Altersarmut, die leicht vorhersehbare

Medien, Politiker und „Experten“ tun plötzlich alarmiert und überrascht, aufgrund der Tatsache, dass vielen Rentnern zukünftig Altersarmut droht. Dabei hat die Politik selbst durch ihre Renten- und Arbeitsmarktreform den Grundstein für diese drohende Entwicklung gelegt: Das Rentenniveau sinkt bis 2030 auf 43% des Nettolohns, das bedeutet dass Arbeitnehmer, die weniger als 2500€ Brutto verdient haben nach 35 Jahren Berufstätigkeit nur 688€ Rente erhalten würden (Quelle). Durch die Arbeitsmarktreform kam es zu einem Ausbau des Niedriglohnsektors vor allem durch Zeit- und Leiharbeit. Dass sich aus diesen atypischen Beschäftigungsformen, die, wie es hieß, den Weg zum sogenannten „ersten Arbeitsmarkt“ ermöglichen sollten, sich für viele aber als Sackgasse herausstellten und zum perspektivlosen Dauerzustand wurden, geringe Rentenansprüche ergeben war klar, dass wusste auch „unsere“ Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.

Wenn sie jetzt mir ihrer Zuschussrente kommt, ist das nichts anderes als pseudo-sozialpolitisches Geprunzel. Dass sie sich jetzt plötzlich Sorgen um das Leben ihrer Bürger morgen machen, kauft denen, die selbst bereits nach vierjähriger bzw fünfjähriger Ministertätigkeit fette Renten absahnen, nur noch jemand ab, der sich die Hose mit der Kneifzange anzieht. Diese Baustelle werden sie erst gar nicht betreten. Kinder haften für ihre Eltern!

Ich gehe sogar noch weiter: Ich meine die Altersarmut ist sogar politisch gewollt, zwingt sie doch Oma und Opa jeden noch so beschissenen Job anzunehmen, um über die Runden zu kommen. Arbeiten bis zum Umfallen. Nicht mit mir! Bevor ich hier mit einer Hungerrente am Rande der Gesellschaft dahindarbe, kratze ich lieber die Kurve. Irgendwohin weit weg ans Meer, wo es warm ist. Was brauche ich im Alter schon? Badeshorts ein paar Handtücher, Badelatschen, die Sonne, meine einzige Heizung und ein bisschen Liebe vielleicht, viel mehr nicht und „unserer“ Regierung schicke ich regelmäßig Postkarten vom Arsch der Welt mit herzlichen Leckt-mich-Grüßen…😉

7 thoughts on “Altersarmut, die leicht vorhersehbare

  1. Und was muss es diejenigen, die uns das angetan haben, noch interessieren, wenn es soweit ist?

    Genau.

    Die haben nach achtjähriger Parlamentszugehörigkeit sowieso im Hinblick auf ihre Altersrente, mit einem 100%igen Anspruch!, ausgesorgt. In einer Höhe, für die „Normalsterbliche“ mehrere Leben lang arbeiten müssten. Eben jenen kann es völlig schnuppe sein, was dann mit denjenigen ist, die diesen Wahnsinn ihre Leben lang finanziert haben, um am Ende als Bittsteller vor Amtsschimmeln zu sitzen.

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  2. Wenn ich noch die Vorschläge der „Sachverständigen“ (aka „Wirtschaftsweisen“) dazu addiere, dürfen wir uns dann später im Senioren-Arbeitslager verheizen lassen. Jeder Gedanke an Rente ist ja heute schon zynisch. 2.500 Euro, wer bekommt das heute schon? Und überhaupt: private Vorsorge? Meine Fresse, nach all dem Finanzkcrash wollen die einen wirklich noch an die Börse locken?

    Nee, wie heißt es doch so schön: Alle in einen Sack, wenn’de duffhaust, triffst‘ immer die Richtigen.😉

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