Das Theater um die Wahl zum Bundespräsidenten und die Farben

Gähn,…Laaangweiliges Thema

Eine Weile hab‘ ich ja überlegt, ob mir dieses verhätnismäßig belanglose Thema einen Eintrag wert ist, schließlich habe ich mich überredet. Nun doch spontan ein paar Zeilen:

Der Bundespräsident ist ja nicht wirklich wichtig, dieser Winke-Wilhelm hat doch hauptsächlich nur präservative…eh…repräsentative Aufgaben, er sorgt vor allem dafür, dass unsere Nation nach außen gut dargestellt wird. Im Rahmen der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft hat er wieder die Gelegenheit alles schönzureden. Aber wieso dieses Gezeter in der Öffentlichkeit?

Besondere Erregung herrscht im scheinchristlichen neokonservativen und lippenverbalen [1] Lager der Blogosphäre über die Farben rot-rot-grün. Diese sollen verfassungsfeindliche Elemente enthalten, echauffiert man sich erbost. Wieso eigentlich die Aufregung? Haltet mal den Ball flach, seit wann sind Farben in unserer Verfassung festgelegt? Als völlig ahnungslos vom großen Spiel entlarven sich diejenigen, die den „röteren“ Part von rot-rot-grün gar mit irgendwelchen Mauerschützen in Verbindung bringen. Lasst Euch das mal von einem Experten erklären: Ziel des Spieles ist es nicht in, sondern über oder durch (falls sich eine Lücke ergibt) die Mauer ins Schwarze zu treffen. So, nun wisst Ihr’s, ihr Netzbirnen! Ich könnte ja gerade noch nachvollziehen, wenn man über den Farbkontrast diskutiert, zugegeben da beißt sich rot und grün ein wenig. Und überhaupt: In diesen Farben haben wir eh noch nie gespielt. Sind das nicht die Nationalfarben der Bulgaren? Wir repräsentieren uns doch meist im farblosen schwarz-weiß seltener auch in grün-weiß. Was soll also dieser alberne Diskurs? Wieso muß eigentlich schon wieder ein neuer Bundespräsident gewählt werden, Jogi Löw ist doch erst seit 2006 im Amt…

[1] Die Lippenverbalen nennen sich selbst die Liberalen, manchmal bezeichnen sie sich auch als libertär. Ich denke sie wissen selbst nicht genau was sie sind, allerdings erheben sie den Alleinanspruch auf den Nulldurchblick. Das sei ihnen unbenommen 😉

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2 Kommentare zu “Das Theater um die Wahl zum Bundespräsidenten und die Farben

  1. Sehr schön geschrieben 😉

    Ich kann mit dme ganzen Zeuch auch nichts anfangen. Wenn die SPD eine Kandidatin vorschlägt, dann ist das doch okay – schließlich sind wir immer noch eine Demokratie, oder so. Und wenn sie dann um die Stimmen der Linken bzw der Grünen wirbt, ist das doch auch nicht illegal…
    Wie so oft kann man in der Politik meiner Meinung nach den Ball einfach nicht flach halten. Zu jeder Zeit und bei jedem Thema fährt man sofort mit größtem Geschütz vor – um auch ja weit vorne auf der nächsten Ausgabe der Bild zu landen?!

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  2. Die Deutschen spielen gerade gegen Weißrussland.
    In welchen Farben wohl? Überaschung: In rot! Genauer gesagt in rot-rot! Wer braucht schon grün und schwarz? Und gelb sind nur die Zähne 😉

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