Urlaub mit unseren Politikern

Nächstes Jahr ist Wahljahr. Um Volksnähe zu beweisen, haben sich unsere Herren Volksvertreter etwas Besonderes ausgedacht. Der Bundesbürger darf im nächsten Sommer mit dem Politiker seiner Wahl den Sommerurlaub verbringen.

Toms Wochenschau gibt Entscheidungshilfe zur Auswahl des passenden Reisepartners:

Auf Segeltörn mit Wolfgang Schäuble oder Wellenreiten mit Westerwelle? Bergsteigen mit Angela Merkel wäre auch eine Option. Ich wollte schon immer mal mit der mächtigsten Frau Europas und ihren Seilschaften in der Eiger Nordwand abhängen. Oder mit Roland Koch nach Las Vegas, die Schwarzkassen verzocken.

Für einen Öko-Bagpackertrip empfahl sich Ronald Profalla, er ließ kürzlich verlauten:

Atomstrom ist für die CDU Ökostrom

‚Drum lasst uns wandern. Die Uran-Brennstäbe im Rucksack, das Wanderradio atombetrieben. Gute Lalla mit Profalla. Und dann geht’s mit dem Ronald in den Wald, Atompilze sammeln.

Abenteuerlustigen Reisenden möchte ich das Herzchen von der SPD ans Herz legen. Der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin hat ja in letzter Zeit Survival-Tipps für Hartz-Empfänger wie am Fließband ‚rausgehauen. Er ist geradezu prädestiniert für’s Überlebenscamp in Alaska. Der härteste Politiker under the sun and the moon, ist einer der Typen, die mit einem Vielzwecktaschenmesser und einer Rolle Draht in wenigen Minuten eine Hütte in der Wildnis hochziehen! Yeah, ich hab‘ ’nen dicken Pulli an Mann!

Meine Top-Empfehlung ist Kurt Beck als Reisepartner. Ich war mal vor Jahren mit Kurt (wir duzen uns seitdem) auf Antarktis-Expedition. Gemeinsam rutschten wir, auf Schlitten sitzend, unter’m Himmel der südlichen Hemisphäre über das endlos erscheinende Packeis, dem Horizont entgegen. Wir waren vertieft in philosophische melancholische Gespräche, darüber wie es früher einmal war, derweil der eiskalte Polarwind unsere Visagen inklusive Kurts Gesichtspullover umgestaltete und mit glitzernden Eisklümpchen verzierte. Die beeindruckende Landschaft spiegelte sich in unseren saucoolen Schneebrillen wieder. Nach Stunden des gedankenbefreienden Dahingleitens waren die Schlittenhunde hungrig und erschöpft. Wir machten Rast. Als die Hunde erholt und gestärkt waren, setzten wir unsere Reise fort. Während wir nun wieder auf Kufen vor uns hinglitten, bemerkte ich, dass mit Kurt etwas nicht stimmte. Er sprach nicht mehr mit mir. Kein Wort. Und irgendwie sah er jetzt anders aus. Das machte mich stutzig. Nachdem ich dann einige Stunden gestutzt hatte, machten wir erneut Pause. Mit Entsetzen stellte ich fest, dass mir ein Missgeschick unterlaufen war. Ich hatte Kurt Beck versehentlich vorne bei den Schlittenhunden mit angebunden und die ganze Zeit den Hund vollgelabert, der Becks Platz neben mir eingenommen hatte!
Kurt Beck fährt jetzt nicht mehr mit mir in den Urlaub…

Am Südpol ist es sowieso zu kalt. Vielleicht doch lieber kiffen in der Karibik mit Christian Ströbele?

6 thoughts on “Urlaub mit unseren Politikern

  1. @wortmann,

    willkommen🙂

    @Alle,

    Danke für Eure Kommentare, vielleicht sollte man doch unsere „Volksvertreter“ allein‘ in den Urlaub schicken und zwar mit den
    „NeverComeback-Airlines“

    Gruß

    tom

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