NRW-Wahlplakate zur Bildungspolitik: Piratenpartei – FDP 1:0

Während die „Liberalen“ vermutlich die „geistige Elite“, also die „Leistungsträger“ von morgen, fördern wollen, weist das Plakat der Piraten auf ein bekanntes Problem hin.

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12 Kommentare zu “NRW-Wahlplakate zur Bildungspolitik: Piratenpartei – FDP 1:0

  1. Lieber Totm,

    erstmal ein Dankeschön für das Befreien des letzten Kommentares, ich achte jetzt auch darauf, dass ich meinen eigenen Blog richtig verlinke…

    So sympatisch ich Euch – also die Piratenpartei und Dich – finde, muss ich hier heftig widersprechen. Aus dem obigen Plakat der FDP geht in keinster Weise hervor, dass es hier um die Bildung einer geistigen Elite geht. Leider ist das schlicht wahr, dass in kleineren Klassen bessere Bildungschancen für jeden herrschen. Leider ist die Piratenpartei hier auch – wie die SPD – auf so einem Gleichmach-Trip. Das Problem ist nur: es funktioniert nicht. Vielleicht sollte man einfach mal Lehrer zu dem Thema fragen und keine Politiker…

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    • Ich gebe Dir durchaus dahingehend Recht, dass da in das FDP-Plakat etwas hineininterpretiert wird, was das Plakat als solches nicht hergibt.
      Und Recht hast Du natürlich auch damit, dass kleinere Klassen ein ungemein wichtiges Anliegen sind. Deshalb fordern auch die Piraten in ihrem Bildungsprogramm kleinere Klassen mit 15 Schülern.

      Jenseits des Plakates hält die FDP aber (und das durchaus nicht ohne Elite-Denken) am dreigliedrigen Schulsystem fest.
      Die Piraten präferieren hingegen ein eingliedriges Schulsystem mit fließender Schullaufbahn, das an individuelle Bedürfnisse und Begabungen anpassbar ist. Damit vermeidet man unter anderem auch die viel zu frühe Selektierung, die echter Chancengleichheit im Weg steht.

      Und Lehrer haben haben die Piraten nicht nur gefragt, sondern Lehrer verschiedener Schulformen und Richtungen sind es, die dieses Programm entworfen haben 😉

      Weitere Informationen zum Bildungsprogramm der Piraten gibt es unter
      http://www.piratenpartei-nrw.de/portal/wahlprogramm-landtagswahl-nrw/Bildungspolitik.htm

      🙂

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  2. So langsam kommen wir in die heiße Phase des Wahlkampfs. Hm, dieses Plakat der FDP hängt hier in Köln auch an jede Ecke. Da erste was mir dabei durch den Kopf geht ist nicht, ob sie die „Elite“ fördern wollen, sondern eher, warum sie mit ihrer eigenen Unfähigkeit werben. Hätte sie schwarz-gelbe Landesregierung ernsthaft gewollt, das etwas im Schulsystem getan wird, so hätten sie es machen können…5 Jahre sind doch schon einmal ein wenig Zeit.
    Lehrerstellen lasse ich mal ganz außen vor, die wurden auf dem Papier geschaffen, aber leider nicht eingestellt. Da muss man keine Lehrer fragen; auch wenn ich das von Lehrern weiß.
    Die Piraten sind leider nicht wählbar; wählbar ist (für mich) nur jemand der eine Antwort auf jede eventuelle landespolitische Schwierigkeit hat. Da sind die Piraten, wie auch im Bund, einfach noch zehn/zwanzig Jahre zu jung. Aber das es sie gibt finde ich gut.

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    • @endgueltig
      „wählbar ist (für mich) nur jemand der eine Antwort auf jede eventuelle landespolitische Schwierigkeit hat.“

      Also niemand?
      Denn niemand hat alle Antworten. Und die Parteien tun auch alle nichtmal so, als hätten sie alle Antworten.

      Im Gegensatz zu allen etablierten Parteien geben die Piraten auch nicht vor, mehr Antworten zu haben, als es tatsächlich der Fall ist.

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  3. Ich nehme mal ein Beispiel. Stelle mi mal vor ich würde die Piraten wählen und sie würden eine freundliche Koalition mit irgendwem eingehen können und das Land regieren. Gut.
    Doch dann sitzen sie im Bundesrat und ich weiß nicht was sie da machen, da sie es selbst doch einfach noch nicht wissen können.
    Ich habe nichts gegen Piraten, ich habe nichts gegen die Bewegung und die Idee; ganz im Gegenteil finde ich das gut. Aber man darf doch jedem auch ein wenig Zeit lassen sich zu finden.
    Ebenso erging es den Grünen; und die sind heute doch eine ziemlich gute Alternative mit Antworten.

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    • Und was genau davon weißt Du bei anderen Parteien?
      Nix. Gar nix.

      Was Du aber sicher weißt: Die haben ein ums andere Mal immer wieder ihre Wähler enttäuscht und verarscht.

      Aber bitte, wenn Du meinst. Deine Sache…

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  4. Ein wenig aggressiv?
    Also, bei der CDU und der SPD und der FDP und den Grünen, kann man zumindest in jeder Lage eine Richtung einschätzen. Ich weiß doch wohl was z.B. die SPD möchte. Mir zu unterstellen; besser noch allen Parteimitgliedern oder Wählern zu unterstellen, das sie nix wüssten von Denken und Handeln ihrer Parteigremien…naja…

    Ich fühle mich nicht verarscht nachdem ich meine Kreuze gemacht habe. Bisher eigentlich noch nie. Ich überlege halt vorher genau was ich wähle. Das Enttäuschungen vorkommen, liegt in der Natur der Sache. Das wäre auch bei den Piraten so.
    Da fällt mir noch die Sache mit der Drogenpolitik ein, aber lassen wir das. jeder darf ja machen, was er möchte. Und hey, das ist gut so!

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    • „Ein wenig aggressiv?“
      Nö.

      „Das Enttäuschungen vorkommen, liegt in der Natur der Sache. Das wäre auch bei den Piraten so.“

      Also sagst Du einmal mehr, dass sich die Piraten nicht von den anderen unterscheiden und führst Deine eigenen Argumente ad absurdum. 😉

      „Da fällt mir noch die Sache mit der Drogenpolitik ein, aber lassen wir das. “
      Was gibt es denn daran nun auszusetzen?

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  5. Erstmal vielen Dank für Eure Kommentare.

    Es stimmt, das FDP-Plakat wirbt nicht für „Eliten-Förderung“, das habe ich selbst assoziiert. Gedanklich habe ich dem Slogan ein Wörtchen hinzugefügt, daraus wurde dann:
    „Kleine Klassen für kluge Köpfe“
    Ist meine Interpretation denn so abwegig? Die überwiegend wohlhabende Klientel der FDP-Wähler vertritt häufig die Meinung, dass Bildungsinvestitionen für „Dummköpfe“ vergeudetes Geld sei.

    Ich bin ebenfalls für kleinere Schulklassen, aber grundsätzlich für alle Schulformen!
    Ansonsten schließe ich mich der Meinung von Pego dahingehend an, dass das dreigliedrige Schulsystem (Hauptschule/Realschule/Gymnasium) weg muss.
    Mit einem Hauptschulabschluss ist die Arbeitlosigkeit schon beinahe vorprogrammiert, selbst als „KFZ-Schrauber“ wird heutzutage vielfach schon ein Realschulabschluß als Minimum verlangt, um eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu haben.

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