Ganzkurzgeschichten (5)

Wieder mal lyrisches Fastfood, ganz kurze Geschichten auf Twitterlänge gestaucht. Einige meiner favorisierten Themenfelder wurden partiell beackert: Endzeit, soziale Kälte, Verzweiflung, Überwachung, bigottes Geschwafel über Eigenverantwortung und ein Wortspielversuch. Es ist wie ein schmaler Blick durch eine Tür, die nur einen Spalt breit geöffnet ist.

  1. Ein ängstlicher Blick in den Rückspiegel. Die überquerten Brücken stürzen ein. Jetzt Vollgas nach vorn! Ins Verderben. (118 Zeichen)
  2. Die kalten Blicke des Fallmanagers schienen das Häufchen Elend zu durchbohren: „Wir müssen die Leistungen streichen.“ Da zog er die Waffe (137 Zeichen)
  3. Ich schalte mein Handy aus. Minuten später hämmert es an der Tür. Ich öffne. „Polizei, kehren Sie sofort in ihre Funkzelle zurück!“ (131 Zeichen)
  4. „Du bist frei und jetzt allein für dein Leben verantwortlich“ Er fuhr davon. Zurück blieb ein verängstigter Hund an der Autobahnraststätte (139 Zeichen)
  5. „Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.“ „Dann kommt der Krieg zu Dir.“ „Was ist an „KEINER“ so schwer zu verstehen?“ (127 Zeichen)
  6. Er liebte 2 Frauen auf den Bermudas. Es war eine Bermuda-Dreiecksgeschichte. (77 Zeichen)

4 thoughts on “Ganzkurzgeschichten (5)

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