All die wartenden Kämpfer erhebt euch in den Widerstand, wir verbreiten die Nachricht der Liebe über das Land und werben für das Leben denn es liegt in unserer Hand. Wir wollen wir wollen doch nur die Freiheit.
Kannst du die Sonne sehen? Kannst du sie Sonne sehen, oh sie ist doch so schön.
Siehst du die Sonne da hinten? Siehst du die Sonne dahinten am Horizont? Ich weiß dass wenn wir kämpfen eine bessere Zeit kommt…

Bob Marley - Revolution

Revelation reveals the truth. A Revolution.
It takes a revolution, to make a solution. Too much frustation, so much confusion.
I don’t wanna live in the dark, can’t trust no shadows after dark. So my friend I wish if you could see, like a bird in the tree, the prisoners must be free.



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Never make a politician, grand you a favour, they will always want to, control you for ever..
Lightning, thunder, brrrrimstone and fire…..

Tracy Chapman - Talkin’ Bout A Revolution

Don’t you know. They’re talkin’ bout a revolution. It sounds like a whisper.
Don’t you know. They’re talkin’ bout a revolution. It sounds like a whisper.
While they’re standing in the welfare lines. Crying at the doorsteps of those armies of salvation. Wasting time in the unemployment lines. Sitting around, waiting for a promotion.



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Poor people gonna rise up and get their share. Poor people gonna rise up and get what’s theirs.
Don’t you know. You better run, run, run..
Oh I said you better run, run, run
Finally the tables are starting to turn.
Talking bout a revolution.

Es ist an der Zeit…

Musik-Mafia

April 26, 2008 at 21:38 | In Lustig, Politik | 15 Comments
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währe m.E. die exaktere Bezeichnung für die sogenannte Musikindustrie, weil dadurch das Handeln dieser “Only-Profit-Organisation” besser umschrieben wird.
Bereits mit ihrer, gemeinsam mit der Filmindustrie initiierten Kampagne “Raubkopierer sind Verbrecher”, werden nicht nur ihre eigenen Kunden kriminalisiert und unter Generalverdacht gestellt, sondern auch sauber angelogen, denn Raubkopierer sind mitnichten Verbrecher!
Der aktuelle Anlaß für meinen steigenden Groll gegen die “Musik-Mächtigen” ist dieser offene Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel vom Bundesverband Musikindustrie, der als ganzseitige Zeitungsanzeige veröffentlicht wurde.
Dieser Brief wirbt für eine totale Online-Überwachung der Internetuser, welche bereits vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert ist. Die Contentindustrie ruft also nach der Staatsmacht, um ihre Pfründe zu sichern. Das sich so genannte “Künstler” für eine derart schäbige Propaganda hergeben, indem sie diesen Brief unterzeichnen, ist sehr enttäuschend. Auszüge aus dem Brief:

Schätzungen zufolge entfallen allein in Deutschland 70 Prozent des Internetverkehrs auf die Nutzung meist illegaler Tauschbörsenangebote. Während die milliardenschwere Telekommunikationsindustrie massiv von der Nutzung illegaler Inhalte profitiert, verweigert sie beim Schutz geistigen Eigentums die Verantwortung.

Quellen für diese Zahlen werden nicht genannt, so bleiben sie schlichtweg eine dreiste Behauptung der milliardenschweren Musikindustrie.

Während etablierte Künstler noch von den Erfolgen der Vergangenheit zehren konnten, trifft die Internetpiraterie vor allem junge Nachwuchstalente. Langfristig wird so die kulturelle Vielfalt in unserem Land abnehmen…

Die “kulturelle Vielfalt” in den offiziellen deutschen Charts oszilliert irgendwo zwischen Hase Schnuffel, schnischna Schnappi, DJÖtzi, Retorten-Bands aus dem Gagakasten, pseudorebellischem Heuchel-Rap, Proll-Techno a la Scooter und diverser Schlageraffen. Die Musikindustriellen sind nicht die jenigen, welche die “kulturelle Vielfalt fördern, sondern eher massenkonsumierbare kommerzielle zurechtgepoppte Einfalt. Echte Nachwuchstalente bekommen dagegen kaum eine Plattform. Der bloggende Musiker PJ Wassermann bringt es auf den Punkt:

Ein wichtiges Anliegen ist für mich die Situation der Musiker, die in den letzten Jahrzehnten durch die monopolisierte Kommerzialisierung der Musik durch die grossen multinationalen Medienkonzerne in ihrer Entfaltung extrem behindert worden sind. Als Musiker konnte man nur entweder einen miserablen Deal mit der Industrie akzeptieren (wenn man überhaupt einen bekam!) und dann hatte man zumindest eine Chance, ein grösseres Publikum zu finden. Oder man versuchte es autonom und hatte dann in den Medien und der Vertriebs-Situation nur sehr geringe Möglichkeiten.
Zum Glück gibt es heute das Internet,…

[via]
Ich werde zukünftig verstärkt jene Künstler unterstützen, die sich im Internet eigenständig vermarkten. Auch Magnatunes.com ist ein sehr guter Ansatz. Die Musikindustrie braucht man nicht wirklich. Die Musiker die sich für die grenzenlose Profitgier der Musik-Mafia instrumentalisieren lassen, indem sie dieses Propagandamachwerk unterzeichnen, werde ich in der Folgezeit boykottieren. Hier die Namen der “Künstler” die unterschrieben haben in alphabetischer Reihenfolge, gleichzeitig meine persönliche Blacklist:

2raumwohnung, Daniel Acht, Fatih Akin, Götz Alsmann, Stefan Arndt, Bob Arnz, Uli Aselmann, Andreas Auth, Lutz Bandte, Wolf Bauer, Claudia Baumhöver, BAP, Dr. h. c. Wolfgang Beck, Christian Becker, Oliver Berben, Christoph Biemann, Julia Boehme, Claus Boje, Ranja Bonalana, Dr. Jörg Bong, Prof. Dr. Heinrich Breloer, Silke Brix, Till Brönner, Burkhard Brozat, Prof. Christian Bruhn, Francesco Bruletti, Anni Brunner, Detlev Buck, Sven Burgemeister, Leander Carell, Yvonne Catterfeld, Roger Cicero, Culcha Candela, Jakob Claussen, Caroline Daube, Samy Deluxe, Renan Demirkan, Joy Denalane, Helmut Dietl, Die Labbese, DJ Ötzi, Klaus Doldinger, Bernd Eichinger, EL*KE, Peter Eötvös, Jörg Evers, Dieter Falk, Dr. Wolfgang Ferchl, Axel Fischer, Helene Fischer, Uschi Flacke, Julia Franck, Egon L. Frauenberger, Amelie Fried, Molly von Fürstenberg, Joseline Gassen-Hesse, Hans W. Geißendörfer, Bijan Ghawami, Dr. Peter Gölitz, Ulrich Granseyer, Herbert Grönemeyer, Ludwig Güttler, Till Hagen, Martin Hagemann, Kirsten Hager, Klaus Hanslbauer, Titus Häussermann, Peter Heppner, Max Herre, Gerd Hesse, Sabine Hirler, Mischa Hofmann, Dr. G.-Jürgen Hogrefe, Höhner, Dr. Gottfried Honnefelder, Klaus Humann, Viola Jäger, Christoph John, Juli, Udo Jürgens, Dr. Joachim Kaps, Ewa Karlstroem, Andreas Langenscheidt, Toni Kater, Joachim Kaufmann, Georg Kessler, Dietrich zu Klampen, Klaus & Klaus, Alexander Klaws, Patrick Knippel, Astrid Kollex, René Kollo, Meike Kordes, Harald Kügler, Mickie Krause, Joachim Król, Michael Krüger, Dieter Thomas Kuhn, Peter Lackner, LaFee, Prof. Ulrich Limmer, Udo Lindenberg, Peter Lohmann, Annett Louisan, Peter Maffay, Manfred Mai, Martin May, Helge Malchow, Marquess, Marc Marshall, Jens Meurer, Reinhard Mey, Kari Meyer, MIA., Michael Mittermeier, Monrose, Martin Moszkowicz, Christoph Müller, Nobelpenner, Oomph!, Margit Osterwold, Erich Öxler, Wolfgang Pampel, Stefan Peters, Dr. Joerg Pfuhl, Uli Putz, Thomas Quasthoff, Rabaue, Karl-Klaus Rabe, Frank Ramond, Reamonn, Uschi Reich, Aribert Reimann, Steffen Reuter, Revolverheld, Dr. Andreas Richter, Prof. Dr. h. c. Wolfgang Rihm, Rosanna Rocci, Hilke Rosenboom, Ursula Rosengart, Rosenstolz, Jennifer Rostock, Dr. Christian Rotta, Sasha, Prof. Dr. Enjott Schneider, Philipp Schepmann, Schiller, Monika Schlitzer, Jörn Schlönvoigt, Bernhard Schmid, Kim Oliver Schmidt, Dr. Patricia Scholten, Walter Scholz, Barbara Schöneberger, Atze Schröder, Hermann Schulz, Dr. Susanne Schüssler, Jan Schütte, Til Schweiger, Scooter, Seeed, Mark von Seydlitz, Rodion Shchedrin, Ralph Siegel, Söhne Mannheims, Martin Spencker, Tom Spieß, Dagmar Stehle, Dr. Jörg D. Stiebner, Ulrich Stiehm, Dr. Henning Stumpp, Alexander Thies, Tokio Hotel, Imre Török, Judy Tossell, Matthias Ulmer, Andreas Ulmke-Smeaton, Ulla Unseld-Berkéwicz, Philip Voges, Prof. Lothar Voigtländer, Neele Vollmar, Dr. Ralf Weigand, Stefan Waggershausen, Peter Wackel, Wagner Love, Joachim Weidler, Jan Weiler, Max Wiedemann, Ursula Woerner, Johanna Wokalek, Sönke Wortmann, Peter Zenk, Tom Zickler

Die armen armen “Künstler” weil man ihr “geistiges Eigentum” stahl, müssen sie nun von Hartz IV, Wasser und Brot leben… ;-)

Meine Endabrechnung: Von Retorten-Bands wie die rockmusik-simulierenden dauerpupertierenden Tokio Hotel und Monrose sowie dem DSDS-Trottel Alexander Klaws habe ich nichts anderes erwartet. Im Falle Monrose würde mich interessieren, inwiefern bei den Mädels “geistiges Eigentum” besteht? Bis hierhin fällt mir der Boykott sehr leicht. Das trifft auch für Scooter zu, die ihre eigenen debilen Texte mit Dumpfbacken-Techno-Beat abfeiern.
Enttäuscht bin ich z.B. von 2raumwohnung, Seeed, Joy Denalane, die ich musikalisch eigentlich schätze, geplante Anschaffungen ihrer Alben haben sich hiermit erledigt. “Bedanken” für den Blick hinter die Fassade, möchte ich mich auch bei Samy de Luxe, Herbert Grönemeyer, Udo Jürgens, Söhne Mannheims, Udo Lindenberg und Reinhard Mey. Gut, dass ihr eure guten Songtexte endlich als Heuchelei selbstentlarvt!
Wer das wahre Gesicht des Liedermachers Reinhard Mey kennenlernen möchte, schaut mal hier vorbei. Bei mir ist der Mann, der gute Songtexte schrieb allzeit unten durch, denn ich mag keine Hypokraten.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich solidarisiere mich keineswegs mit den “Saugern” und deren Selbstbedienungsmentalität, für gute Musik entrichte ich gerne meinen Obulus, denn ich weiß sie wertzuschätzen! Ich käme auch nicht auf den Gedanken, “illegal herunterzuladen” was die Major-Label größtenteils produzieren, das ist mir noch nicht mal den Strom wert, den der Rechner dabei frißt! :mrgreen:

Die Musikindustrie hat ihre Gewinneinbrüche selbst zu Verantworten, die schnarchnasigen Plattenbosse, haben den Zug der Zeit verpennt, die Absatzmöglichkeiten des Internet zu spät erkannt. Weitere Gründe für sinkende Einnahmen, sind die so genannten UnCD’s und die Tatsache dass die Menschen im Lande nunmal weniger Geld in der Tasche haben. Die totale Überwachung des Datenverkehrs im Netz zu forden, ist definitiv der falsche Weg.

Vielen Dank auch an den Bloggerkollegen Elias, der seine Beiträge zum Thema wesentlich eloquenter als ich, in Worte gegossen hat. Seine Kunst sehe ich als hochwertiger und vor Allem ehrlicher an, als die der Unterzeichner. Außerdem ist sie gratis und unverschlüsselt :mrgreen:
Propaganda der Contentindustrie - Offener Brief an Angela Merkel
Die Musikindustrie fickt die Hirne…

Ebenfalls sehr empfehlenswert:
Musik in Flaschen

Verwandte Beiträge in diesem Weblog:
Meide den Mainstream-Pop
Room2012 - Bitte abschließen und Schlüssel wegwerfen
Monrose, wie ich sie am Liebsten sehe

[update: 29.04.2008]

Raubkopieren ist kein “Kaviardelikt”

eh..Kavaliersdelikt, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel, die auf das Pamphlet der “selbsternannten Künstler” reagiert hat:

“Das Herunterladen von Computern” ist eine Sache die nationale Grenzen nicht schützen können….

Die ganze Ansprache “zum Tag des geistigen Eigentums” kann man sich hier ansehen.
Mal abgesehen davon, dass der Begriff “Raubkopierer” ein Kontstukt der Contentindustrie ist, also im Gesetzestext gar nicht vorkommt, haben sie mich auf eine Idee gebracht, Frau Bundeskanzlerin, ich werde mir bald einen neuen Computer aus dem Internet herunterladen! Oder bin ich dann ein “Mordkopierer?”

Meide den Mainstream-Pop !

März 23, 2008 at 20:43 | In Musik | 8 Comments
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An diesem Osterwochenende sollte diese Überschrift noch fett unterstrichen werden. Ein Avatar namens Schnuffel ist Nr.1 in den deutschen Charts! Sagt das nicht alles über die von Media Control ermittelte Hitliste aus? Offensichtlich reicht es heutzutage, Popmusik vollmechanisch zu generieren um den anspruchslosen oberflächlichen Musikkonsumenten zu befriedigen. Wen wundert’s, dass dazu auch schon die entsprechende Software angeboten wird, mit der man Popmusik bzw Gesangsbegleitung vollautomatisch erstellen kann.
Gecastete Bands oder Solokünstler mit gefälschten Biographien und gefakten Images, ist das die Richtung wohin die Reise der Popindustrie geht? Ohne mich Freunde, ich bin längst ausgestiegen…

Popmusik ist kein eigenständiges Musikgenre, sondern steht für populäre Musik. Der für den Mainstream produzierte Pop inkorporiert aktuelle Musikstile, meist wird dabei die Komplexität der ursprünglichen Musikform sowie der Kunst reduziert. Oder anders ausgedrückt: Der Mainstream-Pop wird nach dem Baukasten-Prinzip erstellt, es wird aus verschiedenen Musikgenres abgekupfert, abgeschliffen und Massenkompatibel aufbereitet, so dass die Musik konsumierbar wird. Das geschieht höchst professionell und routiniert, doch genau darin liegt für mich das Problem. Musik wird zu einem Produkt herabgesetzt, wie Massenware von der Stange.

Weil ich Skepsis und Ablehnung gegnüber Mainstream-Pop und Castingbands habe, wirft man mir vorurteilbehaftetes Klischeedenken vor, eine Tatsache die ich recht amüsiert zur Kenntnis genommen habe, weil die Vorwürfe ausgerechnet von den Leuten kommen, welche Fans jener Girlgroup sind, die von der Klischeefabrik Popindustrie produziert wird.
Ihr seid sicherlich nicht durch neutrale Beurteilung zu Monrose-Fans geworden, schließlich haben die meisten von Euch die theatralische Inszenierung des Personenkultes, die mit der Bildung von Monrose endete, im TV verfolgt und Euch somit der profitorientierten Hypemaschinerie ausgesetzt. Wieviele Fans “der neuen Engel” bleiben, wenn man diejenigen ausklammert, die Popstars nicht gesehen haben? Wer ist durch den reinen Höreindruck zum Monrose-Anhänger geworden? Keiner? Oder soviele, dass sie hier ‘reinpassen? Der Weg zu objektiven Beurteilungen ist begehbar, aber auf diesem seid ihr nicht, Freunde von Monrose!

Die profibestimmende Denkweise von Popproduzenten wird durch diese Aussage vom DSDS-Chefjuror Dieter Bohlen offenbart, dessen Beurteilung vom 09.03.2008 über den musikalisch talentfreien Superstar-Kanditaden Benjamin Herd, ich hier sinngemäß zitiere:

Dein Gesang ist zwar nicht gut, aber deine Performance und Bühnenpräsenz sind klasse, du hast Selbstbewusstsein, baggerst die Mädels an, siehst geil aus. Tokio Hotel können auch nicht singen, aber die Jungs sehen geil aus und haben nur deshalb Erfolg.

Diese Äußerung ist selbstentlarvend, zeigt sie doch deutlich die Strategie der Mainstream-Musikmacher: Durch visuelle Verführung soll das Kaufverhalten, der überwiegend jungen Musikkonsumenten, beeinflusst werden.
Peter Licht, der erfolgreiche Buchautor und Musiker, hat mit seinem Song “Popkultur/Meide” die richtige Antwort:

Meide, meide die Popkultur, dann geht’s dir besser. Meide die Tittenposter, meide Bilder von Bäuchen.
Meide Informationen von Menschen, die vor Mikrophonen reden. Die Popkultur ist nicht gut für uns.
Meide Bilder von Menschen, die vor Kameras Sachen machen, meide Bilder von Menschen, die auf Paradewagen tanzen. Meide, meide die Sachen, wo man am Ende von kotzen muß. Die Popkultur ist nicht gut für uns…

Wie kann man den Weg zu objektiverer Bewertung von Musik beschreiten? Indem man sich hörenderweise neuer Musik nähert, dabei visuelle Eindrücke weitgehend ausblendet. Es ist völlig irrelevant, wie der Artist aussieht und was in seinem Lebenslauf steht, es kommt auf die Musik an!

Um den Beitrag abzurunden, habe ich hier noch einen schönen Songtext, der deutschen Kultrockband Extrabreit der an die Plattenbosse der Major-Label gerichtet ist:

Da gibt es Leute, die halten sich für völlig normal, sogenannte Durchschnittsverbraucher mit populären Geschmack. Manchmal werden die Labelchef bei ‘nem Plattenkonzern. Die kommen an und sagen, lass die schrägen Texte das hör’n die Leute nicht so gern. Sei nicht so bockig, bring doch mal was gefälliges an, vielleicht mit Engeln oder was von den Beach Boys mit deutschem Gesang. Liebesgeschichten aber nicht so feucht so auf Familienniveau. Du weißt, einmal ficken im Text, schon ist es aus mit Radio…
Für immer jung, für immer quer, die grauen Herren kriegen mich nicht mehr…
Und dann sitzen sie da im karierten Hemd und gestreiften Pullunder, so geil wie ‘ne alte verrostete Handtasche im Kopf platt wie ‘ne Flunder. Und jetzt sing ich auch noch in evangelisch die spezielle Sauerei, da bin ich ja beim Oberschmock im Fernsehen sowiese nicht mehr dabei. Es gibt Leute, die sagen mir ständig, nu bleib doch mal bei deinen Leisten, so wie die, die säuberlich und abgezählt kleine Korinthen scheißen. Doch die Welt ist weit und die Zukunft mein, wir werden sehn’… Extrabreit - Für immer quer

Irgendwie kommt mir bei diesem Songtext der geschasste Ex-BMG Chef “Onkel Stein” in den Sinn ;-)
“Die Breiten”
haben es jedenfalls geschafft, ohne die grauen Herren! Qualität hat eben einen langen Atem und setzt sich am Ende durch.
Frohe Ostern noch ;-) Für mich ohne Schnuffel!

Verwandte Beiträge:

Pan - Massiv, die Gegendarstellung

Februar 20, 2008 at 16:46 | In Musik, Videos | 12 Comments
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Längst haben die Major-Label das Profitpotential der Rap-Musik für sich entdeckt und reichlich multimedial gehyped. Kaum zu Ruhm und Geld gelangt, offenbart der “Gangster-Rapper” seine abartige Kapitalanbetung, indem er bei jeder sich bietenden Gelegenheit, seine häßlichen überdimensionalen Goldketten, Luxusvillen und Nobelkarossen präsentiert. Viele US-Rapper können das besonders gut. Ihre deutschen Kollegen sind aber auch nicht selten Meister der Selbstdarstellung. Solange sich Geldregen einstellt, nimmt man jedes Image dankbar an. Rap bedeutet eigentlich soviel wie Rhythmus und Poesie, leider kommen dabei oftmals gewaltverherrlichende, sexistische und homophobe Lyrics heraus. Glücklicherweise gibt es manchmal noch gute deutschsprachige Texte, wie dieses You-Tube Video zeigt:

Pan & Artist - Massiv, die Gegendarstellung

Direkter Link zum YouTube-Video

Hier bekommen der Rapper Massiv, BMG Sony bzw Bertelsmann, reichlich eingeschenkt. Zu Recht! Hier ein Textausszug:

…Bertelsmann ist eine Stiftung, wir verdanken ihr, Studiengebühren, Agenda 2010 und Hartz IV.
Sie sind längst der größte deutsche Think-Thank, wo gedacht wird, was Wirtschaft und Politik realisieren,
ihre Botschaft wird geschickt plaziert, Zahlenbombardements, alles wird totargumentiert,
hauseigene Medien, Bild und RTL für die Masse, NTV und Spiegel für die politische Klasse.
Nein, das ist keine Verschwörungstheorie, das ist Alltag in der BRDemokratie,…

Wetten, dass sowas nicht bei MTV & VIVA läuft ;-) Aber bei mir :-)

Monrose, Selbsterkenntnis und die Kunst von heute

Februar 6, 2008 at 15:28 | In Musik | 6 Comments
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von Gastautor tiago

Durch diesen kleinen Beitrag von mir, entwickelte sich eine große kontroverse Diskussion. Tiago zeigte sich dabei besonders engagiert, deshalb biete ich ihm die Möglichkeit, seine Ansicht in Form eines eigenen Essays darzustellen:

Der Weg von den eigenen Vorurteilen zu eher objektiven Urteilen ist schwer, aber begehbar…

Um die herrschenden Differenzen in unseren Sichtweisen/konkreten Wahrnehmungen und ihren Ursprung herauszufinden, könnt‘ ich mal folgende Frage einwerfen: Von was hängt die eigene Meinungsbildung über ein Lied ab?

Wodurch entstehen die eigenen Eindrücke von „gut“ oder „schlecht“, „phänomenal“ oder „schrecklich“, noch konkreter – wieso möchte man einige Lieder mehrmals genießen(!) und andere einfach nicht beachten, einige andere sogar vergessen? Die Antwort wird nach dem Einführungsbeispiel angegangen. Sie ist aufgrund ihrer Komplexität etwas unstrukturiert gestaltet, aber als Gesamtes dennoch zu verstehen.

Einführungsbeispiel:

Zwei medienkritische eineiige Zwillinge haben im Normalfall die gleichen Vorlieben. Hören sie beide zusammen, an einem noch nie vorher gekannten Ort, ein noch nie vorher gehörtes Lied von einem unbekannten Sänger, dann werden sie höchst wahrscheinlich das Lied ähnlich wertschätzen. Hat eine von den Zwillingen aber eine hintergründige Erfahrung, z.B. über die Intentionen des Sängers, wird dadurch ihr kontextualer Gesamteindruck des Liedes umso mehr beeinflusst. Continue reading Monrose, Selbsterkenntnis und die Kunst von heute…

Die beste Boy-Group aller Zeiten

Februar 5, 2008 at 10:25 | In Musik | 7 Comments
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…waren Ibrahim Ferrer, Compay Segundo, Omara Portuondo, Ruben Gonzales, Eliades Ochoa und Ry Cooder aus dem Film Buena Vista Social Club

buena-vista-social-club.jpg

Die “Jungs” hatten, was vielen (besonders Girl- und Boygroups) im gegenwärtigen Musikgeschäft fehlt:
Authentizität, Ehrlichkeit, 100%-Live!

Sonnendeck

Januar 28, 2008 at 09:06 | In Lebensphilosophie, Musik, Videos | No Comments
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Wenn ich längerzeitig in Blogabwesenheit verweile, bin ich nicht hier,  dann liege ich auf dem Sonnendeck, oder tauche im Aquarium oder bin ich am Radar.

PeterLicht - Sonnendeck


Direkter Link zum YouTube-Video

Alles was ist, dauert 3 Sekunden, eine Sekunde für vorher, eine für nachher und eine für mittendrin, für da wo der Gletscher kalbt, wo die Sekunden ins blaue Meer fliegen…

Also ich mag ja solche schrägen Texte, wirken zunächst recht sinnbefreit, aber bei dem Musiker und erfolgreichen Buchautor Peter Licht, lässt sich durchaus hintersinniges vermuten. Daher empfehle ich auch die folgenden Links, die zu seinen Lesungen führen.
PeterLicht: “Meine Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends.” Buchlesung zum Bachmannpreis 2007.
Buchlesung Teil1
Buchlesung Teil2
Buchlesung Teil3

Meine eigene Casting-Band

Januar 18, 2008 at 10:17 | In Lustig, Musik | 1 Comment
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Vergesst Popstars, DSDS und Co. Jetzt kann sich jeder seine eigene imaginäre Band basteln. Und so funktioniert es:

Der Name der Band ergibt sich aus dem Titel des ersten Artikels nach Klick auf diesen Link:
http://en.wikipedia.org/wiki/Special:Random

Dein Album wird nach den letzten vier Worten des letzten Zitats dieser Seite benannt:
http://www.quotationspage.com/random.php3

Das dritte Bild auf dieser Seite wird dein Album-Cover:
http://www.flickr.com/explore/interesting/7days

Das ist meine neue Band:
album_cover.jpg
Das erste sensationelle Album von Wausaukee (Wau-sau-kee) “change color and fall from the tree” is out now!
Inklusive dem Bonus-Track Microheart! Dabei handelt es sich um die US-Kanadische Coverversion des Titels Herzilein von den Wildecker Herzbuben und zwar in einer Maxi-Version, ein über 12-minütiges Potpuri, der sogenannte Hallodri-Rucksack-Mix! Vielleicht die ideale Hintergrundmusik für eine CSU-Wahlveranstaltung? Nein, besser nicht! Derart großartige Musik sollte nicht für niedrige Beweggründe mißbraucht werden!

So, jetzt aber Schluß mit dem Unsinn…

Viel Spaß mit Eurer ersten eigenen Band! :-)

P.S. Übrigens, ich habe mich nicht ganz an die “Spielregeln” gehalten, Coverfoto und Label sind von mir, Krass ‘ne? :-)

Via: Abfallkalender

Guns and Guitars

Dezember 20, 2007 at 10:36 | In Musik, Politik | 3 Comments
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Bush-Country (Texas)
guns_and_guitars2.gif
Foto: afflictedyard.com

What you gonna do today? Killing people or making music?
Was möchten Sie heute tun? Leute erschiessen oder Musik machen? Darf es etwas Gold sein? Sie möchten eine Waffe? Für wieviele Personen?
Alles ist möglich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten…

Wie weit können wir gehen für unser Ego? fragt Nosliw

Dezember 12, 2007 at 10:40 | In Musik, Politik, Videos | No Comments
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Es gibt sie noch im Land der Dichter und Denker: Deutsche Musiker, die gute Songtexte schreiben. Leider sind sie nicht so populär, wie die von den Medien übertrieben gehypten und von der Musikindustrie selbst gebackenen Boy- und Girlgroups, die nur nichtssagende, englischsprachige Tralala-Songs, unterlegt mit minimalistischem Einheits-Pop, visuell begleitet von überflüssigen Hampel-Choreografien, darbieten.
Nosliw dagegen schreibt gute, sozialkritische, deutsche Texte, trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen?) wird er von Viva und MTV weitgehend ignoriert [1]. Hier ein Beispiel für einen sehr guten Liedtext, der aus dem Jahre 2004 stammt von dem Album “Mittendrin”. Die Worte haben bis heute nichts an Aktuallität verloren.

Nosliw – Wie weit


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[Refrain] Wie weit könn’ wir gehn’ für unser Ego,
wie lange wird’s dauern bis nichts mehr geht und
wie vieles muss noch bluten und leiden,
bis nicht nur einige die Fehler endlich einsehn?
[/Refrain]
Wieviele Kriege um Gebiete,
wieviele sterben für Tradition und für Profite?
Wieviele rasten aus und rüsten auf und,
kämpfen mit vollem Hass und leerem Bauch,
Wieviele Menschen müssen fliehn’ und
wieviele Regime foltern Widerstandsgruppierung?
Wie lange zwingen sie die Minderheiten auf die Knie,
aufgrund von Fascho-Ideologien?
Wieviele missbrauchen ihr Amt für Macht und
schürn’ Angst zur Rechtfertigung von Überwachung?
Wieviel maschieren ein, beim selbst gemachten Feind
und die UN schaut zu, doch keiner fragt sich
[Refrain] Wie weit könn’ wir gehn’ für unser Ego?…
Wie oft zählt Quantität mehr als Bestand,
wieviel haben wir - wieviel die Wirtschaft in der Hand?
Und wieviel Konzernfusion, vernichten Arbeitslohn,
wieviel zählt die Familie, wieviel Börsenwertpapiere?
Wie lang, wie lang schon produziern wir Gifte,
wie lang schon wird garnichts erreicht auf Umweltgipfeln?
Wieviele Konventionen zu Gunsten von Onkel Sam,
wieviel Verantwortung bleibt bei den Mittellosen hängn’?
Wie weit, wie weit könn’ Menschen Dinge vereinnahmn’,
die diese Welt in Jahrmillionen allein erreicht hat?
Wie weit schaun wir voraus für ihre Zukunft,
oder geht’s uns nur um uns allein?
[Refrain] Wie weit könn’ wir gehn’ für unser Ego?…
Oh wie weit, könn’ wir noch gehn bis uns gar nichts mehr bleibt,
oh wie lang gibt es noch Luxus für die Engstirnigkeit?
Oh wie weit, wir sehn’ die Zeichen doch vergessen die Zeit
Oh wieviel, begreifen es geht nicht allein um sie?
[Refrain] Wie weit könn’ wir gehn’ für unser Ego?…

[1] Wer braucht schon Viva und MTV?

Der Musiker Nosliw stellt die richtigen Fragen, die Politiker geben die faschen Antworten!

Für mich soll’s rote Rosen regnen

Dezember 5, 2007 at 17:52 | In Musik, Videos | 1 Comment
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Extrabreit rocken Hildegard Knef:

“Die Breiten” sind nach fast 30 Jahren immer noch Kult! Auch die seelige Hildegard Knef: Ganz großes Kino!

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(Update 06.12.2007)

Für mich soll’s rote Rosen regnen, mir sollten sämtliche Wunder begegnen, die Welt sollte sich umgestalten und ihre Sorgen für sich behalten

Oder jenseits der Poesie ausgedrückt: “Die Sorgen können mich mal…”

Kompletter Songtext:

Hildegard Knef und Extrabreit - Für Mich Soll’s Rote Rosen Regnen

Mit sechszehn, mit sechszehn
sagte ich still, ich will, will groß sein
will siegen, will froh sein, nie lügen,
mit sechszehn, mit sechszehn
sagte ich still, ich will, ich will alles oder nichts
[Refrain]
Für mich soll’s rote Rosen regnen
mir sollten sämtliche Wunder begegnen
die Welt sollte sich neu gestalten
und ihre Sorgen für sich behalten
[/Refrain]
und später, später sagte ich noch
ich möcht verstehen, viel sehen,
erfahren, bewahren
und später, später sagte ich noch
ich möcht nicht allein sein, und doch frei sein
[Refrain]
Für mich soll’s rote Rosen regnen
mir sollten ganz neue Wunder begegnen
das Glück sollte sich sanft verhalten und
mein Schicksal mit Liebe verwalten
[/Refrain]
Und heute heute sage ich still,
ich sollt mich fügen, begnügen
oh ich kann mich nicht fügen,
kann mich nicht begnügen,
ich will immer auch siegen,
ich will alles, alles oder nichts
[Refrain]
Für mich soll’s rote Rosen regnen
mir sollten sämtliche Wunder begegnen
die Welt sollte sich umgestalten
von dem was man erwartet
das meiste behalten
Für mich soll’s rote Rosen regnen
mir sollten sämtliche Wunder begegnen
die Welt sollte sich neu gestalten
und ihre Sorgen für sich behalten
[/Refrain]

In diesem Sinne

Enjoy

tom

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