Wie der „Bassterrorist“ einen „Ohrgasmus“ bekam

Wir sitzen im Auto, er dreht den Regler seiner Anlage höher, unsere Gehörgänge werden mit Bässen im Rhytmus von c.a 90 Beats pro Minute torpediert. (Bumm-Bumm-Bumm)

Der Innenspiegel vibriert. Folgender Dialog stellt sich ein:

Er (sehr laut sprechend): Hörma ey supa Sound wa und wat’n Bass!

Er dreht weiter auf und durch, jetzt „tanzen“ auch Aussenspiegel und Nummernschildblech zum Bass-Stakkato. (Bumm-Bumm-Bumm-Proll-Proll-Proll)

Ich versuche verzweifelt gegen den Schallpegel anzukämpfen:

Ich (schreiend): Guter Klang wird aber nicht ausschliesslich durch tiefe Frequenzen…….

Er (brüllend): Waas? Ich versteh‘ nix, die Musik ist zu laut….

Hätte diese Szene etwas mit Logik zu tun, wären wir jetzt an der Stelle, wo die Musik leiser gemacht wird, um ein Gespräch zu ermöglichen. Das reale Leben schreibt ein anderes Drehbuch: Regler auf Anschlag! (Bumm-Bumm-Schepper-Schepper) Nun ist die Trommelfellattacke unerträglich. Der Bassproll dagegen schien einen „Ohrgasmus“ zu bekommen. Ich habe genug! Bevor ich an inneren Blutungen sterbe, steige ich aus und laufe weg…aus der Ferne dringt gedämpft das Geräusch einer Polizeisirene an mein möglicherweise schon geschädigtes Ohr. Hoffentlich holen sie ihn, denke ich kopfschüttelnd….

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2 Kommentare zu “Wie der „Bassterrorist“ einen „Ohrgasmus“ bekam

  1. Oh, da hast Du ja tief im angestaubtem Archiv gestöbert, hoffentlich hast Du nicht allzu sehr husten müssen 😉 Ich freue mich jedenfalls sehr über Kommentare zu längst vergessenen Blogeinträgen 🙂

    Die kleine Story basiert übrigens auf eine wahre Begebenheit, was ja nicht weiter verwunderlich ist, da man das aus dem Alltag kennt. Es scheint darüber hinaus noch eine Gesetzmäßigkeit zu geben: Je schlechter die Musik, je lauter wird sie gedreht 🙂

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