Kopf zwischen Sterne

Jenen Moment werde ich nie vergessen. Ich lag auf dem Rücken im Steppenstaub, die Arme hinter dem Kopf verschränkt, spannte sich über mir das Himmelszelt der südlichen Hemisphäre, ein Sternenhimmel wie ich ihn noch niemals zuvor gesehen hatte. Ich befand mich mitten im australischen Outback über tausend Kilometer weit entfernt von der nächsten Großstadt, also fernab jeglicher anthropogener Lichtverschmutzung. Die Nacht im Northern Territory war glasklar und warm, kein menschgemachtes Geräusch drang an mein Ohr, nur das Zirpen der Grillen war zu hören. Von oben leuchtete das Universum mit seinen abermillionen Sternen, ich glaubte sogar galaktische Nebel erkennen zu können, es war atemberaubend schön. Sternenlichter hell wie nie, scheinbar zum Greifen nah und doch Lichtjahre entfernt. Ich fühlte mich eins mit der Unendlichkeit, alles was dem Menschen so wichtig erscheint, relativierte sich in diesem Augenblick. In jenem Moment fühlte ich mich auf dem sandig wärmenden Erdboden geborgen, schien mit ihm zu verschmelzen, war nur noch ein winziges Stück Sternenstaub, aber ein Glückliches.
Kopf zwischen Sterne.

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5 Kommentare zu “Kopf zwischen Sterne

  1. DANKE. Freut mich, dass Du mich ein wenig auf meiner Gedankensafari begleitet hast. Wobei es nicht nur der Nachthimmel ist, der auf der südlichen Erdhalbkugel so fasziniert. Auch bei Tage werden die Sinne mit unglaublich intensiven Himmlesfarben verwöhnt. Das täglich spektakuläre Schauspiel der Sonnenauf- und Untergänge, das leuchtstarke Blau, einfach nur Wow. Fernweh. Sehnsucht.

    Fantastische Bilder gibt es in diesem Australien-Blog zu bestaunen:
    Der weite Himmel im Outback

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