Obama in Berlin – Ein Realpolitiker in Gestalt eines Popstars?

Nach(t)gedanken zur Rede von Barack Obama am 26.09.2008 in Berlin:
US-Senator Barack Obama sprach, 200. 000 Menschen hörten zu. Dagegen bleibt jeder deutsche Politiker blaß. (Nein, nicht wegen der Hautfarbe!). Unsere „Volksvertreter“ schaffen es gerade mal ein Bierzelt zu füllen, aber auch nur wenn sie ihre Zuhörer mit Freibier abfüllen.
Barack Obama dagegen wird gefeiert wie ein Pop-Star. Wohlgemerkt, er ist noch nicht der US-Präsident und er hat bislang nichts weltbewegendes bewirkt. Er ist charismatisch, wirkt unverbraucht, vermarktet und verkauft sich gut, kommt bei den Leuten an. Ein Grund für die große Begeisterung in Deutschalnd ist zweifellos, dass man G.W.Bush und seine Politik seit Jahren wie ein Kloß im Hals empfindet, den man endlich ausspeien möchte.
Doch machen wir uns nichts vor: John McCain und Barack Obama sind die Präsidentschaftskandidaten, die jene Machtgruppen, welche hinter den Kulissen agieren, zugelassen haben. Könnte es auch ein berechnender Schachzug sein, ein neues Gesicht, einen afro-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten nach Übersee zu entsenden, um den Europäern einen „Wind of Change“ in den USA zu suggerieren? Vielleicht ein gewagt aufgeschriebener Gedanke, aber man sollte nicht ernsthaft erwarten, dass unter dem Präsidenten Obama, die Vereinigten Staaten eine völlig neue Außenpolitik gestalten. Stattdessen fordert auch er mehr millitärische Unterstützung von Europa im „Kampf gegen den Terror“, wie es offiziell heißt. Seinen potenziellen Wählern zuhause, stellt er Steuersenkungen durch Einsparungen beim Millitärhaushalt in Aussicht. Daher weht der Wind.

Die USA werden vermutlich auch unter der Regentschaft des 1.Afro-Amerikanischen Präsidenten keine friedlichere Nation, vielmehr wird Europa zumehmend in globale gewaltsame Konflikte involviert. Sicherlich kann man mit Panzern und Raketen Mauern einreißen, aber die Mauern in den Köpfen der Menschen werden dadurch nur noch dicker und höher.

Anfänglich war ich ja auch von Obama begeistert, aber je größer der Hype um den „Popstar“ wird, desto skeptischer werde ich. Er ist weder ein Martin Luther King noch ein Nelson Mandela und John F. Kennedy ist überbewertet😉
So befürchte ich nun, dass er nicht mehr als das kleinere „Übel“ im Vergleich zu dem „Kriegshelden“ McCain ist. Die Zukunft wird die Antwort geben. Die Hoffnung auf eine bessere Welt stirbt zuletzt…

2 thoughts on “Obama in Berlin – Ein Realpolitiker in Gestalt eines Popstars?

  1. Es gibt noch zwei andere denkbare Szenarios.

    Das eine ist, ihn zu einem neuen JFK zu machen um ihn dann ebenso vom CIA ausschalten zu lassen – getarnt als Terroranschlag, wie bei 9/11 schon – um eine Ausweitung des Unterdrückungsapparats zu rechtfertigen.

    Oder aber, das scheint nach seiner Rede auch denkbar, ist er bereits von den Mächten hinter den Kulissen als erster „Weltpräsident“ bestimmt und soll eine Art säkularer ‚Messias‘ werden. Für letzteres gibt es zumindest Hinweise, dass diverse Kreise einen solchen Plan durchaus schon sehr lange in Erwägung ziehen.

    Und dann geht die Freiheit mit donnerndem Applaus zugrunde.

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  2. Meine Begeisterung hat auch stark nachgelassen und jetzt glaube ich, dass wir Europäer letzt endlich so oder so auf der Verliererseite stehen werden. Keiner der beiden Präsidentschaftskandidaten wird das bringen, was Europa sich erhofft und somit muss man wohl einfach abwarten…abwarten, bis ein Europäer amerikanischer Präsident wird😉

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