Facebook-Aktien kaufen? Nein, lieber einen Zuckerberg häufen.

Facebook, ein Unternehmen das nichts produziert, soll einen Börsenwert von 100 Milliarden US$ haben. Legt man die Zahl von 900 Millionen Nutzern weltweit zugrunde, generiert – über den Daumen gepeilt – jeder User im Durchschnitt einen Wert von über 100 US$. Theoretisch. Praktisch liegen zwischen virtuellen und realen Werten häufig Lichtjahre entfernte Welten. Zur Veranschaulichung:

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„Gib mir die Welt plus 5 %“

Gastbeitrag von mot:

Ich habe diesen Film vor ca 2 Jahren entdeckt und er hat mich sehr beeindruckt. Sicher, der Film hat auch ein paar Schwächen und hält nicht jeder wissenschaftlichen Analyse stand, aber er erklärt sehr genau, die Hintergründe und Absichten unseres Geldsystems und der Geldschöpfung.
Vor allem, dass nur eine ganz kleine Minderheit von unserem Geldsystem profitiert und die Masse sich im Hamsterrad dreht. Durch die gegenwärtigen Inflation der Rettungsschirme und die Tatsache, dass die Steuerzahler die Zeche zahlen sollen bekommt der Film einen erschreckenden Bezug zur Gegenwart.
Ich bin gespannt ob aktuelle Bewegungen wie „Occupy Wall Street“ etwas erreichen, es wäre der Welt und den unterdrückten Sklaven zu wünschen.

Toms Börsenticker

DAX 5573.15 +1.18% ++ DOW Jones 11509.09 +0.66% ++ Nasdaq100 2306.09 +0.85% ++ Nikkei 8864.16 +0.85% ++ EUR/USD 1.37940 -0,63% ++ Umlaufrendite 1.73 +0.58% ++ Brent Oil Spot 116.71 -1.17% ++ Gold Spot 1812.20 +1.33% ++
Interesse an Menschen 0.0 +-0.0%


Bild und Graffito: Banksy

„Wie reagieren die Finanzmärkte?“ Drauf geschissen!

Geht es in den Nachrichten um die Euro-Krise, um die Streitfrage darüber wie groß der Rettungsschirm sein soll und um die exorbitante Staatsverschuldung der USA, kommt immer  die gleiche Frage: „Wie reagieren die Finanzmärkte?“ Wenn ich das höre, fliegt mir glatt das Blech weg. Wisst Ihr was? Eure Finanzmärkte können meinetwegen verrecken! Die Mehrzahl derer, die einer rechtschaffenden Arbeit nachgehen, haben ohnehin nichts mit der Börse zu schaffen, sie sind vielmehr damit beschäftigt dafür zu sorgen, dass jenes Geld, was die Akteure auf den Finanzmärkten für sich „arbeiten“ lassen, überhaupt einen Wert hat.

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Beitrag im Manager-Magazin „Zocken ist gerecht“ fernab von Ethik und Realität

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Bild: tom

Folgenden Gastbeitrag fand ich im „Manager-Magazin“ mit dem Titel Zocken ist gerecht von Hans-Peter Burghof, darin heißt es u.a.:

Die griechische Regierung hat über Jahrzehnte Geld verschwendet. Trotzdem sollen plötzlich Spekulanten schuld sein an der Krise des Landes. Eine krasse Fehleinschätzung. Spekulanten werden nur gehasst, weil sie uns die Wahrheit sagen.

Ich stimme insofern zu, dass die Griechische Regierung ihren Staatsbankrott nicht auf die Finanzkrise abwälzen kann, aber dass Spekulanten gehasst werden, weil sie die Wahrheit sagen, wäre mir neu. Seit wann basiert zocken auf Wahrheit und nicht etwa auf Erwartungshaltung und Täuschung? Dann kommt der immer wieder gern praktizierte Rollentausch zwischen Täter und Opfer:

Das Schimpfen auf die Spekulanten ist ein Volkssport. Warum ist das so? Weil sie zu viel verdienen, und dies mit dem Unglück anderer? Vielleicht. Aber andere verdienen auch viel Geld: Die allseits beliebten Casting-Shows sind zum Beispiel ein gigantisches Geschäft, das auf dem Leid und der Blamage anderer Menschen aufgebaut ist.

Das rechtfertigt selbstverständlich das Handeln der Spekulanten. Wenn die anderen Scheiße sind, fühlt man sich als dann als Arschloch gleich viel wohler, oder was? Im letzten Absatz auf der ersten Seite des Artikels wird es dann noch wahnwitziger, denn irgendwie spekulieren „wir“ ja „alle“:

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