Songtipp (20): Wahu Kagwi – Still a liar

Klänge aus einem fernen Land dringen durchs Radio an mein Ohr. Der Gesang in einer Sprache, so exotisch und doch so vertraut. Musik aus Kenia, jenes Land das mit meinem Herzen verlinkt ist, hat bei mir immer einen Extrabonus:

Die Nummer läuft derzeit mehrmals täglich auf Funkhaus Europa und  hat sich als Ohrwurm bereits in meine Hirnwindungen festgesetzt.

8 thoughts on “Songtipp (20): Wahu Kagwi – Still a liar

  1. Naja, der „westliche Lifestyle“ spiegelt sich halt auch in den High Societies sogenannter Entwicklungsländer wieder. Wenigstens sehen einige der attraktiven Background-Tänzerinnen noch typisch afrikanisch aus. Die Haartrachten, die teilweise echte Kunstwerke sind, hat übrigens der „glorious Westen“ teilweise kopiert😉

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  2. Hallo und danke für den Musiktipp. Hör es auch gern im Radio derzeit🙂

    Dem Kommentar zu „noch“ „typisch afrikanisch“ muss ich wiedersprechen. Kenianische und auch andere afrikanische Kultur unterliegt dem gleichen Wandel wie alle anderen dieser Welt auch. Es gibt keinen soz. Urzustand von „typisch“ afrikanischer Kultur, die man sich als festgelegtes Gerüst herbeiwünschen kann und sollte. „noch“ suggeriert, dass es mal in der Vergangenheit einen bestimmten Zustand von Kultur gab, den man sich zurückwünscht oder als starren Stereotyp behalten möchte. Kultur ist allerdings in ihrer Essenz auch Wandel und ständige Neuinterpretation, was beides stark von äußeren Einflüssen lebt. Abgeschottetes Kulturleben hat es noch nie gegeben. Als Vergleichspunkt können wir auch die hiesige Kultur heranziehen (oder wer würde hier (in Dtl.) über die z.B. französischen Einflüsse bei einem Gemälde trauern, weil es nicht „typisch deutsch“ genug ist? Man könnte höchstens sagen, das ist nur eine Kopie eines Stils z. B. aus soundso ist, und es enthielte keine eigene Interpretation oder individuelle Elemente, egal ob modern oder traditionell.).
    Leider ist diese Vorstellung eine Fortführung von Gedankengut, das vor und während der kolonialen Zeit im Ausland entstand und dort heute immer noch fast kritiklos übernommen bzw. zu Spendensammlungs- und Tourismusmarketing-Zwecken ausgeschlachtet wird. Der Afrikaner als ‚Noble Savage‘, ursprünglich und naiv, ohne eigene Definitionsfähigkeit oder Kreativität zur Neu-Kreation von Kultur.
    Natürlich gibt es bestimmte traditionelle und moderne Elemente, aber kann dann schlage ich vor, auch direkt von z.B, der traditionellen Frisur oder dem bestimmten Stil soundso zu sprechen!

    Viele Grüße,
    Vee

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  3. Ich lese mit Genuss Eure Kommentare, allesamt sind sie interessant und hier und da auch horizonterweiternd. Allerdings kommen sie nicht an den Kern heran: Wahu macht einfach Ihr Ding, und als Europäer freue ich mich einfach, das die Afrikaner uns immer weniger brauchen. Alle haben Recht: Toller Song; und ich freu mich das Funkhaus ihn täglich spielt…

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  4. @Vee

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar! Ich bin nicht sicher, ob es „traditionell“ in Bezug auf Tanzstil und Haartracht trifft. Ist dieser Ausdruck einer Lebensart, die ich „typisch afrikanisch“ nannte, nicht auch ein Stück weit Kultur? Wobei das „typisch“ nicht wertend gemeint war, es gibt keine „bessere“ oder schlechtere“ Kultur.
    Die Afrikaner sind künstlerisch sehr kreativ, die meisten populären Musikgenres findet man unter dem Oberbegriff Black Music

    P,S. Schreibt man Vee nicht mit „F“ am Anfang?😉
    Liebe Grüße!

    @John Peel
    Auch Dir ein herzliches Danke für Deinen Erstkommentar hier! Ja, ich würde mir wünschen, dass Afrika unäbhängiger würde, sich gegen Agrarsubventionen von den USA und Europa und gegen die Erpressungen durch den IWF wehren würde und schließlich über seine Rohstoffe erstmal zugunsten seines Volkes selbst verfügen würde. Africa Unite!
    In diesem Sinne,…

    Zurück zum eigentlichen Thema dieses Blogpostes: Wahu. Kann mir jemand sagen, wo man ihre Musik legal erwerben kann? War bislang noch nicht fündig.

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  5. Fündig geworden bin ich bisher auch noch nicht, was das herunterladen anbetrifft; aber dafür offenbar auf eine Seite gestossen, auf der sich Menschen treffen, die wissen, was ein Caprivi-Zipfel ist, die wissen, wer auf diesem faszinierendem Kontinent andere, totbringende Grenzen mit dem Lineal gezogen hat!!! Konferenz in Berlin: Wo ist nochmal der Sambesi?! Alles hat seinen historischen Kontext! Die Europäer waren die `Liar`! Wo war der Rauch, der donnert?

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  6. Habe sogar eine eMail an Funkhaus Europa geschrieben mit der Frage, wo man den Song erwerben kann. Die haben mir realtiv fix geantwortet, dafür von dieser Stelle ein großes Lob

    Lieber Tom,

    wir haben den Song per Mail zugeschickt bekommen. Leider gibt es momentan keine Möglichkeit das Stück irgendwie zu erwerben, sorry.

    Das Lied wird dort immer noch täglich gespielt.

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