Politische Paradoxen und doppelmoralische Heucheleien

Die Aufregung und das heuchlerische Moralaposteltum um die, medial zu einem Sexskandal aufgeblase, Affäre des CDU-Chefs von Schleswig-Holstein, Christian von Boetticher, kann ich nur schwer nachvollziehen. Vermutlich haben parteiinterner und öffentlicher Druck seinen Rücktritt erzwungen, damit dürfte er politisch erledigt sein. Wenn Wolfgang Schäuble, der einen Schwarzgeldkoffer von einem Waffenhändler in Empfang nahm, Finanzminister werden konnte, warum soll Christian von Boetticher, der eine intime, aber gesetzlich legitime Beziehung zu einer 16Jährigen hatte, nicht Familienminister werden können? 😉

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15 Kommentare zu “Politische Paradoxen und doppelmoralische Heucheleien

  1. „Sexgate an der Waterkant“ titelte die Hamburger „Morgenpost“
    Die Medien haben ihre Schlagzeilen, Menschen bleiben auf der Strecke.
    Schon eigenartig wo doch inzwischen schwule Bürgermeister akzeptiert werden.

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  2. ah ja, solche Mediensäue treibt man immer durchs Dorf…
    Fast jeder hat Dreck am Stecken, aber wenn jemand etwas durchbekommen möchte und ein anderer stört, lässt man erst dann solche (schmutzigen) Informationen printen.
    vgl. die Plagiatsaffären von CDU bis FDP etc pp … oder D. Strauss-Kahn…

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  3. Das Ende der politischen Laufbahn eines von Boetticher bedauere ich nicht im Geringsten. Ich habe zwar bei diesem Blogpost das scheinmoralische hypokratische Umfeld thematisiert, aber er selbst scheint keinen Deut besser. Mit Pippi in den Augen redet er über „Liebe“, doch auf dem Karriersprungbett serviert er seine junge Geliebte eiskalt ab. Die boulevardesken Medien, die CDU (hier Schleswig Holstein), empörte Moralapostel, in meinen Augen eine heuchlerische Bande und Christian von Boetticher gehört dazu, darum: Kein Mitleid!

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  4. Naja, bei den Grünen oder der Linkspartei wäre man mit einem solchen Fall vermutlich geschmeidiger umgegangen, die konservativen Christdemokraten dagegen müssen ja ihre christlich-moralische Fassade aufrecht erhalten.
    Abgesehen davon: Jemand der seine Liebesbeziehung zugunsten seines politischen Aufstiegs beendet, verhält sich äußerst fies und verletzend, dessen Karriereende bedauere ich sicher nicht, egal in welcher Partei er ist!

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  5. Waren wir etwa dabei und können das beurteilen. Das haben nur die Medien so gesagt. Ich möchte keine Person beurteilen aufgrund von Informationen aus den Medien. Ob es die christlich-moralische Fassade war oder vielleicht die Angst von den anderen wieder mal niedergemacht zu werden. So ein Thema gerhört einfach nicht in die politische Auseinandersetzung!!!!

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  6. Nein ich war nicht dabei, aber es gibt sogar Filmaufzeichnungen davon wo man es sehen kann. (hätte fast Video gesagt aber das gabs ja noch nicht)
    Trotzdem auch dafür würde ich ihn nicht verurteilen, jeder ändert sich im Leben, mich ärgert nur wenn die Verurteilungen gerade aus dieser politischen Ecke kommen.
    Wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein….oder so ähnlich.

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    • Ich verurteile nicht, bin auch kein Richter, vertrete nur meine persönliche Meinung, das ist alles. Wäre von Boetticher ehrlich gewesen, hätte er nichts von „Liebe“ gefaselt, sondern gesagt: „Sie war jung und knackig, ich war rattig“ 😉 (reimt sich sogar). Große Liebe? Bruharhahhar :mrgreen:

      Was Joschka Fischer betrifft, hat er sich m.E. eher zu seinem Nachteil verändert, er ist aufgesprungen auf dem Zug der Opportunisten.

      Ich werfe übrigens nie Steine nur manchmal Wattebäuschen 😉

      Politische Ecken? Känguru?

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  7. Wie kann ein Politiker ehrlich sein. Stell dir mal vor der hätte das wirklich so gesagt.
    Die armen Schweine dürfen fast nie sagen was sie denken.
    Deshalb hätte ich so einen Job nie gemacht, da muß man sich zu sehr verbiegen.

    Gut den Joschka sollten wir wohl in der Versenkung lassen, ich denke der kommt nicht wieder in die Öffentlichkeit.
    Meine Anmerkungen bezogen sich auch nur auf die politische Richtung.
    Die Seite die man nicht mag wird eben gerne mit Wattebäuschen beworfen.
    (Von mir aus, wenns dabei bleibt)

    Du wirfst Wattebäuschen, ach ja, nach wem denn

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