Ein Haus auf Sand

Finanzkrise und sie haben nichts dabei gelernt. Keine Erneuerung auf einem soliden Fundament, man renoviert das Haus auf Sand.
Don Alfons umschreibt es anders und drückt mächtig auf die Tube:

[…] Ich habe gar nichts dagegen, wenn die Erbsenzähler in den Banken wieder das Ruder übernehmen. Es arbeiten in diesem unproduktiven Sektor immer noch zu viele Leute, und der Weg zur wirtschaftlichen Gesundung kann nicht über eine Aufpäppelung der parasitären Strukturen werden, die aus Banken gesamtgesellschaftliche Risiken gemacht haben, gegen die der islamische Terrorismus ein Vorortfest mit Silversterkrachern ist.

Diese Krise bringt Menschen um. Sie entzieht Armen der ärztlichen Versorgung, sie hat falsche Ernährung zur Folge, sie macht Menschen chancenlos und zerstört übergreifend den Lebensstandard. Sie wird in absehbarer Zeit ein Anwachsen der nicht bankenbasierten Kriminalität zur Folge haben, Verteilungskonflikte und einen starken Rückgang der gesellschaftlichen Bindungskräfte. Diese Krise ist hochgefährlich, und alles, was der Politik einfällt, ist das Retten der Verursacher in der Hoffnung, dass diese egomanen Mastviecher, die nichts anderes als das Fressen kennen, ein paar Brocken aus den Trögen für andere fallen lassen. Moral Hazard wird damit nicht zum Problem derer, die ohnehin keine Moral haben, aber für die Gesellschaft und ihre Werte. […]
Quelle

Dabbeljuh ooh aar dee W-O-R-D!

Im Gegensatz zum Pop-Ökonom Prof. Sinn, glaube ich ebenfalls nicht an einen „anonymen Systemfehler“. Hier haben diejenigen, die an den Schalthebeln der Marktwirtschaft agieren, gewissen- und verantwortungslos gehandelt. Ihre Wegbereiter, die Deregulierer, aus der Politik sollten ebenfalls die Konsequenzen ziehen.
Stattdessen werden die Mitverursacher der Systemkrise mit Milliarden staatl. Steuergelder alimentiert. Eine schmutzige Hand wäscht die andere….

Passendes Zitat:

“Der Kapitalismus basiert auf der merkwürdigen Überzeugung, dass widerwärtige Menschen aus widerwärtigen Motiven irgendwie für das allgemeine Wohl sorgen werden.”

Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes.
John Maynard Keynes

5 thoughts on “Ein Haus auf Sand

  1. Hm, auch wenn ich gerad mal wieder unbeliebt mache, aber wenn man die freie Marktwirtschaft ganz genau nimmt, ist es so, dass die Erfolglosen die A****-Karte gezogen haben. Folglich wären sie auch nicht – wie jetzt – mit Milliarden von Steuergeldern am Leben erhalten worden. Das konnte man zB ganz gut sehen an den Rettungspaketen in den USA. Die Reps standen dem ganzen recht skeptisch gegenüber.

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  2. Pingback: Gesammelte Gedanken – lesenswerte Beiträge 05. und 06.02.09 « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

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