Widerlegen kalte Winter in Europa die globale Erwärmung?

Hört man jenen fröstelnden Zeitgenossen  zu, die über den ziemlich heftigen Wintereinbruch diskutieren, lautet dieser Tage die selbe Frage immer wieder: „Wo bleibt denn die angekündigte Erderwärmung?“ Genau wie im letzten Winter, als uns die „klirrende“ Kälte heimsuchte, haben auch  zum Ende dieses Jahres, welches erneut einen kalten Winter einleutet, die Klimawandel-„Skeptiker“ anscheinend Oberwasser. Nach ihrer „Argumentation“ ist der diesjährige eisige Start in die Wintersaison ein Indiz oder gar ein Beweis dafür, dass die globale Erderwärmung nicht stattfindet. Diese „Beweisführung“ hat zwei grundlegende Probleme: Sie unterscheidet weder zwischen Wetter und Klima noch zwischen regional und global. Anders ausgedrückt: Ein Mensch, der größtenteils an einem Ort lebt, ist nicht in der Lage die globale Mitteltemperatur zu empfinden. Erschwerend hinzu kommt für die Klimawandel-Leugner, dass der letzte Winter global gesehen, der zweitwärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen war.

Schauen wir uns doch mal die mittleren Wintertagestemperaturen seit 1893 an.  Die rote Linie zeigt den nichtlinaeren, geglätteten Trend über 30 Jahre an:

Grafik: PIK / KlimaLounge

Die obige Grafik zeigt, dass die Winter bei uns im Mittel tendenziell wärmer werden (rote Linie). Bemerkenswert ist, dass es einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Winterwetter in Europa und der Eisbedeckung auf der Barents-Karasee gibt. Die drastische Verringerung der Eisfläche auf dem arktischen Ozean nördlich von Norwegen und Russland könnte für die kalten europäischen Winter (in den Jahren 2005/2006 und 2009/2010) mitursächlich sein. Eisige Winter, durch Erderwärmung? Klingt wie ein Paradoxon. Fakt ist jedoch, dass regional kältere Winter nicht im Widerspruch zur These des globalen Klimawandels stehen. Die Auswirkungen der  Erwärmung unseres Planeten auf regionale Klimazustände sind (noch) nicht sicher vorhersehbar. Sicher ist jedoch eines: Die Überschrift dieses Blogeintrages kann mit einem eiskristallklaren NEIN beantwortet werden.

Quellen:
Wissenslogs. Klimalounge: Werden Winter kälter?
Telepolis: Frieren im Treibhaus
Potsdam Institut für Klimaforschung: Erderwärmung könnte Winter kälter werden lassen

31 thoughts on “Widerlegen kalte Winter in Europa die globale Erwärmung?

  1. Soso, die Skeptiker haben also „SCHEINBAR“ Oberwasser! Und wie können die nur auf die Idee kommen, bei einem erneut eisiger Start in den Winter an zu denken. Welch abartiger Gedankengang!

    Fragen wir doch mal anders herum: BESTÄTIGEN die kalten Winter etwa die Theorie der Klimaerwärmung?

    Diese Frage kann mit einem pickelharten NEIN beantwortet werden.

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  2. [im vorigen Beitrag muss es heissen: „… an KÄLTE zu denken …“]

    Wieviel Klimmzüge waren eigentlich nötig, um sich auf Seiten der Klima-Alarmisten nach mehreren kalten Winter genötigt zu sehen, KALTE Winter in ihre Theorie hineinzukonstruieren?

    Wieso wird KÄLTE erst dann als verträglich mit der Erwärmungtheorie erklärt, wenn sie unübersehbar wird? Es sieht ganz so aus, als wenn die Herren Klima-Alarmisten von der NORMATIVEN KRAFT DES FAKTISCHEN getrieben werden.

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  3. @S.Maglow

    Der Kommentar bestätigt, was ich im Text schrieb: „Klimawandel-Skeptiker“ unterscheiden nicht zwischen global und regional sowie Wetter und Klima. Diese selektive Wahrnehmung bei gleichzeitiger Ressistenz gegenüber wissenschaftl. Fakten ist immer wieder erstaunlich. Danke für den Kommentar😉

    Ich bin schon auf die Daten der NASA Giss gespannt, was sie über die globale Mitteltemperatur für Dezember 2010 aussagen,…

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    • Ich lach mich kaputt!

      Der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist rein qantitativer Natur. Der Unterschied liegt lediglich im betrachteten Zeitraum. Klima ist über 30 Jahre oder länger gemitteltes Wetter. Je länger eine als „Wetter“ bezeichnete Periode dauert, desto stärker wird ihre klimatische Relevanz. Klima wie Wetter ist IMMER regional. „Globales Klima“ ist nicht wirklich existent, es ist ein rein rechnerisch-statistisches Konstrukt.

      Im Übrigen haben Sie kein Argument geliefert, wieso ausgerechnet dieses Jahr, wo nun erneut ein kalter Winter auftritt, die AGW-Forschung (oder sagen wir besser: die Potsdamer AGW-Priesterschaft genannt „PIK“) plötzlich entdeckt, das kalte Winter mit AGW vereinbar seien.

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    • „Klima ist über 30 Jahre und länger gemitteltetes Wetter.“

      Oder anders ausgedrückt: Wetter beschreibt einen kurzfristigen Zustand in der Atmosphäre an einem bestimmten Ort, Klima dagegen bezeichnet die Gesamtheit aller möglichen Wetterzustände. Und was folgt daraus? Die bei uns momentan herrschende Kälte hat für die globale Mitteltemperatur und somit für die von Klimaforschern progostizierte globale Erderwärmung keine Relevanz. Die Erderwärmungs-Verdränger benutzen aber, wie letztes und vorletztes Jahr, die frostigen Temperaturen in Deutschland bzw in Europa als Scheinargument gegen den AGW (=anthropogenic global warming).

      Das globale Klima ist kein theoretisches Konstrukt, sondern das Resultat der planetaren Wärmebilanz der Erde. Die auf der Erde ankommende Sonnenstrahlung minus des reflektierten Anteils ergibt die von der Erde abgegebene Wärmestrahlung. Das globale Klima ändert sich, wenn diese Energiebilanz beeinflusst wird (Zum Beispiel durch den Gehalt von absorbierenden Gasen, auch Treibhausgase genannt, in der Atmosphäre).

      Mal abgehen davon, dass die Winter bei uns tendenziell wärmer werden, wie die Grafik oben zeigt, (Es gab in den 80ern drei Winter, die kälter waren als der kalte Winter im letzten Jahr; auch der Winter 1995/1996 war kälter) ist es für die Klimatologen keine neue Erkenntnis, dass regional kalte Winter mit der These des Klimawandels vereinbar sind.

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  4. Das globale Klima ist kein theoretisches Konstrukt …

    Ach nein?

    … sondern das Resultat der planetaren Wärmebilanz der Erde.

    Häh? Nun wieder doch? Sie widersprechen sich!

    Bilanzen,.werter Herr, heissen so, weil sie bilanzieren, Summen und Mittelwerte bilden – also rechnerisch-statistisch etwa konstruieren.

    … ist es für die Klimatologen keine neue Erkenntnis, dass regional kalte Winter mit der These des Klimawandels vereinbar sind.

    Das glauben Sie doch wohl selbst nicht!

    Denn warum dann wurde noch vor wenigen Jahren (2003) von Seiten des Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie erklärt „Winter mit starkem Frost und viel Schnee wird es in unseren Breiten nicht mehr geben“ ?
    Warum gab es dann diese Pressemitteilung des PIK vom 11/2010, die sich auf eine im Journal of Geophysical Research veröffentlichte Studie beruft ?
    Erderwärmung durch Treibhausgase könnte in Europa kalte Winter zur Folge

    Das spiegelt sich auch im dazugehörigen Medienecho wieder:
    Verkehrte Welt. Jahrelang haben die Klimaforscher für Mitteleuropa aufgrund der globalen Erderwärmung wärmere Winter prognostiziert. Nun sieht es plötzlich ganz anders aus. Eine gerade erschienene Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) …
    PNN: Kalte Winterwinde

    o auch dieser Tage wieder, als Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung verkündeten: „Harte Winter widersprechen nicht dem Bild der globaler Erwärmung, sondern vervollständigen es eher.“ Vor zehn Jahren behauptete die Zunft noch genau das Gegenteil. (…)
    Deutschland Radio Kultur vom 9.12.

    n-tv: Die Winter werden kälter

    Sehr interessant dazu eine Pressemitteilung der Münchener Max-Planck-Gesellschaft vom April 2010, die nicht das „Abtauen“ der Arktis als Ursache sieht:
    Die britischen Experten sowie Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung fanden demnach einen Zusammenhang zwischen geringer Sonnenaktivität und ungewöhnlich niedrigen Wintertemperaturen in Europa. Ursache dafür könnte sein, dass in Zeiten niedriger Sonnenaktivität die milden Winde vom Atlantik im Winter die Region nicht erreichen. Stattdessen sind Großbritannien und Mitteleuropa dann dem Einfluss kalter Winde aus dem Nordosten ausgesetzt.
    Focus: Klirrend Kalte Winter

    Die Frage bleibt also: Warum nur erschliesst sich den PIKaderos erst in diesem Jahr diese Erkenntnis?

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    • Jetzt lach ich mich kaputt🙂 Schon erheiternd, wie Sie mir mit Rabulistik einen Widerspruch unterschieben wollen:mrgreen: Die Art und Weise wie Sie diesen Diskurs führen ist bezeichnend für die flat-earther. Bilanzen bilanzieren und das globale Klima ist ein nicht existentes theoretisches Konstrunkt? Ja, nee is klar und im Hundekuchen ist Hund drin und in der Erdbeertorte gibt es keine Gräten😉 Sorry, aber das ist in meinen Augen Erbsenzählerei und Haarspalterei. Bilanzen sind Resultate, also das was am Ende unter’m Strich steht. Das globale Klima ist mehr als nur das statistische Durchschnittswetter, es steuert das Wetter. Erzählen Sie mal den Inuit, den Sibiriern, den Ägyptern, den Israelis oder den afrikanischen Bauern, dass das globale Klima nur ein theoretisches Konstrukt ist, die sind dann bestimmt erleichtert.

      „Die Frage bleibt also: Warum nur erschliesst sich den PIKaderos erst in diesem Jahr diese Erkenntnis?“

      Die Erkenntis, dass die globale Erderwärmung möglicherweise auch für regional kältere Winter ursächlich sein kann, ist für die Klimaforscher vom PIK sicherlich nicht neu. Im Jahre 2006 erschienenen Taschenbuch „Der Klimawandel“ nennt Stefan Rahmstorf mögliche Folgen des Klimawandels. Darunter auch die Veränderung von Meeresströmungen, die regional (z.B in Europa) für Abkühlung, also für die Verschiebung von Klimazonen, sorgen können. Mitnichten eine neue Erkenntis der Klimatologen vom PIK. Man sollte sich eher die Frage stellen, warum nicht wenige Medien Zitate von Klimaforschern aus dem Zusammenhang reißen und verzerrt wiedergeben und uns olle Kamellen als neue Entdeckungen verkaufen,…

      Der Link zum Artikel von Dirk Maxeiner (Deutschland Radio Kultur vom 9.12.) ist zu belächeln. „Murxeiner und Schmier“ Konservative, die sich „Wissenschaftsjournalisten“ nennen, zwei Polemiker die sich m.E. mehrfach mit ihren idiologisch eingefärbten Publikationen zum Thema Klimawandel blamiert haben. Einen Kommentar zum Satire-Magazin Lokus Focus erspar ich mir lieber😉

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  5. Ihre einleitende Polemik trete ich mal in die Tonne. Der Herr verliert wohl etwas die Fassung?

    Mit der naturwissenschaftlich unhaltbaren, der AGW-Klimapropaganda zugehörigen Behauptung „Klima steuert das Wetter“ haben sich sich endgültig als Hysteriker geoutet.

    In Ihrer Vorstellungswelt steuert also globale Langzeitstatistik – auf den Haufen geworfene lokale Klimadaten(!) – lokale Kurzzeitstatistik (Wetter) ? Klar – und aus dem Gesamtvermögen einer Volkswirtschaft kann man dann vermutlich auch auf die Wirtschaftskraft einer einzelnen Gemeinde schliessen? Aus der Entwicklung des Gesamtvermögens auf die Entwicklung dito? Schon mal was von regionaler Entwicklung gehört, von Arm und Reich? Tatsächlich kann man aus der Entwicklung des Gesamtvermögens NICHTS, ABER AUCH GAR NICHTS einzelne Vermögen ableiten. Ebensowenig, wie aus dem Konstrukt „Globalklima“ etwas über die Entwicklung der lokalen Klimata ableitet werden kann.

    Klima (Wetter-Langzeitstatistik) ist immer lokal, weil Wetter immer lokal ist. Oder wollen Sie auch die Existenz von „globalem Wetter“ behaupten?

    Es ist ein sinnloses und vergebliches Unterfangen, mit der Aufstellung einer Globalbilanz ein tatsächlich vorhandenes „Globalklima“ begründen zu wollen. Genausowenig, wie z.B. ein Aussenhandelsdefizit irgendwie in der Realität existiert, also gesehen, gefühlt, geschmeckt, berührt oder sonstwie erkennbar existent wäre. Es ist nichts als ein intellektuelles Hilfmittel, was in unseren Köpfen existieren mag, nicht aber in der Realität.

    Daran läßt sich erkennen, daß nicht nur die letzten kalten Winter mit der globalen Erwärmung „vereinbar“ sind, sondern JEDWEDES (lokales) Klima. Und zwar vereinbar einfach deshalb, weil zwischen beiden keine Schnittmengen existieren. Globale Erwärmungsszenarien sind nicht dazu geeignet, Prognosen zur Entwicklung einzelner Klimazonen herzuleiten.

    DIESEM FAKT musste die AGW-Forschung a la PIK nun nach mehreren kalten Wintern auf der Nordhalbkugel nun Tribut zollen. Sie musste eingestehen, dass es diese kalten Winter überhaupt gegeben hat, um erklären zu können, kalte Winter seien „mit der globalen Erwärmung vereinbar“.

    Vielleicht hatten die Herren auch die Eisbedeckung auf der Nordhalbkugel im Auge:
    Unter den Top 32 Werten tauchen nämlich die Jahre 2000-2009 am häufigsten auf:

    2010 : 2 x
    2000 - 2009 : 9 x
    1970 - 1979 : 9 x
    1980 - 1989 : 7 x
    1960 - 1969 : 4 x
    1990 - 1999 : 1 x

    (quelle: http://climate.rutgers.edu/snowcover/table_area.php?ui_set=1&ui_sort=2)

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  6. Die Polemik haben Sie in den Diskurs eingebracht, wie man in den Wald hineinruft,…
    Ich bin locker und geschmeidig, Sie sind es offenbar, der seine Contenance verliert oder warum klemmt die Shift-Lock-Taste dauernd? Worauf läuft denn nun Ihre Argumentationskette hinaus? Globales Klima bzw Klima gibt es nicht, dementsprechend kann es auch keinen Klimawandel geben? Sie schreiben:

    Klima (Wetter-Langzeitstatistik) ist immer lokal, weil Wetter immer lokal ist.

    Wäre dann nicht auch die logische Schlußfolgerung, dass unser lokaler Winter auf die Erdwärmung keinen Einfluss hat (eher umgekehrt) bzw unabhängig davon zu betrachten ist? Die „Klimawandel-Skeptiker“ behaupten absurderweise aber das Gegenteil.

    Ich gebe Ihnen ja dahingehend recht, dass Klima das statistische Durchschnittswetter über einen längeren definierten Zeitraum (meist 30 Jahre) ist. Ich schrieb ja bereits im obigen Beitrag:

    Ein Mensch, der größtenteils an einem Ort lebt, ist nicht in der Lage die globale Mitteltemperatur zu empfinden.

    Aber als rein theoretisches Konstrukt würde ich das globale Klima nicht bezeichnen, weil Veränderungen praktische, handfeste Auswirkungen haben, daher ist der globale Klimawandel kein rein akademisches Problem, sondern ein reales.

    Zu Ihrem Link bezüglich des arktischen Eises: Berücksichtigt diese Statistik auch das Eisvolumen? Den Unterschied zwischen „ewigem“ und saisonalem Eis? Wenn nicht wandeln sie einmal mehr argumentativ auf sehr dünnen Eis😉 Ich habe einen besseren Link anzubieten, wo die Thematik tiefergehend erläutert wird:
    Eisiger Rückgang

    Schönen Sonntag noch.

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  7. Hallo Tom,
    ich habe folgende Fragen:
    Wiese benutzt das PIK den Konjunktiv? Ist man sich dort doch nicht sicher, dass die Winter kälter werden?
    Was ist passiert mit den europäischen Gletschern wenn die Winter langfristig wieder kälter werden? Wird das Abschmelzen verzögert, aufgehalten oder eventuell rückgängig gemacht?
    Ist die Ursache in den kalten Winter das Wetter in der Barents-See oder liegt es an verminderter Sonnenaktivität?
    Ist das Wetter eventuell doch stochastischer und somit weniger vorhersagbar als zunächst angenommen?
    Können Wissenschaftler durch Panikmache weiteren Forschungsbedarf anmelden und so eigene Arbeitsplätze sichern?
    Nur mal so gefragt.
    Frohes Fest und weisse Weihnacht wünscht

    Gunnar

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  8. Hallo Gunnar! Deine Fragen, meine Antworten:

    Wieso benutzt das PIK den Konjunktiv? Ist man sich dort doch nicht sicher, dass die Winter kälter werden?

    Nein ist man nicht. Wie kann man sich da sicher sein? Lokale Schwankungen von Winter zu Winter sind normal, da Temperaturen stark von den vorherrschenden Luftsrömungen abhängen. Die Frage ist immer, ob wir warme Atlantikluft oder kalte Polarluft abbekommen. Das ist kaum langfristig vorhersehbar.

    Was ist passiert mit den europäischen Gletschern wenn die Winter langfristig wieder kälter werden? Wird das Abschmelzen verzögert, aufgehalten oder eventuell rückgängig gemacht?

    Ein interessanter Bericht zum Thema Gletscherschmelze findet sich hier:
    Das rasante Schmelzen der Gletscher
    Dort heißt es, u.a. dass die Gletscher der Alpen in den letzten 150 Jahren 50% ihrer Fläche verloren haben. Das lässt sich durch ein paar kalte Winter nicht rückgängig machen, dafür benötigt man eher eine Eiszeit.

    Ist die Ursache in den kalten Winter das Wetter in der Barents-See oder liegt es an verminderter Sonnenaktivität?

    Es wurde eine Korrelation zwischen geringer Eisbedeckung auf der Barents-Kara-See und eine Begünstigung des Einströmens kalter Polarluft nach Europa festgestellt. Eine derart geringe Eisbedeckung ist auch in den Wintern 2005/2006 und 2009/2010 registriert worden. Diese Winter zählten tatsächlich zu den kalten. Das ist zunächst ein Indiz, noch kein Beweis. Aktuell ist die Eisbedeckung der Barents-Kara-See auch gering.
    Ebenfalls einen Zusammenhang fanden die Forscher zwischen niedrigen Wintertemperaturen in Mitteleuropa und geringer Sonnenaktivität. Die mögliche Ursache könnte sein, dass zu Zeiten niedriger Sonnenaktivität die milden Winde vom Atlantik Europa nicht erreichen. Die letzte These ist älter und stützt sich auf die statistische Auswertung britischer Wetteraufzeichnungen, die bis zum Jahre 1659 zurückreichen. Ich bin mir nicht ganz schlüssig welcher Theorie ich eher zugeneigt bin. Vermutlich letzterer. Die Sonnenaktivität tangiert aber die Prognose der Erderwärmung nicht, denn sie hat nur einen Einfluss von c.a +- 0.1 Grad Celsius. Die Klimawandel-Skeptiker übertreiben die Auswirkungen der Sonnenaktivität gerne, um vom anthropogenen Klimawandel abzulenken.

    Ist das Wetter eventuell doch stochastischer und somit weniger vorhersagbar als zunächst angenommen?

    Dass das Wetter stochastisch ist, bestreitet kein Klimaforscher. Klimatologen machen keine Wettervorhersagen, Meteorologen tun das. Und die können oft das Wetter für die nächsten 3 Tage nicht zuverlässig vorhersagen. Klimaforscher dagegen leiten aus dem gemessenen Anstieg der globalen Mitteltemperatur Trends ab.

    Können Wissenschaftler durch Panikmache weiteren Forschungsbedarf anmelden und so eigene Arbeitsplätze sichern?

    Wer kann darauf besser antworten, als ein Wissenschaftler selbst?:

    "Wer zu Geld zu kommen will, kann dies übrigens viel einfacher auf der Seite der „Klimaskeptiker“. Ein Klimaforscher, der bereit ist öffentlich die Gefahr der globalen Erwärmung herunterzuspielen, ist für bestimmte Industriezweige äußerst wertvoll, und es winken saftige Honorare - um so mehr als es kaum solche Wissenschaftler gibt." Stefan Rahmstorf

    Hinzufügen möchte ich noch folgendes: Zunächst die Frage ob Du, lieber Gunnar schon einmal eine wissenschaftliche Publikation eines Klimaforschers gelesen hast? Dann hättest Du sicherlich festgestellt, dass sie keine Panikmache betreiben, sondern unaufgeregt sachlich die Zusammenhänge plausibel erklären. Wissenschaftler haben nämlich etwas zu verlieren, ihre Reputation. Eher sind die Medien und ihre Journalisten die Arlamisten (auch auf Skeptikerseite), die scheinen sich um ihre Reputation weniger Gedanken zu machen,…

    Ich wünsche Dir ebenfalls Frohe Weihnachten lieber Gunnar, ob sie weiß werden steht noch nicht fest, sie haben bei uns ab morgen Tauwetter angesagt😉

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    • Klimaforscher dagegen leiten aus dem gemessenen Anstieg der globalen Mitteltemperatur Trends ab.

      Welches Meßinstrument ist denn das, was als Meßgröße einen „Anstieg“ anzeigen kann? Ich kenne keines.

      Was man da messen muß, das nennt man, soviel ich weiss, „Temperatur“. Und das Dings, womit man Temperaturen mißt, nennt man Thermometer. Es liefert als Meßgrösse aber keinen „Anstieg“, sondern einen Temperaturwert. Weiter nahm ich eigentlich an, diese Werte müssen über einen längeren Zeitraum regelmäßig wiederholt und gesammelt werden. Stellt man diese Meßwerte dann z..B. in einem kartesischen Diagramm auf einer Zeitachse dar, dann – und zwar erst dann – könnte diese Menge an Messwerten als Temperaturanstieg interpretiert werden.

      Der Anstieg als solcher kann also nicht „gemessen“ werden, sondern ist das Ergebnis der Interpretation von einer Menge von Meßwerten.

      Jede Temperaturmessung muss ja an einem konkreten Ort erfolgen, wenn ich im Physikunterricht aufgepasst habe. Daher erscheint mir die Frage noch viel interessanter, wo denn dieser geheimnisvolle Ort liegt, an dem ein verwendetes Termometer direkt die „globale Mitteltemperatur“ anzeigen, also messen kann? Wodurch ist sichergestellt, daß die Temperatur an diesem Ort mit der globalen Mitteltemperaur ist? Und woher will man das wissen?

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      • Ein normaler 6-seitiger Würfel hat einen Erwartungswert von 3,5 – und falls er einigermaßen genau gefertigt ist, wird sich der Durchschnitt der gewürfelten Augen nach ein paar hundert Würfen auch bei ziemlich genau 3,5 einpendeln.

        Kennen SIE einen Würfel, der eine 3,5 würfelt? Ich kenne keinen. (es sei denn, sie pinseln die Ziffern 3,5 auf irgendeine Seite ^^)

        Ändert das etwas an der Richtigkeit des Erwartungswertes, oder an der Realität des tatsächlich gewürfelten Durchschnittswertes? Wohl kaum. Daher dürfen Sie sich Ihre Rabulistik über die angeblich nicht messbare Mitteltemperatur getrost als irrelevant und absichtlich irreführend an den Hut stecken.

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        • Danke, das war ein guter Vergleich.
          Klar, kann die globale Mitteltemperatur nicht direkt gemessen werden, Bodenstationen verteilt auf dem gesamten Planeten und Satelliten messen die Temperatur, daraus wird der Mittelwert errechnet. Den Klimawandel-Skeptikern bleibt offenbar nicht anderes übrig, als kleine Korinthen zu kacken, weil sie keine ernstzunehmenden Argumente haben…

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    • @Markus Fischer
      Da es anscheinend an den elementarsten Grundkenntnissen mangelt, fange ich am besten ganz von vorne an: Die Erde ist rund. Haben wir soweit Konsens? Oder sind Sie einfach nur ein Dippelschisser?

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    • Endlich mal ein gescheiter Kommentar🙂

      Die Klimawandel-Leugner werden es wohl nie erkennen. Sie wollen genauso weiter CO2 emittieren, maximal konsumieren, nur der eigene Wohlstand zählt, nach ihnen die Sinflut,…

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  9. @Tom
    Ich habe Sie mit keinem Wort beleidigt, trotzdem fällt Ihnen nichts anderes als eine Beleidigung ein (Dipplschisser). Ganz zu schweigen von einer konstruktiven Anwort.

    Sie sind sehr unfreundlich !

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    • Ich habe auch niemanden beleidigt, lediglich 2 Fragen gestellt. Wer eine konstruktive Antwort erwartet und an einem ernsthaften Diskurs interessiert ist, sollte erstmal selbst etwas Substanzielles vorbringen, anstatt alberner Wortklauberei.

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  10. Liebe Leute,
    so schwer ist das doch nicht:
    2009 gab es einen Klimagipfel in Kopenhagen. Darauf folgte ein kalter Winter.
    2010 gab es einen Klimagipfel in Cancun. Und wir haben einen kalten Winter.
    Ich weiss nicht wie Ihr es seht. Ich kann da einen eindeutigen Trend feststellen. Ohne ein „KÖNNTE WAS MIT DIES UND DAS ZU TUN HABEN“.
    Für alle die der Wahrheit nicht ins Auge schauen wollen nochmal ganz deutlich:
    Klimagipfel helfen unserem Winter!

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    • Ja nee is klar und wenn in Klein-Wülferrude mehr Storche nisten, steigt dort signifikant die Geburtenrate.

      Mann, Mann, Mann! Dir scheint der Unterschied zwischen zeitgleichen Geschehnissen und Korrelationen nicht klar zu sein. Sollte das ein Joke sein? O.K. dann extra für Dich ein LOL🙂 Oder bist Du auch so’ne trollige Netzbirne? Mensch Ingo! Reiß Dich mal ein bisschen am Riemen. Konzentrier Dich mal, sieh zu, dass Du Deine Lampen wenigstens zum Glimmen bekommst, damit der Geist ein wenig Erleuchtung erfährt.😉

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  11. ……..DWD sieht aber keine Trendumkehr – Verlassliche Aussagen zum kommenden Winter unmoglich……………. Ein einziger kälterer Winter oder Sommer lasse noch keinen Rückschluss auf eine Trendumkehr zu.

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  12. Hallo Tom,

    die Psychotherapie noch nicht beendet ?

    Wie lange bist Du noch in Behandlung ?

    Oder liegts an der Wintersonne ?

    Wenn Du schon so schlau bist, dann erklär uns doch mal, wieso die Atlantische Hurrikan-Saison nicht länger geworden ist. Das hätte sie doch werden müssen, wenn der Atlantik wärmer geworden ist, oder habe ich da etwas übersehen ?

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  13. Ach Sabrina Schätzchen,

    dass Du Dich um meinen geistig-seelischen Zustand besorgst, finde ich ja herzallerliebst, der geneigte Leser kann ja mal nach Deinen Namen googeln und sich selbst ein Bild machen, wem von uns beiden dringender ein Psychater empfohlen werden sollte, ansonsten Danke, mir geht’s blendend😉

    Die Atlantik-Hurrikansaison 2010 (01.06.2010-30.11.2010) liegt immerhin an dritter Stelle in der Rangliste mit den meisten Stürmen. Wer etwas tiefer in die Materie einsteigen möchte, dem empfehle ich diesen Artikel:
    Hurrikane und Klima“, dort heißt es u.a. :

    […] „die Zahl der besonders starken Tropenstürme (Kategorien 4 und 5) hat sich seit 1970 weltweit etwa verdoppelt.“ […]

    Oh, bitte habe gerne weiter geholfen, gruß tom😉

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    • Frohes neues Jahr Tom.
      Mal unter uns: Die wohlgemeinten Fragen von Sabrina sind so verkehrt nicht.
      Du giftest Deine Gäste hier im Blog ziemlich übel an. Machst Du das zu Hause auch so?
      Geh doch mal zum Arzt und lass „ein Paar Schrauben nachziehen“. Ist nichts schlimmes. Und sei lieb zu Deinen GästInnen.
      Gruß
      Gunnar

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    • @gunnar,

      Dir auch ein Frohes Neues 2011.

      Ich gifte meine Gäste übel an?? Ich war doch nett zu Sabrina und ihre „wohlmeinende“ Frage habe ich wohlmeinend beantwortet.

      Wenn Klimawandel-„Skeptiker“ persönlich werden, ist das für mich ein deutliches Zeichen dafür, dass sie weder ausreichend Kenntnis von der Materie noch sachliche Argumente haben.

      Gruß
      tom

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  14. Im Jahr 2010 haben sich relativ viele Stürme über dem Atlantik gebildet. Dafür war im vorangegangenen Jahr fast gar nichts los. Das ist zunächst mal nur Wetter.

    Was mich aber interessiert ist, der Zeitraum, in dem schwere an eine ausreichende Verdunstung und damit Wassertemperatur gebundene Stürme auftreten.

    Dieser hat sich offensichtlich nicht verlängert. Hätte der sich nicht bei einer Erwärmung des Atlantik deutlich verlängern müssen ?

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    • Dass sich die Anzahl der Tropenstürme seit 1970 verdoppelt hat, ist allerdings schon eine Klimaveränderung. Deine Frage klingt plausibel, wenn sich die Ozeane weiterhin, bedingt durch den Klimawandel, erwärmen, ist anzunehmen dass sich die Hurrikansaison zukünftig verlängert.

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  15. Also Tom,
    lies Dir doch mal durch was Du Deinen Gästen an den Kopf wirfst.
    Mich meinst Du ja nicht, denn ich hege keine Zweifel daran, dass sich das Klima ändert. Das hat es ja schon immer getan. Ich frage mich halt nur, wie man das Klima ändern will, wenn man nicht einmal das Wetter im Griff hat.
    Also: bleib schön locker

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    • Gunnar,

      die Leichtigkeit und Lockerheit in mir, gibt mir das Gefühl über den Strahl einer Wasserpistole laufen zu können😉

      Ja, das Klima hat sich immer verändert, wahrlich keine neue Erkenntnis. Es gilt dabei die natürliche Variablität und den menschlichen Einfluss zu unterscheiden. Die Erwärmung im letzten Jahrhundert ist nicht durch natürliche Phänomene erklärbar.

      O.K. ich verspreche zukünftig genauso nett zu meinen Gästen zu sein, wie sie zu mir sind😉

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  16. Köstlich erhellend diese Diskussion.

    Irgendwer scheint hier nicht zu begreifen, dass es einem Baum nicht drauf ankommt, ob er ein, zwei, drei Winter sehr kalt oder ein, zwei, drei Sommer sehr trocken hat. Nach 30 Jahren mit zwei veränderten Perioden ist aber Ende der Fahnenstange und der Baum ist entweder weg oder hat sich noch mehr vermehrt, je nach Vorlieben.

    Der Unterschied von Wetter und Klima ist „Der Baum ist nass“ und „da wächst ja Moos am Baum“.

    D’oh.

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