5 Jahre „TOMS WOCHENSCHAU“

5 Jahre TOMS WOCHENSCHAU

Jetzt sitze ich hier vor dem Laptop, weiß nicht recht was ich zum 5jährigen Blogjubiläum schreiben soll und denke mir so „Leg die Worte nicht auf die goldene Waage, lass die Gedanken fließen und hau in die Tasten“ also los.

Heute, vor exakt 5 Jahren verfasste ich meinen 1.Blogpost. Bin selbst überrascht, dass es mir über diesen Zeitraum gelungen ist regelmäßig hier zu aktualisieren. Die längste Pause zwischen 2 Einträgen betrug c.a. 3 Wochen. Aufmerksamen Lesern wird sicherlich nicht entgangen sein, dass es in letzten Monaten hier ruhiger geworden ist. Das liegt zum Teil daran, dass ich zunehmend weniger Lust verspüre mich zu gesellschaftspolitischen Ereignissen und Entwicklungen schriftlich zu äußern. Wenn man über Jahre hinweg schreibt, hat man manchmal das Gefühl die Geschichte ist nur ein Rad das sich dreht, die selbe Scheiße passiert immer wieder und ich selbst laufe Gefahr mich ständig zu wiederholen, immer das gleiche zu schreiben, dabei ständig nach neuen Synonymen suchend.

Auf der anderen Seite ist es so, dass Schreiben hilft die Gedanken zu sortieren und die Seele zu erleichtern und es macht mir schlichtweg Spaß, immer noch und trotz allem. Wenn ich mich in der Blogosphäre umsehe, stelle ich fest, dass nur wenige Mitblogger bei der Internetschreiberei einen langen Atem haben.  Ich schätze aufgrund meiner subjektiven Beobachtungen, dass Blogs im Durchschnitt nach 2-3 Jahren regelmäßigem Publizieren langsam einschlafen und schließlich in den „Silent-Key-Mode“ übergehen, wenn sie nicht ganz gelöscht werden. Ich werde jedenfalls noch weiter dabei bleiben und mich nicht, wie viele andere, in diverse soziale Netzwerke verkrümeln, weil sie bloggen mittlerweile für old school halten. Mein virtueller Hauptwohnsitz bleibt meine bescheidene Bloghütte hier, denn das Bloggen ist cool geblieben, aber sowas von!

Wenn ich gelegentlich durch das staubige Archiv dieser Bloghütte stöbere, entdecke ich schon mal alte Blogartikel, die ich schon längst vergessen hatte. Manchmal denke ich dann „Hey, hast Du wirklich diesen Mist geschrieben?“ oder muss über mich selber lachen. Mir ist schon klar, dass meine Sicht der Dinge bei weitem nicht immer die Richtige ist (Gibt es denn immer die Richtige?), deshalb bin ich auch immer für kritische Kommentare die konträre Meinungen vertreten dankbar. Meine Polemik, Überspitzungen und die oft überdrehte Bildsprache seht mir bitte nach😉 (Bei anderen gefällt mir genau das!) Abschließend möchte ich mich noch für 6316 Kommentare zu 844 Artikeln bedanken. Wir „sehen“ uns,…

18 thoughts on “5 Jahre „TOMS WOCHENSCHAU“

  1. Herzlichen Glückwunsch zu so viel Durchhaltevermögen! Es ist wirklich eine Leistung über eine so lange Zeit durchgehend zu produzieren und dabei nicht auf ein Telefonzellenpublikum abzufallen😉

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    • Yuchuuu, ein Kommentar zum Jubiläumspost🙂

      Naja, ich glaube, die Stammleser passen durchaus alle in eine Telefonzelle. Die „Laufkundschaft“, die Tante Guhgell vorbeischickt, zählt ja nicht😉

      Danke Julia und liebe Grüße nach Schottland!

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  2. Alles Gute auch von mir!

    Das mit dem „Ist dieser Mist echt von mir?“ kenne ich. Das war auch der Grund, weshalb ich statt des Sockenblogs irgendwann etwas neues wollte – ich hatte plötzlich das Gefühl, davor jung gewesen zu sein, und viel Mist produziert zu haben, den ich nicht mehr im aktuellen Blog stehen haben wollte. Allerdings habe ich mittlerweile festgestellt, dass das nach wie vor so ist. Teilweise lese ich Texte, die gerade mal drei Monate alt sind, und bin überrascht, wie viel ich an ihnen gerne ändern würde.

    Zu dem Rest, also Blogosphäre statt Social Networks und andersherum, wollte ich exakt heute was schreiben. Da kannst du dann ja deinen Senf draufschmieren, wenn du willst😉

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    • Danke Dir!

      Ja, das Sockenblog, da war ich ja quasi bei der Geburt dabei🙂
      Ich erinnere mich noch an das urige schrille Design ganz zu Beginn. Du hattest ziemlich unbefangen einfach drauf los geschrieben, das sind Dinge, die einem mit der Zeit abhanden kommen, schade eigentlich…Manche Deiner früheren Artikel hätte ich gerne nochmal gelesen, z.B. den über Kapitalismus und Kommunismus mit dem Ansatz das Positive beider Systeme zu vereinen.

      Die Frage Blogosphäre anstatt „Soziale Netzwerke“ stellt sich eigentlich nicht, denn Blogs sind ja Teil des social network, nur sind eben leider viele der Meinung, dass bloggen durch Twitter, Facebook und Co überholt sei, das finde ich nicht, Twitter sehe ich bestenfalls als Ergänzung eines Blogs, aber keinesfalls als Ersatz. Mir ist die „Blog-Konkurrenz“ zu oberflächlich und zu schnelllebig.

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  3. Na will ich nicht fehlen. Die „Pausen“ kenne ich natürlich auch. Bei mir ist es eher so, dass ich gar nicht weiß, was ich über bestimmte tagespolitische Dinger überhaupt noch schreiben soll, so unglaublich wie die sind.

    Wie auch immer: Von mir gibt’s einen virtuellen Blumenstrauß für die fünf Jahre! Weitermachen!!!

    Der Arbo

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    • Hey Arbo,
      Danke für die Blumen🙂

      Stimmt, aus Tagespolitik lässt sich teilweise nicht mal mehr Satire machen, weil es oft bereits Realsatire ist mit einer reichlichen Portion Weltwahnsinn.

      Ja, mit den Pausen ist das so’ne Sache. Deine dauert bereits seit dem 24.Juni an?🙂 Hatte übrigens versucht bei Dir zu kommentieren, irgendwie landete mein Kommentar wohl im digitalen Reißwolf, warum auch immer. Bei Blogspot ist die Kommentar-Funktion offenbar etwas komplizierter,…lese bei Dir trotzdem immer wieder gerne, ich mag Dein Blog.

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      • Ja, die Pause liegt dieses Mal daran, dass ich viel unterwegs war … die Welt retten, mal außerhalb von Leipzig.😉

        Was die Kommentare betrifft: Das ist wirklich ärgerlich und Ähnliches ist mir bei anderen Blogs leider auch ab und an passiert. Wenn Du beim Kommentieren „Name/ URL“ verwendest, sollte es gehen … ansonsten „Anonym“ und dann im Post einen Hinweis zur Zuordnung. Und wenn das nicht geht, dann gibt’s ja noch das Profil.😉

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        • Jaa, das mir der Welt retten und Mails checken, das kenne ich, mach‘ ich auch nebenberuflich😉

          Apropos Profil, bei Deinem erkenne ich, dass Du auch schon c.a. 5 Jahre dabei bist, Chapeau! Mit den Kommentaren bei Dir, das werde ich dann nochmal testen, melde mich dann,…

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  4. Mist schreiben? Kenn ich nicht…ääh–so doll..das wird, wie im TV als SommerspeCial oder so ähnlich erneut verbraten. Geht aber nur, wenn die Leserschaft sich regelmäßig erneuert. (pos. ausgedrückt. neg. viele nicht durchhalten…aber das ist gut so, sonst wäre man ja ein sog. „Entenblogger“, die sich gerne regelmäßig grüßen, sonst passiert da nix 😀 )

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    • Hallo und herzlich Willkommen in meiner spartanisch eingerichteten Bloghütte🙂

      Für meinen Türsteher Akismet (kein Terrorist, der Schwager von Wurstmett) muss ich mich entschuldigen, er hatte wohl einen schlechten Tag, kann ja mal vorkommen, denn eigentlich darf hier jeder sofort ‚rein, außer die nervigen Hausierer. Das ist hier nämlich kein Exclusiv-Club, nur mein bescheidenes Blögchen, hier steht die Tür grundsätzlich für alle sperrangelweit offen, da wird nicht moderiert und abgewiesen, es sei denn der Schwager von Wurstmett hat einen mal Aussetzer, sieh‘ ihm das bitte nach, er bekommt ja tagtäglich soviel Elend zu sehen: Dumm, dümmer, Spamkommentare
      Also, lieber Schriftführer von Daggi: Setz‘ Dich doch, nimm Dir ’nen Keks, selbstverständlich kannst Du Deinen Browser auch so justieren, dass er Cookies ablehnt, für das Gebäck, welches hier gereicht wird ist ohnehin WordPress.com zuständig,…

      Entenblogger (schönes Wort) kenne ich und dann sind da noch die mit dem Katzencontent, es lebe die Vielfalt, hauptsache am Schluss heißt es „Ente gut, alles gut“ in diesem Sinne, schau doch öfter mal ‚rein, Akismet weiß jetzt Bescheid, ey Akismet Beeeescheeeiiiiid…:mrgreen:

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    • Danke Dir ebenfalls, Peter!
      Dein Blog lese ich auch seit geraumer Zeit, hilft es mir doch immer wieder mein Konsumverhalten und seine Folgen zu überdenken.

      Werde mir Mühe geben die nächsten 5 Jahre auch noch zu packen😉

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  5. Ich kenne diesen Blog nun auch seit bestimmt fünf Jahren. Ich muss gestehen, dass ich ihn nur sehr unregelmäßig lese, aber das gilt für alle Blogs. Was mir hier gefällt, und das meine ich ganz ehrlich, ist, dass ich mir sicher sein kann, dass ich eine ehrliche, ungeschminkte und bodenständige Stimme zu \”sehen\” bekomme. Natürlich sind die Meinungen in bestimmte Richtungen gefärbt, die teilweise nicht ganz teile, aber das ist unwesentlich, denn es geht um das Prinzip (das erste Mal, dass mir diese Plattitütde einen Sinn ergibt). Das ist selten und wirkt etwas entschlackend in einer Welt, in der es traurigerweise so oft oberflächlich, heuchlerisch und verstrickt unter den Menschen zugeht und in der ich um jeden Preis versuche mein Umfeld in ein genaues Gegenteil davon zu verwandeln. Gerade deshalb habe ich den Blog abonniert und wenn mir die Heuchelei um mich herum zu viel wird, habe ich diese Anlaufstelle, die mich wie eine Panzerung vor den Stichen der Heuchelei schützt. Diesen Blog besuche ich weniger aufgrund der Informationsgier (wie z.b. basicthinking), sondern aufgrund des Menschens hinter dem Blog und des Grundgefühls, das ich in dieser Hütte erlebe. Das klingt jetzt trauriger als es ist, aber ich wollte sichergehen, dass es rüberkommt wie mich Bereiche meiner Umwelt ankotzen, und man sich eben Punkte in der Welt sucht, bei denen man seien Energierseverven wieder ein wenig füllen kann. so far

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    • Hey Tiago,
      freut mich sehr Dich nach längerer Zeit wieder bei mir in der Kommentarspalte begrüßen zu dürfen. Ebenso freut es mich, dass Du jene Atmosphäre bei den Besuchen in meiner Bloghütte empfindest, die Du oben beschrieben hast. Es klingt auch nicht traurig, eher aufmunternd und ich fasse es als Kompliment auf, wenn meine Stimme als ehrlich vernommen wird. Auch dafür danke ich Dir. Ja, die ganze Fassade der Heuchelei ruft auch bei mir oft ein Brechreizgefühl hervor, der Blick hinter die Kulissen, nicht selten ein Blick in den Abgrund, die offizielle Lesart mit der ich immer häufiger nicht einverstanden bin. Manchmal Resignation, manchmal Wut, manchmal auch Verzweiflung ob des ganzen Weltwahnsinns. Aber es gibt auch immer positive Dinge, Hoffnungsschimmer, lasse gerne jeden Lichtstrahl in meinen Seele, man muss halt auch öfter mal das Fenster öffnen🙂 In diesem Sinne viele Grüße und alles Gute aus’m Funkhaus!

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      • Ich habe gehofft – und dieser Wunsch ist in Erfüllung gegangen – ,dass du meine Meinung richtig auffasst.

        Natürlich ist eine Einschätzung nicht leicht, weil ich dich nie gesehen und gehört habe, aber die Informationen reichen aus, dass ich mir ganz sicher war und bin, dass du sehr unverfäscht bist. Ich würde darüber nicht bereichten wenn du nicht auch offen, intelligent und symphatisch auf mich wirken würdest, denn es gibt eben auch viele offene, intelligente und symphatische Menschen auf der Welt, die eben nicht so unverfälscht sind. Nicht den Mut haben die anderen mit ihrer Identität zu konfrontieren und das Risiko einzugehen, aufs Ganze und gnadenlos kritisiert zu werden. Das ist eine Eigenschaft, die mir insgesamt eine Seltenheit erscheint, vor allem im virtuellen Bereich (wo jeder mal wer anders sein kann). Alleine schon deshalb würde ich dich gerne mal im wirklichen Leben kennenlernen und wer weiß, vielleicht kommt es ja irgendwann mal dazu.

        „Aber es gibt auch immer positive Dinge, Hoffnungsschimmer, lasse gerne jeden Lichtstrahl in meinen Seele, man muss halt auch öfter mal das Fenster öffnen :-)“ Wie wahr. Je nach Lebenssituation braucht man mal mehr, mal weniger dieser Lichtstrahlen (ich brauche gerade mehr). Ich wünsche dir schöne Tage. Herzlichste Grüße aus dem warmen Portugal!


        😉

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        • Tiago, entschuldige bitte die späte Antwort. Habe eine Weile durch Internetabstinenz „geglänzt“. Sicherlich bist Du inzwischen aus Portugal zurück, nun kannst Du feststellen, dass dieses Video in „meinem Land“ nicht verfügbar ist, mit freundlichen Grüßen der GEMA, die uns hierzulande die paradisischen Eindrücke von Coldplay nicht gönnt.

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