Der ideale Bundespräsident wäre,..

…kein Politiker, sondern ein durch und durch aufrichtiger Mensch aus dem realen Leben, jenseits der Parallelgesellschaft classe politique und ihren einflussreichen „Freunden“. Wir brauchen keinen Händeschüttler sondern einen Arschtreter, jemand der als ethisch-moralische Instanz der „alternativlosen“ Politik, die von den Interessen einer mächtigen elitären Minderheit beeeinflusst wird, eine Hürde in den Weg stellt. Quasi einen echten Volksanwalt als Gegenpol zu den Elitenvertretern. Der neue Bundespräsident könnte beispielsweise ein Schriftsteller oder ein Künstler sein. Er sollte einen messerscharfen Verstand besitzen, Verständnis und zwei offene Ohren für die alltäglichen Probleme und Nöte der Bürger haben und ein Gespür für soziale (Fehl)Entwicklungen. Vor allem sollte er kein taktisches Verhältnis zur Wahrheit pflegen, stattdessen die Sprache Tacheles fliessend beherrschen.  Der Bundespräsident sollte direkt vom Volk und nicht von der Bundesversammlung gewählt werden.

Das alles ist utopische sozialromantische Träumerei? Leider ja, einen solchen Präsidenten wird es nie geben, weder vorheute noch übergestern, deshalb ist es völlig egal, ob Christian Wulff zurücktritt oder nicht. Er ist nur das Symptom eines korrupten Systems. Das Fass, was die pseudoempörten Boulevardmedien mit ihren selbstgefälligen billigen Moralismus jetzt aufmachen, ist schon lange übergelaufen. Dass sich jetzt ausgerechnet Kai Diekmann, der mit seriösem Journalismus rein gar nichts zu tun hat,  als Speerspitze im Kampf für die Pressefreiheit inszeniert, setzt dem Ganzen noch die Krone auf! Wulff nutzte die Vorteile seiner politischen Machtpostion, juristisch ist ihm offenbar nicht beizukommen, moralisch ist sein blütenweißes Hemd jedoch nun offiziell beschmutzt. Da braucht er jetzt tonnenweise Weißmacher, um dem Volk seine Integrität weißzumachen. Aber mal ehrlich, was Wulff getan hat, ist in seinen Kreisen doch „business as usual“ remember Strauss, Kohl, Schäuble, Koch, etc pp. Die kamen alle aus der Nummer heraus, einer ist immer noch Minister,…

Weil es ist, wie es ist und ein Präsident, der auch nur einige, der oben genannten Eigenschaften besitzt (Jesus ist auch schon seit über 2000 Jahren weg und steht nicht zur Verfügung), niemals inthronisiert wird, kann die Stelle des Bundespräsidenten auch komplett gestrichen werden. Dieses Amt, welches seinen Inhaber mit unzähligen teuren Privilegien ausstattet, für die der Steuerzahler aufkommen muss, kann eingespart werden, schließlich müssen wir wegen der gesetzlich verankernten Schuldenbremse sparen, wo wir nur können,…😉 Weil das leider auch nicht geschieht, kann ich über jeden zurückgetretenen und kommenden Präsidenten das Selbe sagen wie über den noch amtierenden: NOT MY PRESIDENT!

7 thoughts on “Der ideale Bundespräsident wäre,..

  1. So. Zwei Nachfolgekandidaten hätten wir schonmal: Sven und Harry Rowohlt😉

    @Matthias
    Das Amt ist nicht nur beschädigt, es ist inzwischen kaputt, also schmeißen wir es weg! Wir leben schließlich in einer Wegwerfgesellschaft,…
    @Vallartina
    Das Volk zu repräsentieren? Darum ist ein Politiker ungeeignet😉

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  2. Remember … Adenauer, Landrat x, Bürgermeister y, Ratsherr z, Vettern … Das Ge“wulffe“ findet nicht erst seit heute und nicht nur auf höchster politischer Ebene, sondern direkt vor Deiner Haustüre statt. Beispiele gibt es satt und genug – schau Dich nur um. Da reicht Dein „etc. pp.“ vorne und hinten nicht aus. Damit wären eigentlich alle politischen Ämter obsolet. Und wie sieht es mit der Charakterstärke von uns Bürgern aus? Vielleicht haben wir ja nur genau die Politiker und Medien, die wir verdienen???

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  3. So einer wie Wulf wird Präsident wenn die Parteipolitik die Entscheidung trifft. So wie das inzwischen läuft brauchen wir tatsächlich keinen Bundespräsident mehr. Da war ja selbst die Monarchie nicht so viel schlimmer.
    Wenn schon ein Bundespräsident, dann muß er mehr Bedeutung haben. Er muß auch mal eine Gesetzesunterschrift verweigern können, die Regierung maßregeln, oder ein wichtiges Thema aufgreifen und zur Diskussion stellen dürfen.
    Das geht nur wenn er parteipolitisch unabhängig ist – nicht nur von den Parteien ausgewählt wird und von der Bevölkerung gewählt wird. Er muß über den Dingen stehen und seine beruflichen und finanziellen Ziele bereits vorher erreicht haben.

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