„Ein Flüchtling ist nicht mehr Mensch, sondern zu viel“ – Zwei Lieder ein Thema: Die Europäische Flüchtlingspolitik

Dieses Mal kommt mein Songtipp im Doppelpack daher. Die beiden Lieder haben nicht nur gemeinsam, dass sie turbogeil sind, sondern auch dass sie den aktuellen Friedensnobelpreisträger und seine Flüchtlings- und Asylpolitik kritisch besingen. Ein wichtiges Thema, gerade in einer Zeit wo Weihnachten vor der Türe steht und die Offiziellen in Europa auf allen Kanälen unsere christlichen Grundwerte betonen. Doch wo bleibt jene christliche Nächstenliebe, die bewirkt dass man hilfesuchenden Fremden mit menschlicher Wärme begegnet?
Die Texte der folgenden Songs machen mich jedenfalls nachdenklich, anders als jene Besinnlichkeits-Folklore mit der man derzeit allerorten zwangsbeschallt wird. Genug der Rede meinerseits, jetzt spricht die Musik und das mit starken Worten:

Raggabund – Refugee

„Christliche Parteien handeln gegen das Christentum,
misshandeln Flüchtlinge und alle bleiben stumm.
Frontex als Mahnmal für die Genfer Konvention,
Neosklaverei für Motorola und I-phone.
Hungerstreik weil die Politik versagt,
Asylgesetz verschlechtert weil das Volk sie nicht mehr mag!
Wir verkaufen Waffen doch wollen die Opfer hier nicht sehn,
ein Flüchtling ist nicht kriminell, sondern sucht nen weg

zu geh’n, zu flieh’n – verlassen umherzuziehen.
Weit weg, weit fort – Refugee am fremden Ort.
zu flieh’n, zu geh’n – verlassen allein zu stehen.
Weit weg, weit fort – Refugee am fremden Ort.!

Die Toten Hosen – Europa

„Sie kommen zu Tausenden, doch die Allermeisten
Werden das gelobte Land niemals erreichen
Doch die Patrouillen werden sie aufgreifen
Um sie in unserem Auftrag zu deportieren
Und der Rest, der wird ersaufen
Im Massengrad vom Mittelmeer

Weil das hier alles kein Märchen ist
Kein Happy End für all die Leute
Und wenn sie nicht gestorben sind
Sterben sie noch heute“

2 thoughts on “„Ein Flüchtling ist nicht mehr Mensch, sondern zu viel“ – Zwei Lieder ein Thema: Die Europäische Flüchtlingspolitik

  1. So liebe Gutmenschen, genug lamentiert, jetzt gehts zur Sache. Nehmt endlich Flüchtlinge bei euch zu Hause auf, wenn ihr mehr als ein Zimmer habt. Geht endlich mit gutem Beispiel voran. Reden kann man viel – Taten sind gefordert. Nicht auf den Staat zeigen – selbst endlich mal handeln. Ihr habt Wohnraum und ihr habt Geld. Bitte hier posten wer etwas tun will, ich habe Kontakte zu Hilfsorganisationen die eure Angebote gerne annehmen. Ich feue mich auf eine Vielzahl von Angeboten. Danke

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    • Schade, dass das kein ernsthaftes Hilfsangebot, sondern nur zynisches Geschwurbel ist. Die Gutmenschen-Plattitüde klingt entlarvend.
      Es wäre schon ein guter Anfang, wenn man Menschen einfach wie Menschen behandeln würde,…

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