Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Das offizielle und das wahre Ergebnis

Heute waren bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern 1,4 Millionen Wähler dazu aufgefordert ihr Votum abzugeben, doch nur 51,4% der Stimmberechtigten folgten dem Ruf der Demokratie. Diese Politkmüdigkeit machte erneut die Nichtwähler zur stärksten „Fraktion“.  Hier das offizielle und das inoffizielle (Nichtwähler eingerechnet) Resultat:

Hier das offizielle Wahlresultat der Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2011 in Zahlen:

SPD………35,7% [+5,5%]
CDU………23,1% [-5,7%]
Die Linke…18,4% [+1,6%]
Grüne………8,4% [+5,0%]
NPD………..6,0% [-1,3%]
Sonstige……8,5% [+4,6%]

Das wahre Wahlergebnis der Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern 2011:

Nichtwähler…48,6%
SPD…………18,3%
CDU…………11,9%
Die Linke……..9,5%
Grüne…………4,3%
NPD…………..3,1%
Sonstige………4,4%

Der Wahlkreis „Rügen I“ steht noch aus, weil der Direktkandidat der CDU mitte August leider verstorben ist. Dort wird am 18.09.2011 nachgewählt.

Bei der FDP ist die Neuaufstellung des Spitzenpersonals bereits anhand von Wahlergebnissen deutlich messbar: Durch den „Rösler-Effekt“ stellen die „Liberalen“ nun mit 2,75% die stärkste Partei in Mecklenburg-Vorpommern, …bei den „Sonstigen“😉 Die Miesmacher würden jetzt einwenden, dass die FDP 6,9% verloren hat und im hohen Bogen aus dem Landtag geflogen ist, aber darüber bewahren wir Stillschweigen, man muss doch Optimist sein und in erster Linie das Positive sehen (wollen).

Die Resultate der „Sonstigen“

FDP 2,75%, Piraten 1,87%, Familie 1,56%, Freie Wähler 1,14%, Die Partei 0,25%,
AB 0,22%, AUF 0,17%, APD 0,13%, PBC 0,10%, ÖDP 0,09%, Rep, 0,09%

Quellen:
tagesschau.de
Wikipedia

13 thoughts on “Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Das offizielle und das wahre Ergebnis

  1. Was kann man daraus schliessen?
    Wollen die Menschen von „denen da oben“ nicht mehr regiert werden, dann sollten sie sofort eine neue Partei gründen, die Partei der Nichtwähler hätte die Regierung allein stellen können.
    Oder sind sie einfach nur gleichgültig und desinteressiert – das wäre schlimm.
    Ich denke es ist die Erfahrung, egal was man wählt es ändert sich fast nichts und leider ist es auch tatsächlich so. Die Möglichkeiten der Politik zur Gestaltung sind inzwischen sehr gering. Die Welt wird von ganz anderen Mächten gesteuert.

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  2. In Berlin darf ich in 14 Tagen wählen gehen. Es ist das allererste Mal, dass ich unsicher bin. Mot hat sicher recht mit seiner Aussage, dass Politik nicht ind en Abgeordnetenhäusern oder im Bund gemacht wird. Aber Nicht-Wählen ist keine Option für mich.

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  3. Über die Partei der Nichtwähler kann man lange rätseln, aus welchen Gründen sie ihr Wahlrecht nicht wahrnehmen. Nichtwählen ist für mich auch keine Option, aber ich wünschte mir auf dem Wahlzettel eine Möglichkeit „protestzuwählen“ = Partei KEINE. Vielleicht nimmt das einigen Argumentationsketten den Wind aus den Segeln, weil man dann ein wenig genauer weiß, wer aus Resignation oder aus Desinteresse keine Wahl trifft.
    Wie stark Politik von außen gesteuert wird, kann man in Reinkultur schon im Mikrokosmos Kommune betrachten, wenn man sich denn mal hin und wieder die Zeit für ein paar Ratssitzungen nimmt. Sehr aufschlussreich und bei reichlich öffentlichem Interesse auch immer sehr „irritierend“ für die politischen Entscheidungsträger.

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  4. Ganz ehrlich, wer mit Slogans wie „C wie Zukunft“ Wahlkampf betreibt (ja, das hat die CDU tatsächlich verbockt!), muss sich nicht wundern, wenn der nicht-analphabetische Bürger stark darüber nachdenkt, überhaupt zur Wahl zu gehen. Denken ist halt manchmal Glückssache, wie das Hamburger Abendblatt hier ( http://www.abendblatt.de/vermischtes/kolumne/article1970202/C-wie-Zukunft-CDU-blamiert-sich-mit-Wahlkampf-Slogan.html ) so trefflich formuliert.
    Dan kann man nur mit dem Kopf schütteln. Aber gar nicht zur Wahl zu gehen ist eben auch keine Alternative, weil die wenigen Stimmen, die die Rechten immer noch (warum auch immer) bekommen, sonst noch mehr ins Gewicht fallen.

    PS: Lieber tom,
    bitte lösche diesen Kommentar nicht, weil er einen Link enthält.😉 Das hier ist kein Spam, sondern nur eine Quellenangabe.😀
    Liebe Grüße, Jenni.

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    • Yo, C wie Cukunft = voll daneben. Und ausgerechnet diese Partei forciert Deutsch ins Grundgesetz.

      Danke für den Link🙂 Als Quellenangabe darfst Du auch gerne 10 Links einfügen, nur ab 2 Links lässt Dich der Türsteher aka Spamfilter Akismet nicht rein, dann wird der Kommentar in die Modarationsschleife geschoben und ich müsste manuell freischalten.

      OT: Du glaubst nicht, wie sehr ich es wertschätze, wenn jemand sich die Mühe macht in mein staubiges Archiv hinabzusteigen (hust, räusper), um ältere Beiträge nicht nur zu lesen, sondern sogar noch zu kommentieren. Das ist bei der oberflächlichen Schelllebigkeit des Internet alles andere als selbstverständlich. Danke dafür.
      Es grüßt lieb zurück der kleine
      tom

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