Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!

Den geifernden Journalisten, vor allem von den Krawall-Käseblättchen, gelingt es regelmäßig den Polit-Hauptdarstellern der ehemals sozialdemokratischen SPD das Versprechen abzuringen, keinesfalls mit der Linkspartei zu koallieren. Mit den (politischen) Schmuddelkindern spielt man nicht! Und wehe dem, der „Wortbruch“ begeht, der wird als Sau durch den medialen Boulevard getrieben. Wenn es nicht gegen die Linkspartei geht, nimmt man es mit nicht eingehaltenen Koalitionsaussagen [1] dann nicht mehr so genau.
Natürlich gibt es bei der Linken einiges zu kritisieren, aber eine öffentliche inhaltliche Auseinandersetzung mit einer immerhin demokratisch legitimierten Partei, findet in den Mainstreammedien kaum statt. Lieber bohrt man tief in der SED-Vergangenheit, schürt tumbe Ressentiments, während man bei der CDU inklusive der ehem. FDJ-Propagandistin Angela Merkel nicht mal an der Oberfläche kratzt. So wird die überwiegend konservativ neoliberal geprägte (Springer-)Presse im Superwahljahr 2009 Wahlwerbung für die amtierende Bundeskanzlerin machen.

Da ich als Blogger wenig daran interessiert bin, ausschließlich die populäre Meinungen widerzugeben, hier eine nicht mehr tagesaktuelle, aber immer noch gültige Ansage von Ulrich Maurer (Linkspartei) über die Verschleuderung des Staatsvermögens zu Lasten der Steurzahler und über die verkommene „bürgerliche“ Moral:

Egal wie links er ist, wo er Recht hat, hat er Recht!

[1] Angela Merkel, CDU: Ich habe gesagt, ich will keine große Koalition und es wird sie auch nicht geben.“ (20. Juli 2005, laut SZ, 6.10.2005, S. 2) Nur ein Beispiel,…


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4 Kommentare zu “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!

  1. Ehrlich gesagt verstehe ich die Strategie, die hinter der Haltung der SPD steht überhaupt nicht. Ein Mehrheit jenseits der CDU ohne die Linke ist doch auf Jahre hinaus ziemlich unwahrscheinlich – und je länger man sie in de Schmuddelecke stellt, desto beliebter wird sie als „Protestpartei“. Hat die SPD keinen Mumm gegen den Wall aus moralischer Empörung zu handeln, den die bürgerliche Presse aufgebaut hat, oder ist sie von der 5. Kolonne der CDU, dem Seeheimer Kreis, unterwandert?

    Die Rede von Ulrich Maurer ist wirklich klasse. Die Linke hat einige Leute mit Profil.

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  2. Was die SPD zur zeit veranstaltet stößt bei mir auch auf Unverständnis. Diese kindische Sturheit gegenüber einer anderen Partei, die man immer wieder durch verjährte Begebenheiten zu begründen versucht, ist doch einfach lächerlich. Dass die Sozialdemokraten dadurch eine große Koalition für die nächste Legislaturperiode nur wahrscheinlicher machen, scheint sie ja auch nicht gerade zu stören – so lange man an der Macht ist und trotzdem den Sozialen spielen kann, ist ja alles in Ordnung.

    Ich finde die Linke macht das in ihren Reden wirklich geschickt und bringt auch wirklich sinnvolle Überlegungen an den Start. Dass die anderen Parteien dem so total abgeneigt gegenüber stehen, kann ich nicht verstehen.

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  3. @red.cloud

    Welcome back to blogosphere 🙂

    …oder ist sie von der 5. Kolonne der CDU, dem Seeheimer Kreis, unterwandert?

    So sehe ich das. Die „Seeheimer“ mit den Stones (Steinmeier & Steinbrück) und Münte geben leider den Ton an. Erst hat man Kurt Beck abgesägt, dann Ypsilanti rausgemobbt. Die SPD scheint suizid-gefährdet jenseit von jeglichen Regierungsanspruch. Man strebe die „Ampelkoalition“ an, hieß es offiziell aus „Seeheimer-Kreisen“, aber Guido hat inzwischen abgelehnt. Die SPD braucht offenbar noch eine deftige Klatsche, diesmal auf Bundesebene, um sich wieder ihrer sozialen Wurzeln zu besinnen.
    Nun droht uns im September schwarz/gelb bundesweit. Kannst Du Dir Westerwelle als Vizekanzler vorstellen? Ein Alptraum!!!

    @Boff

    Die Linke scheint die Einzige Partei zu sein, die nicht neoliberal ist,…

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  4. Na gut, den Beck abzusägen, das mag man der SPD noch verzeihen – obwohl Du insofern Recht hast, als das Beck immerhin eine wenn auch zögerliche Linkswende versuchte. Der Fehler war doch, den Münte zurückzuholen – als Vetreter der A2010-Politik, welcher die SPD ihren Glaubwürdigkeitsverlust verdankt, ich meine, was sollte das: Vorwärts, Genossen, wir müssen zurück ??? Man liest ja verschiedentlich, dass die Parteibasis sich bei dieser Entscheidung überrumpelt fühlte – vielleicht wars ja ein Schnellschuss von oben, um Wowereit zu verhindern, der wiederum keinen strikten Abgrenzungskurs gegen die Linke gefahren hätte…

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