„Geistiger Sozialismus“ und kleingeistiger „Liberalismus“

FDP-Unterhaltungschef Westerwelle, die bekannteste Dampfmaschine Deutschlands, hat mal wieder massenhaft heiße Luft produziert. Die Klimaforscher sollten ihre Prognosen zur anthropogenen Erderwärmung korrigieren, indem sie den Guido-Faktor mit einrechnen :mrgreen:
Auf ARD-Videotext (Tafel 120) fand ich eben folgenden Kurzbericht:

FDP-Chef Westerwelle hat mit seiner Hartz4-Kritik nachgelegt. Die Diskussion über das Hartz-IV-Urteil
des BVerfG habe „sozialistische Züge“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“. „Wenn man in Deutschland schon dafür angegriffen wird, dass derjenige, der arbeitet, mehr haben muss als derjenige, der nicht arbeitet, dann ist das geistiger Sozialismus“, erklärte er.

Aber Herr Westerwelle, ist es nicht viel mehr Sozialismus, wenn jemand durch Sanktionen bedroht, gezwungen wird, Vollzeit zu arbeiten, für einen Lohn, der nicht mal den Namen verdient und sich nichts leisten kann?

Der Außenminister und Vicekanzler hat nochmal Luft geholt:

Leistung müsse sich lohnen, betonte Westerwelle: „Für viele Linke ist Leistung ja beinahe eine Form von Körperverletzung. Dagegen wehre ich mich.“

Lol, die Auslassungen des Herrn Westerwelle grenzen da schon eher an Körperverletzung. Ich habe schon Blutergüsse vom Schenkelklopfen 🙂
Leistung lohnt sich allein deshalb nicht, weil oftmals für gute Arbeit, also für real erbrachte Leistung, keine angemessene Vergütung gezahlt wird und nicht weil die ALG2-Regelsätze zu hoch sind! Ich kann jeden verstehen, der anstatt sich für 5€ die Stunde vernutzen zu lassen, Hartz4 in Anspruch nimmt. Begreift eigentlich jeder, außer „liberale“ Blindgänger.

Als Deutscher ist man wirklich nicht mehr in der Position über die Amis lachen zu können, weil die einen „Terminator“ zum Gouverneur oder gar einen drittklassigen Cowboy zum Präsidenten gemacht haben. Deutschland wird durch eine „liberale“ Lachnummer, also einen wandelnden Witz als Außenminister repräsentiert. Guido, the running Gag :mrgreen:

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2 Kommentare zu “„Geistiger Sozialismus“ und kleingeistiger „Liberalismus“

  1. Stimmt. Besonders bitter ist das für jemanden, der eigentlich liberal ist. Wen soll man denn da wählen? FDP? *örks*
    Anstatt sich in Wahlkampfmanier an dem üblichen Hartz4-Kram abzuarbeiten wie das Eichhorn an der Kokusnuss, sollte die Regierung lieber mal überlegen, wie sie das Problem der auswandernden Fachkräfte löst…

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