Von Klappergrasmücken, Marginalfernsehen, Dschungelcamp, Big Brother und Gehirnsparlampen

Die Klappergrasmücke ist in ganz Europa beheimatet und gehört zu der Gattung der Grasmücken. Nein, es handelt sich nicht um einen stechenden, insektenartigen Plagegeist sondern um einen Singvogel, der zu der Ordnung der Sperlingvögel gehört. Wen das interessiert? Naja,. ich finde die Klappergrasmücke (Ich liebe dieses Wort!) um einen c.a. dreistelligen Faktor interessanter, als die multistupedialen Erzeugnisse einiger Privatsender:

  • Dschungelkamp erreicht bei weitem nicht das Niveau von Dschungelbuch, denn Balu der Bär ist sehr viel amüsanter als der peinlich alberne Dirk Bach. Von den semiprominenten, abgehalferten, heulenden, ekelüberwindenden, Möchtegernstars mal ganz abgesehen. Immerhin konnten die „Sternschnuppen“ nicht verdursten, Ross hat ja genug geheult. Schönen Gruß noch an Bata Illic, die alte Pferdedecke, wußte gar nicht, daß es den noch gibt.
  • Big Brother Die 24h-überwachten Egomanen konnte ich nie länger als wenige Minuten aushalten. Ich fordere: Schäuble und Konsorten ins Big Brother-Haus!
  • Uri Geller möchte ich gerne mal zu mir nach Hause einladen, dann zeige ich dem Scharlatan des 21. Jahrhundert mal wie man nach „Toms Art“ Löffel verformt, dem koche ich einen so starken Kaffee, ich meine so einen von der Sorte, der tote Tanten weckt, daß ihm beim Umrühren der Löffel verbiegt!
  • Zu den Casting-Oberkaspern und Vorturnern habe ich mich bereits hinreichend in diesem Weblog geäußert und zwar hier , hier und auch hier das soll reichen.

All die aufgezählten Sendungen sind nur in voller Länge zu ertragen, wenn man die Hirnaktivität auf ein überlebensnotwendiges Minimum reduziert. Ich vermute genau das passiert bei den permanenten Medienkonsumenten, daher rate ich, bevor man zur Gehirnsparlampe wird, sich möglichst der hochfrequenten Dauerberieselung zu entziehen.
Zurecht schreibt Silverblick in diesem schönen Beitrag das RTL kein Bildungsfernsehen ist. Ergänzend möchte ich hinzufügen, daß dieses, mit Ausnahme einiger weniger guter Sendungen, wahrscheinlich für alle Sendeanstalten zutreffend ist. Toms Wochenschau versucht ein wenig Bildung zu vermitteln, zumindest wissen die Leser dieses Beitrages spätestens jetzt, das eine Klappergrasmücke kein blutsaugendes Insekt ist. Übrigens, ein Optokoppler ist auch kein Tintenfisch! Dazu später mehr…vielleicht😉

4 thoughts on “Von Klappergrasmücken, Marginalfernsehen, Dschungelcamp, Big Brother und Gehirnsparlampen

  1. Derart Sendungen fallen für mich in die Kategorie ‚Untergang des Abendlandes‘. Da auch nur ansatzweise an ‚Bildungsfernsehen‘ zu denken, ist absurd. Erträglich wäre das, wenn die Kandidaten dort bleiben würden und nie wieder ‚raus kämen – dann hätten wir wenigstens hier Ruhe vor denen😉 !

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  2. Obwohl Uri Geller selbst schon sehenswert ist. So ein peinlicher Größenwahn ist mir selten begegnet.

    Den meisten Leuten, die ich im Fernsehen sehe, möchte ich nur zurufen: Hey, dein Mikro ist an!!

    Naja andererseits: Nach 12 Stunden auf Arbeit ist es auch mal ganz schön, mit seinen Mitbewohnern vorm Fernseher zu hängen und über alles zu lachen, was da so kreucht und fleucht.

    Übrigens: Wenn wir darüber reden, hängen wir da auch irgendwie mit drin – Jeder kennt den Kram irgendwie..

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  3. Also ehrlich gesagt, würden solche Shows nicht bestehen…hätten wir nichts zum lachen im Fernsehen. Das ist doch grade das amüsante daran. Wir vergnügen uns damit uns dauernd solche Shows anzugucken…

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  4. @silverblick:

    Übrigens: Wenn wir darüber reden, hängen wir da auch irgendwie mit drin – Jeder kennt den Kram irgendwie..

    Da hast Du Recht, wenn ich den „Kram“ gar nicht kennen würde, dürfte ich ja auch nicht ‚drüber schreiben, sprich: Mir ein Urteil erlauben. Solange man das Ganze mit kritischer Distanz betrachtet….

    @valerija: Dann sollten sie an den entscheidenden Stellen einblenden: Das sollte witzig sein, bitte lachen Ich lache meist nicht bei den Flachwitzen, sondern oft an der Stelle, wo die Komik unfreiwillig ist🙂
    Übrigens, ich habe, obwohl das Leben ernst ist, meist genug zu Lachen, auch ohne debile Fernsehshows. Das ist meine Überlebensstrategie, ohne dem wäre diese Welt kaum zu ertragen.

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