Macht Unwissenheit sorglos? Weniger Deutsche fürchten den Klimawandel

Da hat die „Klimaskeptiker“-Lobby, die mit ihrer Propaganda die Klimaforschung diskreditiert, ja ganze Arbeit geleistet. Laut einer Spiegel-Umfrage haben die Deutschen angeblich keine Angst mehr vor dem Klimawandel:

Die Deutschen haben keine Angst mehr vor dem Klimawandel. Das hat eine Umfrage im Auftrag des SPIEGEL ergeben. Nur noch eine Minderheit von 42 Prozent fürchtet sich vor der globalen Erwärmung. Im Herbst 2006 fürchtete noch eine klare Mehrheit von 62 Prozent der Deutschen die Folgen des Klimawandels […] Qulle: Spon

Ob der harte Winter einer der Gründe für dieses Umfrageergebnis ist? Oder waren es die (angeblichen) Fehler im IPCC*-Bericht, die verzerrt widergegeben und medial aufgebauscht wurden? Mich würde mal interessieren, wie viele der Befragten den Treibhauseffekt erklären können. Die zahllosen Klimawandel-Leugner-Deppen in der Blogosphäre mit ihren haarsträubenden hanebüchenden Blogbeiträgen und Kommentaren, zeigen darüber hinaus, dass viele nicht einmal den Unterschied zwischen regional und global bzw Wetter und Klima kennen. Das offenbart einmal mehr, wie wichtig Bildung ist…

Wissenschaftler haben inzwischen eine Stellungnahme zur medialen Aufbereitung der Fehler im IPCC-Bericht veröffentlicht. Nach dem Lesen wird schnell klar, dass alles nicht so heiß gegessen wird, wie es gekocht ist und dass die bisherigen Erkenntnisse der Klimaforschung über die anthropogene Erderwärmung, keinesfalls in Frage gestellt sind: Fehler im IPCC-Bericht?

Solange der Chöre der Blöden und die Kapellen der Doofen auf diesem Planeten den Ton angeben, geht der Weltwahnsinn weiter und hinterher wollen alle wieder nichts gewusst haben,..das hatten wir doch schon mal, oder?

*IPCC = Intergovernmental Panel on Climate Change

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4 Kommentare zu “Macht Unwissenheit sorglos? Weniger Deutsche fürchten den Klimawandel

  1. So sieht es leider aus. Die Fehler im IPCC-Bericht hatten den gleichen Effekt bei den sogenannten „Klimaskeptikern“, als würde man eine Schlange in ein Affenhaus werfen. Hysterisches Gekreische und Brustgetrommel.

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  2. viele interessieren sich gar nicht für das thema umwelt, aber wollen dann doch irgendeine meinung äußern. wichtiger ist ihnen das auto vor der tür, und davon bitte nicht irgendeines. man hat ja sonst nicht viel vorzeigbares (das hirn brutzelt im verborgenen).

    was mir bei vielen debatten auch anderer themengebiete auffällt, ist, daß die gegnerischen parteien jeweils eisern auf ihren standpunkten beharren. widersprüche werden einfach glatt gebügelt. kaum jemand macht sich die mühe, beide seiten abzuwägen, sondern man schließt sich sozusagen einer art glaubensgemeinschaft an. verhängnisvoll, wenn man kritik einfach weiß wäscht. ich sehe das als zweiseitiges brainwashing. verlierer sind in diesem fall wohl unser lebensraum und die menschen.

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  3. Liebe Wortfeile,

    tatsächlich fragt man sich, was viele Menschen in dieser, oft hitzig geführten, Klima-Debatte antreibt. Ist es die Furcht sich von seiner 200PS-Schwanzverlängerung verabschieden und stattdessen ein Elektroauto fahren zu müssen? Oder geht es darum im Kolletiv seine Zwangsneurosen zu pflegen? Ich weiß es nicht,…

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