Verträumter Idealist

Egoload - Verträumter Idealist

Aufgrund weniger Fragen wurde ich durch diesen Test als verträumter Idealist eingestuft. Auch wenn ich von derlei Internettests nicht viel halte, fühle ich mich doch enttarnt,…

(Zufalls)Treffer ? !

9 thoughts on “Verträumter Idealist

  1. Schade HTML ist in deinen Comments leider wohl nicht erlaubt, sonst würde hier jetzt das schöne pinke IM schimmern…

    Das neue Theme gefällt mir… bis auch im Moment öfters am wechseln, oder?

    Dies ist ein 100%iger Comment von Joachim
    [1. Kommentator von Tom´s Wochenschau]

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  2. Hallo Jo, Danke für Deine Kommentare!

    Es stimmt, ich ändere des öfteren das Theme, weil ich eigentlich mit keinem 100%ig zufrieden bin. Das aktuelle Theme, welches ich im Moment benutzte ist kürzlich bei Worpress hinzugefügt worden. Ist man bei wordpress.com gehostet, kann man nur zwischen den angebotenen Themes auswählen und bei einigen den Header bearbeiten (so wie bei diesem) oder die Widgets in der Sidebar verteilen, ansonsten kann man nichts individualisieren. Die css Datei zu editieren ist kostenpflichtig, also für mich zur Zeit unmöglich, obwohl ich mir html/css angeeignet habe.
    Jetzt lerne ich php, dann kann ich später auch eigene Templates schreiben.
    Ich plane auch später mal eine eigene Domain zu haben, dann kann ich mich kreativ so richtig „austoben“ das Weblog führe ich dann natürlich weiter 🙂

    Mfg

    tom

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  3. Wenn wir an einen Punkt sind, an dem uns klar wird, dass wir eine Wahl gehabt haben bzw. uns eine zur Verfügung steht, glauben wir zu oft, dass es schöner wär‘ das zu haben was wir nicht haben als das was wir haben bzw. schöner sein wird das zu bekommen was wir nicht bekommen können als das was wir bekommen können – und das selbst wenn die uns nicht zur Verfügung oder in Aussicht gestellten Dinge ein unbeschriebenes Blatt sind. Dieser Fall ist ja unheimlich trivial, aber ich glaube, dass er symbolisch für viele andere Fälle (in meinem Leben) steht und ein Grundphänomen steht. Es ist natürlich, dass wir die Kontrolle über unsere Zustände des Glücklichseins, unseres eigenen Glückes Schmied sein wollen. Aber wie lang ist es sinnvoll unerfüllte Sehnsüchte in sich zu tragen und zu verfolgen und vor allem Andere ins Visier zu nehmen? Oft drücken sich diese Sehnsüchte unterschiedlich stark in Neid aus und die Dauer und Intensivität dieser emotionalen Begleiterscheinung, die stets schwer zu beeinflussen sind, übersteigen (in Anbetracht der Ziele und der Erfolgswahrscheinlichkeit diese Ziele zu erreichen) gern mal das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Neid ist teilweise viel lästiger für den sehnsüchtigen Neider als für den dadurch geehrten Beneideten sein. Wir sind alle Neider. Was auch bedeutet, dass wir alle Strebende sind. Wir sollten nicht außer Acht lassen, dass wir nicht nur und teilweise mehr Strebende sind anhand der Dinge, die wir hatten, als der Dinge, die andere haben. Denn wahrlich Schöne hatten wir schon, die Anderen können was auch immer sie besitzen es uns nicht geben. Wir versuchen neidbehaftet das in uns Verlorene über die Anderen zu holen, obwohl dies nicht möglich ist. Dieser sogenannte Neid, den wir für andere zu spüren glauben, ist ein Ausdruck des Verletztseins, das aus der Abwesenheit des Verlorenen resultiert.

    Ich möchte dafür kurz ausholen: ich habe gerade ein Buch, ehrlich gesagt bisher nur zu einem Fünftel gelesen, in dem der Verhaltensökonom Dan Ariely eine ganz interessante Erkenntnis vorstellt (eine psychologische, aber natürlich vor dem Hintergrund der wiederum daraus gewonnen Erkenntnisse für Wirtschaft, Marketing etc.) und diese mit selbst durchgeführten Studien m.E. recht solide beweist. Salopp gesagt geht es darum, dass es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gibt. Dabei nahm Ariely die Ausdrucksform von Preisen. Es gibt immer zu erst ein Objekt, ein Produkt, das der Mensch ganz neuzuordnen muss weil er es nicht kennt. Wird dieses bis dato unbekannte Produkt zum ersten Mal für einen bestimmten Preis vertrieben, so behält der Kunde diesen Preis sehr lange im Bewusstsein und lässt sich nicht von neuen, viel höheren Preisen für ein gleiches oder ähnliches Produkt beirren, denn diese werden ausnahmslos mit dem alten Preis in Relation gesetzt. Dan Ariely nennt diesen stets in Erinnerung bleibenden Erstpreis einen sogenannten Anker; erklärt sich von selbst, „der sitzt“! Diesen von ihn durchgeführte Beweis hätte ich besser beschreiben können, dann würde besser deutlich, dass sich seine Überlegungen mit Sicherheit (natürlich nicht ausnahmslos) auch auf größere und flexiblere Bereiche wie die der Emotionen übertragen lässt! Zurück zum Streben nach Glück. Ein Anker, ein Fixpunkt, kann die Kindheit sein für jene Person, die wie ich, in ihr eine behütete Lebensphase sieht und der möglicherweise der ganz persönliche und über alles heilige Ursprungszustand des Glücklichseins innegewohnt hat. Nur selten bewusst, aber womöglich sehr viel öfter unbewusst nehmen wir die feuchtfröhliche, unschuldig glänzende Kindheit als eine Referenz für das fortlaufende Leben, egal wie alt wir sind. Und derartige Referenzen bewirken beim Menschen naturgemäß Erwartungen und Ansprüche, Streben und Sehnsucht und auf Dauer und im stärksten Maß eine höchst intensive Form des auf sich selbst gerichteten Neids. Ein Merkmal des Neids ist es ja, dass man sich ärgert, dass ein Anderer etwas hat, das man selber nicht hat. Einerseits trifft das nicht zu weil man es gehabt hat, andererseits trifft es zu weil man es nicht mehr hat. Und haben möchte. Es könnte jetzt auch gesagt werden, dass ganz besondere Liebesbeziegung auch als ein Referenzpunkt dient und auf sich selbst gerichtetes Neid nach sich zieht. Es ist richtig, letzlich kann ich nicht für alle sprechen. Vielleicht mag nicht einmal die Hälfte alle Menschen die Kindheit als die Referenz nehmen. Aber das sind Prozesse, die man nur sehr schwer mittels gut durchdachter empirischer Studien verfolgen könnte. Ich ging von mir aus und da übertrifft die Kindheit alles. Und auch wenn die Kindheit nicht alles übetrifft, so ist die Form des Selbstkindneids auch deshalb besonders fatal, weil es sich nicht nur einfach auf das was wir mal hatten, nicht mehr haben und haben wollen bezieht, sondern auch auf etwas, dass wir nie mehr haben werden.

    Was ich eigentlich sagen wollte.

    Du hast recht.

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