Gefühle beim Tanken?

Ein boulevardeskes Schmierblatt proklamierte kürzlich die „Benzin-Wut“ wegen überhöhter Spritpreise. Derart hitzige Schlagzeilen würden den „energietechniker“,  Kommentator im Science-Blog PrimaKlima, jedoch kalt lassen, denn er hat stets ein gutes Gefühl beim Tanken:

energietechniker:
ps: als ich noch in den usa lebte habe ich nur bei chevron getankt. gibt einfach ein gutes gefühl.

Dass Wissenschaftler nicht nur rationale staubtrockene Analytiker, sondern auch lockere Zeitgenossen mit Humor sein können, zeigt Georg Hoffmann, denn ansonsten hätte sich nicht der nachfolgende Dialog entwickelt. Ich war froh, dass beim Lesen keine koffeinhaltigen Getränke in der Nähe parkten, sonst hätten sich selbige über PC, Monitor und Tastatur ergossen :mrgreen:
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Hilfe, mein Auto verbraucht zuviel Benzin!

In der Autowerkstatt:

Die junge Autofahrerin betritt die Kundendienstannahme der Autowerkstatt ihres Vertrauens. Der Werkstattmeister empfängt sie mit einem routinierten Lächeln. Gegenseitige Begrüßung. Folgendes Gespräch ereignet sich:

Kundin: Sie müssen unbedingt die Motorelektronik meines Autos überprüfen. Der Benzinverbrauch steigt immer weiter an.
Meister: Wie haben Sie denn den erhöhten Kraftstoffverbrauch festgestellt?
Kundin: Tja, ich tanke immer genau für 20 Euro, früher bin ich damit bis nach Frankfurt gekommen, vorgestern bin ich bereits bei Gießen mit leerem Tank liegengeblieben!
Meister (um Sachlichkeit bemüht): Oh, ich glaube wir brauchen Ihre Einspritzanlge nicht zu überprüfen, ich habe den Fehler schon gefunden. (lächelnd fährt er fort) Sehen Sie, Benzin wird ständig teurer, das bedeutet Sie bekommen für 20 Euro immer weniger in den Tank.
Kundin (peinlich berührt): Ähem, da haben Sie natürlich Recht, wieviel bekommen Sie dafür?
Meister (grinst) : Nichts. Fachmännische Beratung gehört bei uns selbstverständlich zum Service.

Dieser Dialog hat wirklich stattgefunden, ich habe ihn sinngemäß nacherzählt.

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Fehlersuche in der Autoelektrik

Das faule Ei des Monats: Merkel in die Pfanne hauen

Das faule Ei des Monats April geht verdientermassen und unangefochten an Bundeskanzlerin Angela Merkel. tomswochenschau sagt: Herzlichen Glühstrumpf!

Der Standard zitierte Frau Merkel:

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel gibt im Gegensatz zu vielen Entwicklungspolitikern nicht der steigenden Biosprit-Produktion die Hauptschuld an der Preisexplosion bei Lebensmitteln. Ursache sei vor allem “eine sehr unzureichende Agrarpolitik in den Entwicklungsländern”, sagte Merkel am Donnerstag im sächsischen Freiberg bei der Eröffnung der ersten Raffinerie für Biokraftstoffe der zweiten Generation. Ein weiterer Grund sei die nicht ausreichend vorhergesagte Änderung der Ernährungsgewohnheiten in Schwellenländern.
In Indien etwa nähmen inzwischen rund 300 Millionen Menschen eine zweite Mahlzeit am Tag ein, sagte Merkel. “Wenn die plötzlich doppelt soviel Nahrungsmittel verbrauchen als sie das früher gemacht haben und dann auch noch 100 Millionen Chinesen beginnen, Milch zu trinken, dann verzerren sich natürlich unsere gesamten Milchquoten und vieles andere”, sagte die Kanzlerin in Hinblick auf den europäischen Agrarmarkt.

Mal abgesehen davon, wie hier notleidende Menschen für Biokraftstoff-Lobbyismus verhöhnt werden, ist es erstaunlich welche Korrelationen unsere Frau Bundeskanzlerin komponieren kann. Es ist so, als wenn ich übertrieben gesagt, folgendes behaupten würde:
„Wenn ich in einer S-Bahn sitzend in einen Apfel beiße, geht bei mir zu Hause die Küchentur zu.“
Das ist Schwachsinn? Eben.
Nach China und Indien werden nur c.a. 0.1% der europäischen Milchexporte verschifft. Erschwerend, was die Plausibilität von Merkels Aussage betrifft kommt noch hinzu, dass 93% der Chinesen an einer Laktoseintoleranz leiden, also Milch nicht vertragen.
Unfassbar ihre Erkenntnis, dass die Armen jetzt für weltweite Preissteigerung der Lebensmittel verantwortlich sein sollen, weil sie nun angeblich doppelt soviel mampfen. Geben Sie doch zu, dass Sie es waren Frau Merkel:
Beweisfoto:

Schwachsinn, ist übrigens das perfekte Stichwort wenn es um weitere Verlautbarungen der weltbesten Merkel aus der Uckermark geht.
Die Musikindustrie hatte sich ja mit einem offenen Brief an Sie gewandt und im Rahmen der Datenvorratsspeicherung eine Überwachungung der Internetnutzer auf illegale Musikdownloads zur Wahrung des geistigen Eigentums gefordert. Ihre Antwort kam in Form eines „Bundes-Pottcasts“:

“Das Herunterladen von Computern” ist eine Sache die nationale Grenzen nicht schützen können….

Wie schön, dass der Mittellose nun endlich in ein Internetcafe gehen und sich einen kompletten neuen Computer aus dem Netz herunterladen kann. Nicht mal die weltbeste Merkel mit ihren nationalen Grenzen können das verhindern! Bravo Frau Bundeskanzlerin! Sicheres Auftreten bei völliger Sachunkenntnis! Einen hab‘ ich noch aus dem Monat April:
Angela Merkel zu den steigenden Kraftstoffpreisen sinngemäß:

Dann müssen die Deutschen an anderer Stelle einsparen,

hieß es lapidar. Für den geringverdienenden Pendler mit schlechter Anbindung an öffentl. Verkehrsmittel sehr hilfreich 👿
Diese Menschen können sich bald den Weg zur Arbeit nicht mehr leisten, wenn das so weitergeht. Die können sich dann gleich den ganzen Arbeitsplatz einsparen… 😦
Dafür haue ich Sie in die Pfanne mit einem faulen Ei dabei!

Mit Verlaub Frau Bundeskanzlerin, ich glaube Sie haben die Pfanne heiß!

Optojetronic: Neues Einspritzsystem für Otto-Motoren soll bis zu 2Liter Benzin sparen

Ein bislang unbekannter Elektronik-Konzern sorgt für Furore auf dem Weltmarkt der Automobil-Ausrüster: Muhammar-Electronics.
Bosch muß sich nun warm anziehen, denn Muhammar-Electronics hat ein neues sensationelles Einspritzsystem mit der Bezeichnung Optojetronic entwickelt, welches eine Kraftstoffeinsparung von durchschnittlich 2Liter/100km sowie eine Reduzierung der Schadstoffemission um 50% gegenüber allen anderen Einspritzsystemen für Otto-Motoren verspricht! Erreicht werden soll dieses durch den Einsatz von Bauteilekomponenten, die aus der Fototechnik bekannt sind. Die wichtigsten kurz beschrieben:

  • Lichtemittierer Der Lichtemittierer befindet sich oberhalb der Drosselklappe und strahlt Licht in das Luftansaugsystem. Funktion: Die Drosselklappe öffnet und schließt sich in Abhängigkeit der Gaspedalbetätigung des Fahrers und lässt dementsprechend mehr oder weniger Licht in den Ansaugtrakt.
  • Ansaugrohrfotodiode Die Ansaugrohrfotodiode ist im Ansaugkrümmer mittels einer bipolaren Überwurfmutter fixiert. Funktion: Die Ansaugrohrfotodiode misst das einfallende Licht, welches je nach Drosselklappenwinkel stärker oder schwächer ist und gibt diesen Wert per Datenbus an das Steuergerät der Einspritzanlage weiter. Dieser Wert fließt als Variable für die Bildung des Kraftstoff-Luftgemisches mit ein.
  • Laserzündelement Die ordinäre Zündkerze ist out! Sie wird durch das 8-stahlige Laserzündelement ersetzt, welches eine gleichmäßige Verbrennung des Kraftstoff-Luftgemisches im Brennraum des Motors garantiert.

Diese innovative revolutionäre zukunftorientierte Technologie ist heute offiziell vorgestellt worden und bereits zur Serienreife entwickelt! Die häufigsten Fragen der Fachpresse betrafen den Lichtemittierer, den man auch banal als Lampe bezeichnen könnte. Was passiert beispielsweise wenn diese „Lampe“ defekt ist? Auch hier haben sich die Entwickler schamlos bei der Fototechnik bedient: In diesem Fall käme die automatische Projektionslampenwechseleinrichtung, die man bereits aus älteren Diaprojektoren kennt, zum Einsatz.

Die Entwickler bei Muhammar Electronics arbeiten derzeit fieberhaft an der neuen Frikoladik die es zukünftig ermöglichen soll, dass Dieselmotoren mit Pommesöl fahren können. Vielversprechend, dann könnte man sein Automobil ja bald an der Frittenranch auftanken 🙂