Gaucksche Freiheit

Jedes Mal wenn Gauck „Freiheit“ sagt, müssten 100 € ins Phrasenschwein, dann wäre bald der Staatshaushalt saniert. Jüngst verkündete unser oberster Grüßaugust fett mit Pathos aufgetragen „Polen sei das Land der Freiheit“  Und ich dachte immer das „Land of the free“ ist dort wo die Sonne (und auch einiges andere) untergeht.
Was „unser“ Bundespastor zum Thema Freiheit dahersalbadert, hat mit meinen Vorstellungen von Freiheit recht wenig zu tun  (Dazu später mehr hier im Blog) und geht, wie sooft beim Gelaber von Politikern, an der Lebenswirklichkeit vieler Menschen vorbei. Warum hinterfragt er nicht mal die sogenannten „freien“ (Welt)Märkte oder spricht über die „Freiheit“ der atypisch Beschäftigten auf dem sogenannten „Arbeitsmarkt“?  Die Gaucksche Freiheit scheint lediglich aus der Abwesenheit von DDR und Kommunismus zu bestehen.

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#nogauck

Ein regnerischer Tag, grauer Himmel. Heute „wählt“ eine Clique namens classe politique IHREN Präsidenten. Die ganzen Brennpunkte, Sondersendungen, Specials und Extras können sich die Öffentlich-Rechtlichen, erst Recht die Privaten, dorthin schieben, wo kein Sonnenstrahl hinkommt! Bei mir bleibt Polit-TV heute aus. Joachim Gauck, jemand der u.a. so etwas von sich gibt

“Das geschieht dann, wenn das Geschehen des deutschen Judenmords in eine Einzigartigkeit überhöht wird, die letztlich dem Verstehen und der Analyse entzogen ist. Offensichtlich suchen bestimmte Milieus postreligiöser Gesellschaften nach dem Element des Erschauerns vor dem Unsagbaren. Da dem Nichtreligiösen das Summum Bonum – Gott – fehlt, tritt an dessen Stelle das absolut Böse, das den Betrachter erschauern lässt.”

wird heute zum Bundespräsidenten gemacht. Armes Deutschland.

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#notmypresident

Meine vorläufig letzten Worte zu diesem unsäglichen Thema, welches bestens dazu geeignet ist uns von wirklich wichtigen Dingen abzulenken. Joachim Gauck, dessen Inthronisierung am 18.März durch die Bundesversammlung nur noch reine Formsache ist, wird auch nicht mein Präsident sein, genauso wenig wie sein Vorgänger und sein Vor-Vorgänger. Meines Erachtens sollte der Bundespräsidentschaftskandidat vom Volk bestimmt und direkt gewählt werden.  Ein Bundespräsident, der auf den Korridoren der Macht und hinter verschlossenen Türen aus machttaktischen Erwägungen heraus ausgekungelt und installiert wird, kann aus meiner Sicht kein echter Volksrepräsentant sein.

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Der ideale Bundespräsident wäre,..

…kein Politiker, sondern ein durch und durch aufrichtiger Mensch aus dem realen Leben, jenseits der Parallelgesellschaft classe politique und ihren einflussreichen „Freunden“. Wir brauchen keinen Händeschüttler sondern einen Arschtreter, jemand der als ethisch-moralische Instanz der „alternativlosen“ Politik, die von den Interessen einer mächtigen elitären Minderheit beeeinflusst wird, eine Hürde in den Weg stellt. Quasi einen echten Volksanwalt als Gegenpol zu den Elitenvertretern. Der neue Bundespräsident könnte beispielsweise ein Schriftsteller oder ein Künstler sein. Er sollte einen messerscharfen Verstand besitzen, Verständnis und zwei offene Ohren für die alltäglichen Probleme und Nöte der Bürger haben und ein Gespür für soziale (Fehl)Entwicklungen. Vor allem sollte er kein taktisches Verhältnis zur Wahrheit pflegen, stattdessen die Sprache Tacheles fliessend beherrschen.  Der Bundespräsident sollte direkt vom Volk und nicht von der Bundesversammlung gewählt werden.

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Die Wahl zum Bundeskasper und andere Nebensächlichkeiten

Fußball ist eine Nebensache, viele meinen es sei die schönste Nebensache der Welt. Noch nebensächlicher ist die Wahl des neuen Bundespräsidenten, die sich heute ereignet. Möglicherweise steht zu diesem Zeitpunkt schon fest wer das neue „Staatsoberhaupt“ ist oder die Bundesversammlung befindet sich noch im 2. oder 3. Waschgang, mich juckt das nicht, habe bislang noch keine Nachrichten darüber gesehen oder gehört. Werde es ohnehin nicht vermeiden können zu erfahren wer unser neuer Bundeskasper wird.  Der Bund wollte doch im Rahmen des sogenannten Sparpaketes Einsparungen durch die Streichung öffentlicher Stellen erreichen, da böte sich doch der Wegfall jenes total überflüssigen Amtes des Buprä an. Mal ehrlich, wozu braucht das Land so einen Grüß-August?
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Horst Köhler dankt ab

Erst Koch nun Köhler, das Puppentheater rotiert weiter.
Ach Horschtl, warum hast Du Dich nicht an den vorgebenen Takt gehalten und im Gleichklang das deutsche Afghanistan-Loblied über Brunnenbauer, tapfere Freiheitskämpfer und Beschützer unterdrückter Frauen gesungen? Nein, Du musstest aus der Reihe tanzen, sprichst offen über Wirtschaftsinteressen und dafür wurdest Du heftig kritisiert, nun bist Du als Konsequenz dessen zurückgetreten (worden). Siehste, das hasse nu davon. Die Wahrheit ist nunmal ein Ärgernis, für allem für jene, die sie lieber begraben wollen. Und diese jenigen sind nun mal die mächtigen Puppenspieler.
Ihr wisst schon, die mit der Hand im After,…

Worum es in Afghanistan primär geht

Unser Bundeshorst Köhler hat es ausgeplaudert:

Allerdings müsse Deutschland mit seiner Außenhandelsabhängigkeit zur Wahrung seiner Interessen im Zweifel auch zu militärischen Mitteln greifen. Als Beispiel für diese Interessen nannte Köhler ‘freie Handelswege’. Es gelte, Zitat ‘ganze regionale Instabilitäten zu verhindern, die mit Sicherheit dann auf unsere Chancen zurückschlagen’ und sich somit negativ auf Handel und Arbeitsplätze auswirkten. Köhler hatte auf der Rückreise von China einen Zwischenstopp in Afghanistan eingelegt.” Quelle: dradio.de via Feynsinn

Und ich dachte immer (nicht wirklich), wir würden dort primär den Afghanen beistehen, sie vor den bösen Taliban beschützen, unterdrückten Frauen zu ihrem Recht verhelfen. Immerhin verteidigen wir am Hindukusch die Freiheit. Unsere Freiheit. Die Wirtschaftliche. Es geht beim Afghanistan-Krieg vorrangig um geostrategische und wirtschaftliche Interessen, Menschenrechte tangieren maximal sekundär. Danke Herr Bundespräsident, dass wir es nun offiziell bestätigt haben. (Hat man dem ein Wahrheitsserum verabreicht?)  Endlich ist jetzt auch formell verlautbart, wofür deutsche Soldaten sterben,…

Unser täglich Polit-Kaspertheater


Wenn unser oberster Grüßaugust, so die informelle Berufsbezeichnung unseres Bundespräsidenten, eine Rede in Berlin hält, hat diese Tatsache für mich in etwa die gleiche Relevanz wie das Platzen einer Bratwurst in Hamburg. Deshalb ist dieses Ereignis nicht einmal einen Blogeintrag wert, vielleicht sollte ich an dieser Stelle lieber über den täglichen Stuhl meines Wellensittichs referieren. Da ich aber keinen pfeifenden Federkleidträger habe, schreibe ich über den staatl. geprüften Händeschüttler, den allseits beliebten Horst Köhler. So kommt mein Weblog zu weiterem Katzencontent. Warum der Repräsentant Deutschlands laut Umfragen der beliebteste Politiker des Landes ist, bleibt für mich ein Rätsel. Aus meiner Sicht ähnelt er einer sprechenden Parkuhr, die bei Geldeinwurf neoliberale Phrasen ausspuckt.
Hier geht es zu seiner Rede am 17.Juni, also Vorhang auf für das Polit-Kaspertheater. Tri tra trulala…

Ursprünglich hatte ich mir vorgenommen einzelne Textpassagen herauszuheben und buchstäblich auseinanderzunehmen. Schließlich entschied ich, mir nicht den Sonntagabend zu vermiesen und mir etwas Ehrlicheres zu gönnen:
Die Neujahrsansprache aus dem Jahre [hier die Jahreszahl einsetzen] von Bernd dem Brot.
Zeitlich wirkt eine Neujahrsansprache im Juni deplaziert, aber sie zeigt exemplarisch wie man Köhlers Geschwurbel mit Bernd’s Worten zusammengefasst interpretieren Könnte:

Das Leben ist die Hölle in bunt.
Macht Euch keine Illusionen, es bleibt alles wie immer, nur schlimmer. Bleibt in Deckung und haltet immer nach dem nächsten Amboss Ausschau, der Euren Namen trägt.

Bernd das Brot – Die Neujahrsansprache

Direkter Link zum YouTube-Video

Horst Köhler, ein Bundespräsident, den keiner (außer der Wirtschaft) braucht. Er gibt sich bürgernah, ist aber meilenweit von den Sorgen und Nöten des Volks entfernt. Er zählt zu jener Politkaste, die sich in einer Blase isoliert von der Realität zu befinden scheint. Nicht Köhler, nicht Schwan sondern Bernd das Brot for President!

Überlege gerade, ob ich mir einen Wellensittich zulege,…aber Eines ist sicher: Ich bleibe in Deckung!

Das Theater um die Wahl zum Bundespräsidenten und die Farben

Gähn,…Laaangweiliges Thema

Eine Weile hab‘ ich ja überlegt, ob mir dieses verhätnismäßig belanglose Thema einen Eintrag wert ist, schließlich habe ich mich überredet. Nun doch spontan ein paar Zeilen:

Der Bundespräsident ist ja nicht wirklich wichtig, dieser Winke-Wilhelm hat doch hauptsächlich nur präservative…eh…repräsentative Aufgaben, er sorgt vor allem dafür, dass unsere Nation nach außen gut dargestellt wird. Im Rahmen der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft hat er wieder die Gelegenheit alles schönzureden. Aber wieso dieses Gezeter in der Öffentlichkeit?

Besondere Erregung herrscht im scheinchristlichen neokonservativen und lippenverbalen [1] Lager der Blogosphäre über die Farben rot-rot-grün. Diese sollen verfassungsfeindliche Elemente enthalten, echauffiert man sich erbost. Wieso eigentlich die Aufregung? Haltet mal den Ball flach, seit wann sind Farben in unserer Verfassung festgelegt? Als völlig ahnungslos vom großen Spiel entlarven sich diejenigen, die den „röteren“ Part von rot-rot-grün gar mit irgendwelchen Mauerschützen in Verbindung bringen. Lasst Euch das mal von einem Experten erklären: Ziel des Spieles ist es nicht in, sondern über oder durch (falls sich eine Lücke ergibt) die Mauer ins Schwarze zu treffen. So, nun wisst Ihr’s, ihr Netzbirnen! Ich könnte ja gerade noch nachvollziehen, wenn man über den Farbkontrast diskutiert, zugegeben da beißt sich rot und grün ein wenig. Und überhaupt: In diesen Farben haben wir eh noch nie gespielt. Sind das nicht die Nationalfarben der Bulgaren? Wir repräsentieren uns doch meist im farblosen schwarz-weiß seltener auch in grün-weiß. Was soll also dieser alberne Diskurs? Wieso muß eigentlich schon wieder ein neuer Bundespräsident gewählt werden, Jogi Löw ist doch erst seit 2006 im Amt…

[1] Die Lippenverbalen nennen sich selbst die Liberalen, manchmal bezeichnen sie sich auch als libertär. Ich denke sie wissen selbst nicht genau was sie sind, allerdings erheben sie den Alleinanspruch auf den Nulldurchblick. Das sei ihnen unbenommen 😉