Christentum ist Frieden. Der Terror ist auch blond

Jene selbsterannten Terrorismusexperten, die den Terror ausschließlich im Islam verorten, werden nun auf grausame Weise eines Besseren belehrt. Der Terror hat viele Gesichter. Er ist nicht nur dunkelhaarig, arabisch-stämmig und muslimisch, nein er ist auch nordeuropäisch, christlich und blond. Terrorismus ist multinational, religionsübergreifend und unabhängig von der ethnischen Herkunft der Täter. Jenseits des islamhassenden Millieus weiß man das seit Irland. Doch eines haben jene Terroristen, die wahllos wehrlose unschuldige Opfer ermorden, darunter auch Kinder, gemeinsam: Sie sind keine Rebellen, keine Revolutionäre, stehen nicht für eine bessere Welt, sie sind weder Märthyrer noch Helden, sondern feige arschlochhafte Mörder!

Der amoklaufende schießwütige Christ Anders B. sagte:

Der mutmaßliche norwegische Attentäter hat seine Anschläge mit mindestens 92 Toten bei Verhören als „grausam, aber notwendig“ bezeichnet. Kurz vor der Bombenexplosion im Osloer Regierungsviertel und dem Massaker in einem sozialdemokratischen Jugendferienlager hatte er in einem 1.500 Seiten starken „Manifest“ Terroraktionen zur „Rettung Europas vor dem Kulturmarxismus und der Islamisierung“ angekündigt, berichtete der TV-Sender NRK in Oslo.
Quelle

Norwegen ist das reichste Land der Welt und zeichnet sich durch eine weltoffene soziale Politik aus, dadurch geriet die Sozialdemokratische Partei Norwegens ins Visier eines fanatischen Attentäters, der seine Vorstellungen von „christlicher Nächstenliebe“ demonstrierte, indem er auf der Insel Utöya beliebig Menschen abknallte, darunter viele mit sogeannten Migrationshintergrund. Die Feinde der dualen multikulturellen offenen und sozialen Gesellschaft, die sich auf „westliche Werte“ berufen, stehen längst auf einer Stufe mit jenen, die sie zu bekämpfen vorgeben, vielleicht sind sie gar noch schlimmer. Sie geben vor, uns vor der angeblichen Islamisierung Europas retten zu wollen, doch wer rettet uns vor ihnen?

Auch das Christentum hat sein häßliches Gesicht:


Christentum ist Frieden

11 thoughts on “Christentum ist Frieden. Der Terror ist auch blond

  1. Dieser Massenmörder wurde vielleicht christlich getauft und bezeichnet sich als konservativen Christen. Aber ein Christ ist er nicht! Mord ist mit keiner Religion kompatibel!
    Am gleichen Tag dieses brutalen Aktes habe ich mehr über die Hungersnot am Horn von Afrika gelesen – und hatte eine so unglaubliche Wut im Bauch. Denn Mörder haben viele Gesichter, und nicht jeder mordet so offensichtlich wie dieser „Ver“rückte Norweger.
    Aber für die Religion und das Geld – manchmal denke ich, beides ist das selbe – gehen mehr Menschen über Leichen als wir uns nur annähernd vorstellen können.

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    • So ist es. Dieser Mörder ist kein Christ, genauso wenig wie jemand der mit einem Sprengstoffanschlag Zivilisten tötet ein Moslem ist, ganz egal ob er sich dazu bekennt. Wer Religion zur Rechtfertigung solcher Greultaten benutzt, missbraucht diese. Wenn ein Kreuzzug oder ein Krieg heilig ist, was ist dann unheilig?

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  2. Wie kann so etwas nur passieren. Breivik war in der Nacht zum Sonntag verhört worden. Stundenlang habe man ihm „das unglaubliche Ausmaß des Schadens und die Zahl der Toten erklärt“, sagte Lippestad. Die Reaktion des vielfachen Mörders war nach Angaben des Anwalts enorm kaltblütig. Er habe die Tötungen „als grausam, aber notwendig erachtet“, sagte Lippestad. Angeblich hat er diese Greultaten jahrelange vorbereitet. Ich frage mich, wozu haben wir unseren Überwachungsstaat? Der hat doch in Norwegen total versagt.

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    • Ein Überwachungsstaat verhindert kaum Terroranschläge, schränkt dagegen die Freiheit seiner Bürger ein. Wenn die Antwort auf Terrorismus der Überwachungstaat ist, haben die Terroristen gewonnen.

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  3. Die Gleichstellung von diesem psychopatischen Einzellfall mit dem Phänomen des Islamismus ist unverschämt. Hinter ihm steht keine einzige Gruppe, geschweige denn eine halbe Religionsgemeinschaft. Alle christlichen Religionsgemeinschaften verurteilen auf schärfste eine solche Wahnsinnstat. Kein einziger würde in Traum daran denken so einen Wahnsinn zu tolerieren oder stillschweigend zu unterstützen. Ist das auch so im Fall des Islamismus?

    Wenn dieser Psychopath sich Christ nennt, dann kann jeder Mann sich ab jetzt auch Frau nennen und alle sind so dumm ihm zu glauben. Er ist in Vereinigungen tätig die absolut antichristlich gesinnt sind. Seine gezielte Selbstinszenierung als „Christ“ ist seine eindeutige Masche zu polarisieren. Und der Leitartikel zeigt wie sehr manche sich längst danach sehnen darauf hereinzufallen. Das Bild mit dem Priester als Vampir verrät mehr über das Denken des Schreibers eines solchen Artikels als ihm selbst Recht sein dürfte. Äußerst primitive Volksverführung. Sie erweisen dem Attentäter einen erstklassigen Bärendienst. Bravo.

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    • Ich habe bewusst die „Logik“ der Moslemhasser angewandt, um ihnen den Spiegel vorzuhalten, dann sehen sie ihre eigene Fratze und ärgern sich. Auch Angehörige der Glaubensgemeinschaft des Islam lehnen mehrheitlich Krieg und Terrorismus ab, aber sowas bekommt man ja nicht mehr mit, wenn der Geist klein und gemein wird. Da werden einfachhalber pauschal undifferenziert 1,5 Milliarden Muslime über einen Kamm geschoren.

      Wenn diese Psychopaten sich Moslems nennen, dann kann jeder Mann sich auch Frau nennnen und alle sind so dumm ihnen zu glauben

      Merkste was? Funktioniert auch umgekehrt. Der islamhassende „PI-News-Leser“ ist sicherlich dumm genug,…
      Das Bild mit dem Priester als Vampir begreifste vielleicht, wenn du genauer liest, aber differenzieren scheint wohl nicht so euer Ding zu sein😉

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    • Tom hat nix gleichgestellt. Er hat darauf hingewiesen, dass Hass und Menschenverachtung mit keiner religiösen Lehre vereinbar sind.
      Die größten Menschenhasser des 20sten Jahrhunderts waren christlich geprägt, die Nazis, die Millionen Juden, Roma und Sinti und Andersdenkende umgebracht und den europäischen Kontinent in einen schrecklichen Krieg gestürzt haben.
      Anders gesagt: Hass hat keine Religion. Auch wenn er sie vorschiebt.

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  4. Vorzüglicher Hinweis auf das Nichtfunktionieren von Islamophobie und xenophober Terrorparanoia in Bezug auf diese Ereignisse, auch von seiten meines Vorkommentators. Auch die Beschreibung „blond, blauäugig, kaltblütig“ (ungefährer Wortlaut) durch einen Polizeibeamten zeigt, wie schnell Menschen zum „Abschieben“ von Problemen neigen: Extremzustände dürfen nie in Zusammenhang mit der bestehenden Gesellschaft (dem paradiesisch-liberalen Norwegen in diesem Fall) gebracht werden, sie sind immer ein „Extremismus“-Problem, also etwas, das völlig aus dem Rahmen fällt und auf gar keinen Fall aus Tendenzen aus der „Mitte der Gesellschaft“ herrührt. Dass die Rechtspopulisten gerade in Norwegen immer mehr Stimmen erhalten, wird dabei selten korrelativ aufgeführt.

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  5. Ein guter Spiegel! Die Religion des Terrors sowie Fanatismus aber auch derer, die – wie Elvira es beschrieb – bewusst über Leichen gehen, nenne ich „Menschen- bzw. Lebensverachtung“.

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  6. Wir sollten nicht vergessen, welches Potenzial hinter dem scheinbar Einzelgänger steckt. Ich werde die Bilder der Autokorsos bei Tod von bin Laden bis heute nicht los. Wieviele Menschen hoffen denn schon wieder nach dem, was verachtenswert ist. Kann es vielleicht sein, daß es Kreise gibt, die längst begriffen haben, das sie ihre Schäfchen nur mit einer neuen Diktatur weiter ins unmenschliche Trockene bekommen? Für die sind solche taten doch wie Sprit ins offene Feuer!

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  7. Ein Terrorist ist ein Terrorist. Seine Religion schreibt ihm nicht vor, Mitmenschen zu töten. Keine Religion die mir bekannt ist, tut dies. Die selbst gestrickten ‚religiösen‘ oder von ‚Höheren Stimmen eingeflüsterten‘ Motive sind bestenfalls als Fallstudie für Psychiater geeignet. Im richtigen Leben wünschte ich mir sehr oft einen wesentlich härteren Strafvollzug. Wie ich las, stehen bei diesem Terroristen gerade mal 21 Jahre Knast bei Verurteilung an. Das entspricht etwa 3 1/2 Monate pro getöteten Jugendlichen! Mir wird schwarz vor Augen!

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