Sonderparteitag der Grünen? Da war nichts Besonderes.

Berlin Die Parteiführung putzte solange die schwarzgelbe Atomsonne bis sie grün wurde, die Delegierten machten den Wackeldackel und  nickten den Atomaustieg zu den Konditionen der Regierungskoalition ab. Die einstige Friedens- und Protestpartei mit ehemals kantigem Profil, das längst machtopportunistisch weichgezeichnet ist, hat sich erneut indirekt als zukünftiger Koalitionspartner der Union mit Regierungsbeteiligung beworben. Damit dieser Eindruck ja nicht entsteht, hat Claudia Roth eine Koalition auf Bundesebene mit der CDU ausgeschlossen, wegen „zu großer politischer Differenzen“. Wer’s glaubt. Bis 2013 ist es eine lange Zeit, für das mediale Gedächtnis fast eine Ewigkeit.

Der Zug der Opportunisten

5 thoughts on “Sonderparteitag der Grünen? Da war nichts Besonderes.

  1. Naja, wenn die einzige Tätigkeit darin besteht, dass man dagegen ist, wird nie etwas erreicht. Momentan tobt ja nach einer Reportage ein regelrechter Shitstorm beim WWF, weil man es dort wagt, sich mit Industrie-Zweigen an einen Tisch zu setzen. Wie dumm ist das denn? So auch hier: jetzt haben die Grünen mal etwas beschlossen, was sie ja schon seit Ewigkeiten gefordert haben und jetzt wird auch wieder gemeckert. Ich raffs nicht.

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  2. Nun ja, ein „Dagegen“ wäre in diesem Fall ohne Konsequenzen geblieben, außer dass die Grünen ihr Gesicht bewahrt hätten. Die Kanzlerin brauchte die Zustimmung der Grünen nicht, hat es offenbar deswegen nicht für nötig befunden mit den Grünen über den Atomausstieg zu verhandeln oder wenigstens zu sprechen. Man hätte mindestens verlangen müssen, dass der Atomausstieg gesetzlich dingfest, also unumkehrbar gemacht wird, denn es ist zu befürchten dass Merkel, die Politik nach Windrichtung betreibt, noch eine lange Restlaufzeit als Bundeskanzlerin hat. Wenn Fukushima vergessen ist, – das geht schneller als man denkt, man hört jetzt schon kaum noch was von dort, die Medien halten Berichte über einen kranken Kaiserpinguin, der auf der Intensivstation liegt, anscheinend für relevanter, aaaergh! – werden die Atommeiler vielleicht doch länger am Netz gelassen, ich glaube erst an den „Atomausstieg“ wenn endgültig alle Kernkraftwerke abgesaftet sind. Von der immer noch ungegeklärten Problematik mit der Endlagerung des Atommülls will ich erst gar nicht anfangen,..

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  3. Ja tom so schauts aus, ich glaube da noch überhaupt nicht dran, denn an der Stelle waren wir ja schon mal. Jetzt kommt eine große Entdeckung was die Sicherheit der Atomkraft revolutioniert und dann ist alles wieder auf Null gesetzt. kommt ja noch hinzu, das an den Konsortium das in Tansania Uran schürfen will ja auch unsere Energielieferanten mit in vorderster Linie vertreten sein sollen. Da soll es ja um noch längere Zeiträume sich handeln. Aber damit muß ich mich mal mit viel Ruhe beschäftigen.
    Die Frage der Endlagerung zeigt doch sehr deutlich, wer hier das Sagen hat. Keinem Industriezweig würde eine Produktion gestattet werden, wenn nicht klar ist, was mit risikoreichen Abprodukten geschieht?

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