Ein paar Zeilen für Sony Entertainment, BMG, Warner und Konsorten

Den Begriff „Musikindustrie“ empfinde ich als Paradoxon, denn Musik begreife ich als etwas das Seele enthält, aber jene Industrie, die alles und jeden erbarmungslos profitmaximiert dagegen ist seelenlos und kalt wie Stahl.  Diese Geschäftspraxis äußert sich auch in der Zensurdiktatur, die Sony Music Entertainment auf YouTube betreibt. Viele Besucher der weltweit größten Plattform für Musikvideos haben das bereits zu spüren bekommen. Auch Blogbetreiber, die Musikvideos von YouTube einbinden, an denen Sony Entertainment die Rechte hält, generieren mit großer Wahrscheinlichkeit tote Links in spe.

sony-zensur

So nie, Sony! Mich bestärkt diese Geschäftspolitik der mächtigen Majors darin, gute Musiker & Liedermacher jenseits des Mainstreams zu suchen und zu entdecken, auch oder gerade dort, wo Sony, BMG, Warner und Konsorten nicht wirken, findet man Großartiges. Zum Beispiel Sid den Liedermacher, der auf musikalischem Wege die richtige Botschaft an die Adresse der großen Musikdealer schickte, die ich hier weitergeben möchte:


Hier kann das Lied heruntergeladen werden. (Creative Commons)

Und wo hab ich das gefunden? Bei den Blogrebellen! DANKE für diesen Post!

Dazu empfehle ich noch Copyright-Killer von Angelika Express, auch diesen Song gibt es als freien Download -> Hier

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10 Kommentare zu “Ein paar Zeilen für Sony Entertainment, BMG, Warner und Konsorten

  1. Lieber Tom,
    mich nervt das auch, wenn ich bei youtube auf diese „… kann in deinem Land leider nicht…“ stoße. Und deine Kritik an den Großen des Musikbusiness ist sicher berechtigt. Aber Raubkopieren, Text- und Bildklau oder widerrechtliches Nutzen anderer Kreativinhalte schadet in erster Linie denjenigen, die sie erschaffen haben, die ihr Herzblut, ihre Kreativität und ihre Energie in das jeweilige künstlerische Produkt gesteckt haben und die häufig genug verdammt wenig Geld sehen für eine Leistung, die andere genießen wollen.
    Die um sich greifende Haltung, Kunst müsse kostenlos allen zur Verfügung stehen erschwert künstlerisch arbeitenden Menschen noch mehr, von ihrer Kunst zu leben. Als ob es nicht so schon schwer genug wäre.
    Wer wirklich etwas für die Kunst und die Künstler tun will, der kann Recherchen anstellen, welche Verlage, Agenturen, etc. faire Verträge mit ihren Künstlern machen und wer wirklich ein Bad Guy ist, seine Künstler ausnutzt und das Geld selbst einsteckt. Man kann diese Recherchen gerne publizieren und so einen Anstoß geben, das eigene Konsumverhalten danach auszurichten. Auf diese Weise kann man wirklich etwas für Kunst und Künstler tun, egal ob Musik, Film, Foto, Text, bildende Kunst.
    LG mayarosa

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  2. Liebe Mayarosa,
    was Sony, BMG, Warner und Konsorten u.a auf YouTube treiben dient in meinen Augen nicht den Interessen der Künstler, eher den eigenen. Ich habe viele Künstler durch das Internet, das diesbezüglich ungeahnte Möglichkeiten bietet, erst gefunden. Die sogenannte „Musikindustrie“ hat das Internet anscheinend immer noch nicht verstanden, nicht begriffen das dieses Medium nicht der Feind ist. Sogar die Videos des global-sozialen Musikprojekts Playing for Change wurden und werden gesperrt. Ich hätte diese wunderbare Musik nie entdeckt, wenn sie vorher wegzensiert worden wäre. Nicht nachvollziehbar ist übrigens auch, dass ich mit einer IP aus Luxenburg wieder freien Zugang zu in „meinem Land“ gesperrten Musikvideos habe. Sehr seltsam.

    Deinen letzten Absatz ab „Wer wirklich was für die Kunst und dieKünstler tuen will…“
    kann ich nur fett unterstreichen! Für ehrliche authentische Kunst zahle ich übrigens gerne. Ich gehöre nicht zu denen mit der Selbstbedienungsmentalität, mein Rechner nuckelt nicht am BitTorrent.

    GLG tom

    P.S. Bezogen auf Internetwebseiten ist „Bilderklau“ auch so ein Oxymoron 😉

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  3. Lieber Tom,
    ich gestehe eine Bildungslücke. Was bitte ist ein Oxymoron?
    Mit den großen Musikverlagen und ihren jeweiligen Strategien habe ich mich nicht beschäftigt. Deswegen kann ich dazu wenig sagen. Und du hast natürlich Recht, dass das Internet viele Möglichkeiten bietet, Kunst zu veröffentlichen bzw. zu finden. Dadurch aber, dass heute letztlich jeder publiziert, ob auf facebook, einem Blog oder sonstwo im Web, hat jeder auch die Verantwortung sich mit dem Thema Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht auseinander zu setzen. Das geschieht leider viel zu selten, bisweilen fehlt jedes Unrechtsbewusstsein oder Verständnis. (Damit meine ich bestimmt nicht dich. Ich denke, du machst das ganz sorgsam und überlegt. Sondern das beobachte ich ganz allgemein.) LG

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  4. Die Zusammenstellung einander widersprechende Begriffe wird als Oxymoron bezeichnet. Unter Bilderklau verstehe ich als Beispiel das Entwenden eines Bildes aus einem Museum oder einer Galerie. Diebstahl ist also das Fortbewegen eines Gegenstandes von einem Ort zum anderen mit der Folge das der betreffende Gegenstand sich nicht mehr beim rechtmäßigen Besitzer befindet. So, und jetzt erklär mir mal, wie man ein Bild von einer Internetseite stiehlt,… 😉 Spricht jemand von „Bilderklau“ im Zusammenhang von Internetseiten ist das für mich ein Oxymoron. Es geht hierbei nicht um das Delikt des Diebstahls sondern um eine Urheberrechtsverletzung. GLG tom 🙂

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  5. Na ganz einfach, indem man die bits und bytes widerrechtlich dupliziert und nutzt/verteilt, ohne zu bezahlen. Deine Definition von Bild ist sehr eng und bezieht sich allein auf Farbpigmente die auf Material aufgebracht sind. Bilder entstehen in Köpfen, werden aus Punkten auf einem Bildschirm illuminiert oder von Wolken in den Himmel gezeichnet. Die Punkte bestehen aus 0 und 1, die Wolken aus H2O und die Bilder im Kopf auch aus Wasser, Kohlenstoff und noch ein paar anderen Substanzen. Die Farbpigmente irgendwie auch. Und am Ende sind wir alle Wellen zwischen Elektronen. Oh sorry … ich schweife ab. Bin heute ein bisschen durch den Wind … 🙂

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    • Na ganz einfach, indem man die bits und bytes widerrechtlich dupliziert und nutzt/verteilt, ohne zu bezahlen.

      Dass das nicht rechtens und redlich ist, da sind wir uns einig, aber es ist eben kein Diebstahl sondern ein Verstoß gegen das Urheberrecht. O.K. ich bin jetzt vielleicht ein wenig kleinlich, aber ich bestehe auf die Unterscheidung, sollen wir das ausdiskutieren? 😉

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  6. Noch mal kurz etwas zum Thema: Das Urheberrecht als Solches respektiere ich. Meine Kritik bezieht sich eher auf die Auswüchse von selbigen, für das die parasitäre Musikindustrie verantwortlich ist, die sich zwischen Künstler und Publikum breit gemacht hat.

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  7. Dem letzten Post kann ich nur zustimmen.
    Nur kurz zur Erklärung: Ich bin einer der YouTube Nutzer, welcher Videos hochstellt. Die Lieder die ich hochlade, kaufe ich vorher selbstverständlich, da ich auch absolut der Meinung bin, daß man den entsprechenden Künstler unterstützen sollte. Zudem erstelle ich auch manchmal Mixe aus verschiedenen Liedern.

    Ich verstehe unter Urheberrecht, daß der Künstler, welcher das Lied geschaffen hat, das Recht besitzt darüber zu bestimmen, wer was damit macht. Nur ist das bei Sony, BMG etc. nicht der Fall.

    Ich hatte jetzt schon des öfteren den Fall das ich ein Lied oder einen Mix hochgeladen habe und mir Urheberrechtsverletzungen angezeigt wurden. Da ich mir natürlich in dieser Hinsicht nichts zu Schulden kommen lassen will, habe ich die Künstler kontaktiert und nach einer Erlaubnis gefragt. Das war in vielen Fällen auch überhaupt kein Problem. Viele Künstler sind mir sehr freundlich entgegen gekommen, vor allem wenn ich ihre Lieder in einem Mix hochgestellt habe. Künstler aus anderen Ländern haben sogar manchmal nicht einmal gewusst, warum ich nach einer Erlaubnis frage, da dies in Ihrem Land nicht erforderlich ist, wenn man ein Set aus verschiedenen Liedern erstellt (auch bei urheberrechtlich geschütztem Material), solange man keinen Profit damit macht. Nur hat mir diese Erlaubnis nicht sehr viel genutzt, da ich hier in Deutschland zudem eine Lizenz von Sony,… für teures Geld ERWERBEN muss.
    Ganz egal ob der Urheber seine Zustimmung gegeben hat. Und das hat in meinen Augen nichts mehr mit dem Schutz der Künstler zu tun sondern ist reine Profitgier.

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