Wasser ist Leben

Wasser ist die Existenzgrundlage von Leben. Wer Wasser privatisieren lässt (sie nennen es liberalisieren), legt eine elementare Lebensgrundlage vieler in die Hände weniger. Trinkwasser sollte für alle zugänglich sein, frei und bedingungslos, wie die Luft zum Atmen. Ich finde, die Infrastruktur zur Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Betriebswasser gehört in die öffentliche Hand. Deshalb habe ich die europäische Bürgerinitiative right2water unterzeichnet.

Die Graffiti des südafrikanischen Künstlers Xholile Mtakatya, Teil eines globalen Wandmalprojektes unter der Schirmherrschaft der UNESCO, sollen hier als Mahnmale gegen die EU-Pläne, Trinkwasser zu privatisieren, dienen.

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In diesem Zusammenhang möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass am 28.Februar im deutschen Bundestag über zwei Anträge, jeweils einer von der Partei „die Linke“ und einer von den Grünen, die beide im Kern „Keine Privatisierung von Trinkwasser“ forderten, abgestimmt wurde. Hier das Resultat. Während sich die SPD beim Antrag der Linken enthielt, stimmten die Sozialdemokraten beim gleichen Antrag der Grünen zu. Was für ein armseliges taktisches Manöver, um sich vom politischen Gegner abzugrenzen, wo es doch hier um die Sache gehen sollte. Das Votum von Union und FDP überrascht indes nicht. Ich werde das im Hinblick auf die Bundestagswahl im Hinterkopf behalten,…

Medwyn Goodall – Watersong

5 thoughts on “Wasser ist Leben

  1. „Trinkwasser sollte für alle zugänglich sein, frei und bedingungslos, wie die Luft zum Atmen.“

    Trinkwasser war in der zivilisierten, neuzeitlichen Welt noch nie frei und bedingungslos verfügbar. Warum sonst zahlen wir für zum Leben ver/ge/brauchtes Wasser, für die Wasserentsorgung, für Abwasser etc. etc. etc. Jedes Mal wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, die Klospülung betätigen, kostet das bares Geld.

    Trinkwasser wird nie für alle bedingungslos und frei zugänglich sein. Durch eine Privatisierung dürfe jedoch dem Vernachlässigen der Reinigung von Tanks und Leitungen sowie der freien Preisgestaltung Tür und Tor geöffnet werden. Auch nicht erstrebenswert.

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    • O.K. ich habe das lasch und unpräzise formuliert. Mit „frei“ meinte ich nicht kostenlos, sondern dass das Grundrecht auf Trinkwasser und sanitäre Anlagen entsprechend der UN-Resolution Bestand haben muss. Wasser darf kein Privatbesitz und keine Handelsware werden, es soll öffentliches Gut bleiben. Wer kann, soll für Trink- und Betriebswasser bezahlen (die meisten können das noch), die Gemeinschaft muss ja die Infrastruktur und die Aufbereitung irgendwie finanzieren, wer sich selbst Wasser nicht mehr leisten kann, für den muss eine Lösung gefunden werden. Das meinte ich mit „bedingungslos“. Wasser ist Menschenrecht.

      Verdursten wird bei uns wohl keiner, wir leben ja in einer Klimazone, wo häufig Nachschub von oben kommt😉 Bei Wasserprivatisierung könnte es teurer werden und/oder wie Du schon schriebst, die Qualität der Versorgung nachlassen, dadurch Geld für andere Dinge fehlen. Problematisch wird es vor allem in den trockeneren ärmeren Regionen Europas, z.B. im südlicheren Teil, wo man vom Spardiktat betroffen ist. Und wenn schon Absichten bestehen, Wasser zu privatisieren, wo macht der Privatisierungswahnsinn halt?
      Ich würde sogar noch einiges mehr in die öffentliche Hand legen,…auch wenn Ihr mich Kommunist schimpft🙂

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      • Der (A) Privatisierungswahnsinn wird vermutlich niemals Halt machen, solange es in Deutschland keine (Z) Amtshaftung gibt. Die Brücke von A bis Z über „Verschwendung von Steuergeldern“, „Missbrauch Art fremder Kassen für andere Zwecke“, „Beitragsfreie Ansprüche der Volks(ver)treter an die Rentenkasse“ etc. etc. etc. darfst Du gern selbst schlagen! ;o) Es wird immer perfider werden, wenn Fehlleistungen der Verantwortlichen zum Schaden der Allgemeinheit durch erhöhte Einnahmen egal wie ausgebügelt werden müssen.

        Wasser ist ein Grundrecht, ja! Deshalb sage ich seit Jahren: Ein Unternehmen, dass das Geld hat, über schrillionen von Kilometern Öl-Pipelines zu verlegen, sollte generell verpflichtet werden, in Trockengebieten in gleicher Länge Trinkwasser-Pipelines zu bauen. Aber auf mich hört ja wieder keiner … *zick

        Wir sind auf einer Seite, das steht außer Frage. Die Formulierung war nur eben so gewählt, dass jeder Gegner sofort sagen könnte „Was ist das denn für ein Unsinn?“. Nur darum ging es mir. Im Thema sind wir uns aaabsolut einig!

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        • Ja, wir sind uns einig🙂 Und doch, ich höre auf Dich!
          Danke für Deinen Kommentar, der Anlass zu meiner Klarstellung gegeben hat. Das wäre sonst in der Tat Wasser auf die Mühlen der Privatisierungsbefürworter gewesen. Denen sollte man frühzeitig den Wind, den sie vermutlich auch noch gerne privatisieren würden, aus den Segeln zu nehmen…

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        • Ich warte auch schon seit Jahren auf eine Atemzugssteuer. Aber die Nummer können wir beruhigt aussitzen: Irgendwem wird sie schon einfallen. Das bleibt aber unter uns, klar? Nicht dass diese Bemerkung irgendwie öffentlich wird! ;o)

          Übrigens darfst Du aus meinem vorherigen Kommentar ein „s“ hinter einem Komma streichen. Das heben wir uns einfach für Dürrezeiten auf, okay?!😉

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