Klimawandel, sie reden viel und tun wenig

Dass bei den Klimaverhandlungen in Doha/Katar, übrigens das Land mit dem mit Abstand höchsten CO2-Ausstoss pro Kopf, kaum etwas Zählbares herauskommt, war zu erwarten. Die Staaten schicken ihre Delegierten, um die jeweils eigenen Interessen zu wahren, da müssen globale Belange zurückstehen. Während sich die Atmosphäre weiter aufheizt, vertagt man die Probleme von morgen erst mal auf übermorgen. Hauptsache Wirtschaftswachstum.

Das folgende Video fasst die internationalen Klima-Konferenzen seit 1992 in 83 Sekunden treffend zusammen:

Wer sich mehr als 1:23 Minuten Zeit nehmen möchte, hier ein aktuelles Interview mit dem Klimaforscher Stefan Rahmstorf zu Doha und zur Klimaentwicklung als mp3-Podcast. Lesenswert ist auch dieser Artikel aus der Zeit, zu den Aktivitäten der „Klimaskeptiker“ und deren PR-Manager, die aus wirtschaftlichem Interesse der Welt einreden wollen, dass die anthropogene Erderwärmung nicht stattfindet:
Die Klimakrieger – Eine organisierte Lüge.

9 thoughts on “Klimawandel, sie reden viel und tun wenig

  1. Ja nun, wenn Kanada, wo man ja auch ordentlich rumsaut, aus dem Kojoten – Protokoll aussteigt, —– kann man verstehen. Dürfte das einzige Land mit Nettogewinnen werden. Die „paar“ Meter Küste zu schützen und enorme Agrargewinne dagegen zu rechnen, man kann, wenn man es denn kann, beherrscht, der größte Weißweinproduzent werden. Nicht eingerechnet haben sie aber wie üblich das Kleingedruckte. Die Mücken (und die waren vor 30 Jahren schon echt fett) werden auch nicht kleiner. Infektbomben werden die. NL will auch Weißwein liefern. Haben die aber schon mit Bier nicht geschafft, puuh, das lässt hoffen. Gemüse gerne.

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  2. @Stefan Wehmeier
    Danke für den Link, dahinter verbergen sich hochinteressante Denkansätze, nur sieht meine Konklusion etwas anders aus. Ich glaube nicht, dass die unsichtbare Hand des Marktes alle Probleme löst (auch nicht das Klimaproblem), daher bin ich gegen eine entfesselte Marktwirtschaft. Wettbewerbsgewinner wachsen oft zu Monopolisten heran, die zu einflussreichen global Player werden und damit mächtiger als mancher Staat. Auch Großkonzerne schränken Freiheit ein, überwachen und regulieren. Eine Konzernokratie. Marktwirtschaft, die sozial werden soll, muss innerhalb demokratisch legitimierter Regeln ablaufen. Ein sozialer Kapitalismus der überall Wohlstand schafft, existiert nicht, das ist ein monetär-romantisches Märchen. Der Kapitalismus muss beseitigt werden. Nur wenn Gesellschaften entstehen, in denen ökologisch wie ökonomisch Gleichgewicht herrscht, könnten viele Probleme gelöst werden, wahrscheinlich sogar das Klimaproblem,…

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  3. „Wat ick ma nicht vorstelln kann, jibt es eben och nich!“ Ich glaube und da bin ich Dir Tom sehr nahe, uns fehlt es an zwei Dingen die unser mediengetrübtes Auge nicht mehr wahrnehmen kann. Phantasie und die Betrachtung der eigenen Person. Da gibt es doch Meschen, die auf der Suche einer besseren Welt sich befinden und dem einsamen spanischen Reiter gleich, wie hieß es doch gleich, die ganze Welt mit ihren Rammspron umkippen wollen statt bei sich selbst anzufangen. Wir haben es mit zwei Möglichkeiten zu tun, entweder mit staatenbildenden Wesen, die an Intelligenz zwar der Ameise weit überlegen sind, aber jede Selbstverantwortung bis hin zur Existenzbedrohung verweigern oder mit Menschen. oder unterliege ich da wirklich einem Irrtum? Da wir uns von unseren Roots mit Lichtgeschwindigkeit entfernen, sehe ich für uns keine Hoffnung. Tipp für die Zukunft, „Stell Dich mit Ausländern gut!“ Denn bald sind wir in der Minderheit und Dein Wohlergehen könnte von Ihnen abhängen. Machen wir nur so viel Wind, weil es uns in 200 Jahren so wie so nicht mehr gibt, uns Europäer! Viele Grüße und ein nachdenkliches Weihnachtsfest com. Mike
    PS: Ick verdrücke mich wieder in den nahen Osten (Ukraine) und fühl ma schon vor, wie es so is als Ausländer😉

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    • Hallo Mike,
      schön Dich mal wieder hier zu „sehen“, hast Dich in letzter Zeit ziemlich rar gemacht. Ukraine? Wie hat es Dich denn dorthin verschlagen? Was ist mit den Connections zu Kenia?

      Tja, menschliche Intelligenz wird maßlos überschätzt. Die Ameisen gibt es schon viel länger als uns und höchstwahrscheinlich werden sie nach uns auch noch da sein. Die kriegen es jedenfalls hin, ökologisch und ökonomisch im Gleichgewicht zu leben, so primitiv sie uns auch erscheinen. Und doch ist ein Ameisenstaat menschlichen Strukturen nicht unähnlich. Er kann imperialistisch-kriegerisch sein. Die Königin ist eine diktatorische Sklaventreiberin. Das mag bei den Ameisen funktionieren, aber der Mensch als viel komplexeres Wesen braucht mehr als nur seine bloße Existenz. Er braucht mehr als nur Arbeit und Überleben, er braucht das Empfinden des Glücks!

      Selbst die Gnus begreifen, dass wenn eine Weide leergefressen ist, sie weiterziehen müssen, bis alles wieder nachgewachsen ist, der Mensch dagegen erntet bis nichts mehr da ist, zerstört unwiederbringlich. Artensterben, Umweltzerstörung und Klimawandel sind die Folgen.

      Ja, hast vermutlich Recht, die Herrschaft des weißen Mannes, der ohnehin global in der Minderheit ist, wird enden, nichts was ich bedaure, das ist auch nicht nur eine Frage der Demographie. Ich bin nicht alt, aber ich weiß nicht, ob ich das noch erleben werde,… mit Ausländern stehe ich jetzt schon gut😉

      So, nun habe ich genug abseits des eigentlichen Artikelthemas hobbyphilisophisch herummäandert , aber ich mache mir halt meine Gedanken, den Shoppingterroristen die, wie jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit, die Innenstädte unsicher machen, scheint das alles egal zu sein,…

      In diesem Sinne, Dir lieber Mike eine entschleunigtes besinnliches Fest.
      tom

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      • Tja nun ist die Sache doch noch anders als geplant… Weihnachten doch hier, lange Geschichte. Mit der Ukraine verbindet mich vielleicht mehr als mit Kenya, kannst Du nachlesen, wenn Du magst, http://de.scribd.com/doc/90753101/Eine-Reise-in-eine-Vergessene-Welt. Vielleicht gelingt es mir diese Geschichten so weit voranzutreiben, das mein Speicher im Kopf entlastet ist für neue Eindrücke, bei der kommenden Reise.
        Um Kenya mache ich mir große Sorgen, reichlich zwei monate vor der nächsten Wahl, und dazu wirst Du in den kommenden Tagen, da ich ja nun etwas Zeit gewonnen habe. Meinen Kindern geht es den Umständen und die sind ja nun weiß Gott nicht einfach, relativ gut. Eine Weiterbildung (Computerkurs) finanziert, mit trotzdem wenig Erfolgschancen, wie sich doch die Bilder gleichen. Haken an der Sache ist, das ich jetzt ein Bedürfnis geweckt habe und hadija nicht ganz versteht, worum ich nicht auch das Equipment dazu finanziere😉.
        Neue Aktionsfelder und dies ist auch der Grund warum ich mich rar gemacht haben, Schulgebäude in Tansania geplant, http://www.jambo-ev.de/kuumlchenplanung-baraka.html, das jetzt so langsam entsteht. Ist schon ein ergreifender Moment, wenn man von dem, was man hier aufs virtuelle Papier gebracht hat, die ersten Bilder sieht, wie es in rund 7000 km Entfernung Stück für Stück Gestalt annimmt. Projekt wird open source und ich könnte dafür eine Spende gebrauchen. Aber dazu melde ich mich noch einmal privat. In Deutschland habe ich mich wieder unter das Folk getraut, heißt ich arbeite auch hier noch an kleineren Projekten.
        Ich wünsche Dir auch ein besinnliches Fest und würde mich freuen, wenn wir im kommenden Jahr öfters die Federkiele kreuzen oder vielleicht mal was gemeinsam vom Kopf auf die Füße stellen😉
        freundlichst com. Mike

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