„Ich bin, weil wir sind.“

Neulich morgens stieß ich auf diese Geschichte, die mich so sehr berührte:

Ich übersetzte das mal mit eigenen Worten sinngemäß ins Deutsche:

Ein Anthropologe schlug den Kindern eines afrikanischen Stammes ein Spiel vor. Er stellte ein Korb voller Früchte in die Nähe eines Baumes und sagte zu den Kindern: „Wer als erstes den Korb erreicht, hat all die süßen Früchte gewonnen.“ Als das Startsignal gegeben wurde, nahmen sich alle Kinder bei der Hand und rannten gemeinsam zu dem Korb, kamen gleichzeitig an und teilten sich schließlich die süßen Früchte. Als sie gefragt wurden warum sie zusammen gelaufen sind, einer hätte all die Früchte für sich alleine haben können, antworteten sie: „UBUNTU, wie kann einer von uns glücklich sein, wenn alle anderen traurig sind?“ UBUNTU, in der Xhosa-Kultur bedeutet das: „Ich bin, weil wir sind.“

Die Kinder in der Geschichte verweigerten genau das, was uns in unserer kapitalistisch geprägten Gesellschaft schon im Vorschulalter eingeimpft wird: Den Wettbewerb. Zweifellos beinhalten auch unsere „westlichen Werte“ die wir so gerne vor uns hertragen, viel Gutes, dennoch sind sie nicht das Maß aller Dinge und wir könnten immer noch einiges von anderen Kulturen lernen, würden wir unsere postkoloniale Arroganz endlich über Board werfen. In einer Welt aus Wachstumswahn und rasantem technologischen Fortschritt sollten wir darauf achten, dass unser Ubuntu dabei nicht unter die Räder kommt, denn ohne Mitmenschlichkeit ist alles nichts.

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