Sturm Emma kommt ! Achtung Sturmfrisur !

Heute nahm ich ein Bad in der Menge, direkt hinter mir lustwandelte ein junges Paar, unfreiwillig hörte ich folgendes Gespräch:

Er: Für morgen haben sie einen schlimmen Sturm angesagt.

Sie: (entsetzt, beinahe hysterisch): Oh, das ist ja schrecklich, was wird dann aus meiner Frisur? Ich war doch heute beim Friseur!

Es ist gut, wenn man schon früh im Leben die richtigen Prioritäten zu setzen weiß. Schließlich ist es nebensächlich, ob man..eh..Frau bei einem Orkan, durch herumfliegende Dachziegel, herabstürzende Satelittenschüsseln oder niederfallende Äste, verletzt wird, gar mit fragmentierter Schädeldecke in der überfluteten Straßenrinne liegt. Egal ob sämtliche Gullydeckel und Keller wegen sinnflutartiger Regenfälle überlaufen. Hauptsache die Frisur sitzt! Ich hoffe ihr persönlicher Hairstylist hat das ganze Wochenende Notdienst! Noch besser wäre, wenn die Coiffeure der Stadt zur Rettung aller Haartrachten  eine schnelle Eingreiftruppe bilden würden, die sogenannte Sturmfrisur-Taskforce. Wer braucht schon die Feuerwehr? Wir sollten uns doch um die Dinge kümmern, die wirklich wichtig sind…

Irgendwie erinnert mich das Ganze an die Geschichte des Schriftstellers Douglas Adams aus Per Anhalter durch die Galaxis, als der Protagonist der Story glaubte, seinen rechten Arm verloren zu haben und sich ausschließlich darum sorgte, dass er nun seine digitale Armbanduhr nicht mehr bedienen könne.

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10 Kommentare zu “Sturm Emma kommt ! Achtung Sturmfrisur !

  1. Na klar, Haarspray kann leben retten – wozu braucht man da noch Helme?

    Aber ich glaube, dass das irgendwie typisch Mensch ist: Es passiert etwas Schreckliches, und das erste, was einem in den Sinn kommt, ist belangloser Müll. Ich habe auch mal sowas Ähnliches in einer Kurzgeschichte gelesen: Jemand auf der Straße wurde überfallen. Ein anderer kam zuhilfe und hob den Niedergeschlagenen auf. Sein erster Gedanke: Scheiße, wenn ich dem hier helfe, ruiniere ich mir die Hose mit dem ganzen Blut. Zu menschliche um wahr zu sein 🙂

    Aber mit beiläufig mitgehörten Gesprächen habe ich auch schon merkwürdige Erfahrungen gemacht. Ich lief mal an einem Pärchen vorbei, da sagte die Frau: „Armes eichhörnchenähnliches Wesen!“ Ich habe mich erst darüber amüsiert, bis mir einfiel, dass ja theoretisch ich damit gemeint sein könnte… 😉

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  2. @Boff

    Danke. Douglas Adams ist wirklich spitze!

    @zeitcollector

    Wahrscheinlich würde die Frisurträgerin gar nicht merken, wenn ein Dachziegel ihre Schädeldecke fragmentiert.

    Das ist wirklich nicht auszuschließen 🙂

    @Silverblick:

    Scheiße, wenn ich dem hier helfe, ruiniere ich mir die Hose mit dem ganzen Blut. Zu menschlich um wahr zu sein 🙂

    Leider nicht unrealistisch, so nach dem Motto: „Hör auf zu bluten, du versaust mir ja den ganzen Teppich!“
    Menschen gibt’s…kopfschüttel.

    da sagte die Frau: “Armes eichhörnchenähnliches Wesen!” Ich habe mich erst darüber amüsiert, bis mir einfiel, dass ja theoretisch ich damit gemeint sein könnte…

    Hast Du denn etwas „eichhörnchenartiges“ an Dir, dass Du Dir solche Gedanken machst? 😉
    Ich mag jedenfalls Eichhörnchen 🙂

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  3. Also auf meinem Perso sehe ich eher aus wie ein Erdmännchen 🙂

    Ich habe oft ein Problem damit, allein Bahn zu fahren – so allein vor sich hin zu grinsen, wenn irgendwelche Leute Mist reden, ist das irgendwie unangenehm…

    Interessante Übung: Mal in der Bahn die Augen zu machen und Jemandem zuhören, der im gleichen Wagen sitzt. Dann sich den Menschen zur Stimme vorstellen. Augen aufmachen. Staunen.
    Denn die Frau, die lautstark über ihre zahllosen Blasenentzündungen referiert, ist wahrscheinlich Anfang 20 und gehört eher zum Typ „overdressed“…

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  4. Kennt ihr die alte BBC-Verfilmung vom Anhalter? Das lief damals als Fernsehserie. Ist in jedem Fall wegen völlig absurder technischer Umsetzung ziemlich witzig.

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  5. Pingback: Sockenblog » Zitate - ein Ausschnitt aus Klein-Bloggersdorf

  6. OT:

    Wenn Ihr Spaß an Douglas Adams habt, kann ich Euch „Die Letzten ihrer Art“ empfehlen, sehr geiles Buch. Darin geht es um eine Reise, die er mit einem Zooogen um die Welt macht, um dort nach aussterbenden Arten zu suchen und darüber berichtet. Herrlich.

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