Merkel sagte: „Mubarak, ein Freund Deutschlands“

Folgendes Video, ein Ausschnitt aus der gestrigen Heute-Show, verdeutlicht warum sich „westliche“ Politiker so schwer tun, sich unmißverständlich und eindeutig vom Ägyptischen Diktator Mubarak zu distanzieren und öffentlich seinen Rücktritt zu fordern:

Merkel zu Mubarak, bei seinem vorletzten Berlinbesuch: „Herr Präsident, Sie sind seit vielen Jahren ein Freund Deutschlands und deshalb sind sie uns in ganz besonderer Weise herzlich hier Willkommen“

Auch Deutschland ist in die geopolitischen Interessen der „westlichen“ Allianz eingebunden, deswegen eiern unsere Politiker herum, anstatt ein klares Statement zum Rücktritt Mubaraks verlauten zu lassen.

Guttenberg versucht indes weiterhin seinen Spitzenplatz in der Beliebtheitsskala deutscher Politiker zu festigen und schwadroniert:

„Wir dürfen auf beiden Seiten des Atlantiks nicht den Eindruck erwecken, uns wären grundsätzlich in dieser Region autoritäre Regime oder Diktaturen lieber als Regierungen, die in freien Wahlen gewählt oder abgewählt werden können.“ Quelle: Hamburger Abendblatt. Hervorhebung von mir

Aha, wir dürfen nicht „den Eindruck“ erwecken. Heißt das, zukünftig machen wir das unauffälliger?

Ebenfalls lesenswert:
Süddeutsche Zeitung: Schwärmen vom Diktator

4 thoughts on “Merkel sagte: „Mubarak, ein Freund Deutschlands“

  1. Darüber habe ich schon viel bei Dr. M. Bartonitz hinterlassen, von den Unruhen. Wer da glaubt das es unserer Regierung um Demokratie geht, der hat sich aber so was in den Finger geschnitten. Warum plädieren sie auf einmal für „Zeitgewinn und nichts überhasten“, weil ihnen die Felle wegzuschwimmen drohen. Stell Dir vor, über all ist Frieden und keiner will mehr unsere Holzgewehre! Da wär’n wir sowas von in den, wie hieß das Wort mit den 4 Buchstaben, ach Allerwertesten gekniffen.

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  2. Tja, eine friedliche Welt, wäre für die Rüstungsindustriellen und anderer Kriegsprofiteure wohl eine grauenhafte Vorstellung, schließlich ist die Zerstörungsindustrie auch ein Samen für wirtschaftliches Wachstum, wo kämen wir denn hin, wenn alles Frieden, Freude, Eierkuchen wäre?

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