„Was hat Multikulti je für uns gebracht?“

Neulich auf einer Pegida-Demo. Rund um den Veranstaltungsplatz sind Polizeiwannen stationiert. Die uniformierten Staatsbediensteten beäugen das Geschehen gelangweilt. Der Sprecher auf dem Podest redet vor einem kleinen Grüppchen Teilnehmer, die „besorgten Bürger“. Zunächst bedankt er sich für das zahlreiche Erscheinen, was bei einigen neutralen Beobachtern für lautes Gelächter sorgt. Doch der Pegida-Sprecher fährt unbeirrt fort, redet sich nach der Begrüßungsansprache richtig in Rage, das Oberlippenbärtchen zuckt vor Aufregung:

„Die Migranten, diese Kulturbereicherer, sie kamen hierher, nahmen uns alles, unsere Arbeit, unsere Frauen und nicht nur von uns, auch schon von unseren Vätern und von den Vätern unserer Väter…“ Der debil wirkende neben dem Sprecher auf dem Podest stehende Hilfseinheizer unterbricht:
„Und von unseren Vätern Vätern Vätern….“
„Rrrrichtig….und….“
„Und von unseren Vätern Vätern Vätern Vätern…“
„Das reicht! Noch genauer brauchen wir es nicht.“

Mittlerweile hatten sich noch ein paar Dutzend Neugierige unter die „besorgten Bürger“ gemischt.
„Was, frage ich Euch, was hat Multikulti je für uns gebracht?“

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„Sozialtouristen“

„Sozialtouristen“ ist es also geworden, das Unwort des Jahres 2013, auserkoren von Sprachwissenschaftlern.  Eine weitere Neusprech-Vokabel die als berittener Wahnsinn durch die Medienlandschaft galoppiert.  Derartige Wortkonstrukte bedeuten oft das Gegenteil dessen, was der halbwegs vernünftige Menschenverstand damit assoziiert.

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Alfred Tetzlaff, die personifizierte „Deutsche Leitkultur“?

Die öffentliche Debatte um die „Deutsche Leitkultur“ erinnert an die 70er Jahre, damals gab es eine Sendereihe mit dem Titel „Ein Herz und eine Seele“. Es war die erste, vom Deutschen Fernsehen produzierte Sitcom, nach US-Amerikanischem Vorbild. Hauptfigur war Alfred Tetzlaff, gespielt von Heinz Schubert. Als einer der weiteren Hauptdarsteller brilliert auch der junge Diether Krebs, der „Ekel-Alfreds“ Schwiegersohn gab. Für mich ist diese Serie, die gelegentlich in den dritten Regionalprogrammen wiederholt wird, Kult! Ein paar Auschnitte daraus findet man auf YouTube.

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Deutsche Lobby und sonst kein Hobby?

„Nur Ausländer sind kriminelle Gewalttäter“ wäre die passendere Überschrift, aber „Damit in Deutschland nicht die Lichter ausgehen“ lautet stattdessen der Untertitel des Blogs „Deutschelobby’s Weblog“. Dieser Subtitel wirkt selbstironisch, ist aber sicherlich nicht so gemeint, denn einen Rechtsextremen mit Humor trifft man genauso häufig, wie einen Eisbären in der Sahara. So findet man in diesem Blog wenig Erhellendes, im Gegenteil man hat den Eindruck die Beiträge dort werden in einem Zustand totaler Hirnfinsternis produziert.
Auch wenn es pauschal klingt, Leute die ihre Bildung aus der Bild beziehen, sind nicht gerade die hellsten Köpfe des Landes (diplomatisch formuliert). 😉
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Ausländische Jugendliche sind nicht gewalttätiger als deutsche

Schlechte Nachrichten für Roland Koch und die rechtsextremen Vollpfosten:
Eine Studie widerlegt die verbreitete, gerne auch von konservativen und rechten Politikern geäußerte Meinung, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund krimineller und vor allem gewalttätiger als deutsche seien. Bis zum Alter von 17 Jahren haben allerdings drei Fünftel der Jugendlichen mindestens einmal eine kriminelle Tat begangen, wobei es sich allerdings meist um leichte Straftaten handelt, immerhin werden aber noch von einem Drittel auch Gewaltdelikte wie Körperverletzungen und Raubdelikte genannt. Interessant ist, dass dieses Ausreizen der Spielräume schon nach einem steilen Anstieg am Ende des Kindesalters mit 15 Jahren schon wieder zurückgeht.
Eines der Ergebnisse der ersten Auswertung ist, dass jugendliche Migranten nicht pauschal krimineller sind. Abgesehen von Gewaltkriminalität seien jugendliche Migranten sogar weniger kriminell als die deutschen.[…]Komplett lesen

Quellen:
Welt Online
Telepolis

Die CDU hat die Lösung

…für unsere „jungen sozialen Problemfälle“

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Die Partei mit dem christlich im Namen nimmt sich ja immer gerne den „Sozialstaat USA“ zum Vorbild, schließlich sind die ja Weltmeister im wegsperren. Das dadurch nachweislich die Kriminalitätsrate nicht sinkt, spielt für die Union aber keine Rolle. Es ist ja einfacher kurzfristig die Symptome zu bekämpfen und in Wahlkampfzeiten Aktionismus vorzutäuschen. Frau Merkel, die Koch in Wiesbaden zur Seite stand, sagte folgendes:

Es kann nicht sein, dass eine Minderheit die Stimmung im Land diktiert und der Mehrheit Angst einjagt….

bis hierhin fand ich Ihre Rede stark, Frau Merkel, es kann wirklich nicht sein, daß eine Minderheit, nämlich ihr Politiker, der Mehrheit, also den Bürgern, Angst einjagt und deren Stimmung diktiert! Der Rest der Rede, passte sich dann dem Koch-Niveau an, also nicht erwähnenswert.

Um Mißverständnisse auszuräumen: Ich finde jede Form von Gewalt widerwärtig, noch dazu wenn sie gegen Schwächere oder Minderheiten verübt wird. Doch diese Mißstände gibt es schon seit Jahren! Die Art und Weise, wie die CDU das Thema nun für ihren Wahlkrampf instrumentalisiert, ist ebenso abartig!