Bitte helft (den Smartphone-Zombies über die Straße)!

Smartphone-ZombiesLaut Statistik liegt die Anzahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland bei 45,6 Millionen (Stand Februar 2015). Über’m Daumen gepeilt ergibt sich daraus, dass jedes Smartphone einen halben Bundesbürger besitzt, Tendenz: Rasant steigend. Weltweit sind es etwa 1,91 Milliarden. Die Weltbevölkerung wird in absehbarer Zeit mehrheitlich aus Smartphone-Zombies bestehen. Durch die völlig überflüssige Smartwatch wird diese Besorgnis erregende Entwicklung noch beschleunigt.

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Indien und China als Maßstab für zukünftige Löhne und Arbeitsbedingungen in Deutschland?

Die Agenda 2010, als sogenannte Arbeitsmarktreform, souffliert von der Bertelsmann-„Stiftung“, publiziert von der Zeitschrift „Capital“, eingeführt und umgesetzt durch SPD und die Grünen, steht für den Beginn einer Entwicklung, die sich unvermindert fortsetzt. Die Dimension ist längst europaweit (Stichwort: Lissabon-Strategie) und darüber hinaus. Mit Sorge betrachte ich die drastische Jugendarbeitslosigkeit und soziale Verelendung in Griechenland, Spanien und Portugal.

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„Dieser Artikel könnte Ihnen gefallen“: Amazon und Ausbeutung

Ausbeutung2.0Die lausigen Arbeitsbedingungen bei Internet-Versandgroßhändlern sind hinreichend bekannt, keine Neuigkeit. Fast jeder weiß, dass dort überwiegend Leiharbeiter unter immensen Leistungsdruck für einen Hungerlohn, der kaum zum Leben reicht, ausgebeutet werden. Trotzdem ließ die kürzlich ausgestrahlte ARD-Doku „Ausgeliefert – Leiharbeit bei Amazon“ die Wellen der Empörung so hoch schlagen, dass sie schließlich in diversen sozialen Netzwerken in heftige Shitstorms mündeten. Viele Nutzer riefen dazu auf, Amazon zu boycottieren. Aufgebrachte Twitterer hackten Wut-Tweets in ihre Kindle-Tablets. Sogar in China wurde kritisch über diese Missstände auf dem deutschen Arbeitsmarkt berichtet. In China!  Vielleicht war die H.E.S.S-Security, die die Leiharbeiter in ihren bescheidenen Unterkünften kontrollierte und schikanierte, deren Personal verdächtig ist der rechtsextremen Szene zugehörig zu sein, der überspringende Funke, der den Sturm der Entrüstung entfachte.

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Smalltalk about Menschenrechte

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Dialog mit Chinas Regierungschef Wen Jiabo. Angie so zu Wen:

Angela Merkel: Wen, lass uns so tun als würden wir ernsthaft über Menschenrechte in China reden.
Wen Jiabao: Muss das wirklich sein?
Angela Merkel: Nur solange die Kameras laufen, hinterher lachen wir gemeinsam darüber und kommen zum Geschäftlichen.

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Wo es um Milliardengewinne geht, verlieren die Menschenrechte.

Gefängnisstaat

Fishing Junks At Sunset

Synthesizer-Musik muss nicht seelenlos sein. Der französische Soundtüftler Jean-Michel Jarre beweist, dass man der elektronischen Musik-Maschine jede Menge Seele einhauchen kann. Bei seinen Live-Konzerten in China kombinierte er traditionelle einheimische Musik mit der Eigenen, dabei entstand eine für mich faszinierende Symbiose zwischen typisch asiatisch klingenden akkustischen Instrumenten und Jean-Michel Jarres Synthesizer. Absolut genial finde ich die Übergange bzw den Mix (im Video bei 2:36, 6:07 und 8:21) von Akkustik zu Elektronik.  Das folgende Video ist eigentlich eine Diashow mit beeindruckenden Schwarzweiß-Fotos, die chinesische Fischerboote zeigen. Gönnt Euch die 9einhalb Minuten. Ich finde es fantastisch.

Jean Michel Jarre – Fishing Junks At Sunset (China 1981)

Das Doppel-Album „Concerts in China“ von Jean-Micheal Jarre besitze ich als Vinyl-Scheibe, werde ich mir baldigst als Silberling zulegen.

Zitat des Tages: Freedom of speech

„The freedom of speech is priceless, for everything else there is mastercard“

Oder in deutsch:

„Die Freiheit der Rede ist unbezahlbar, für alles andere gibt es die Mastercard“

Das Bild des Tages:
Friedensnobelpreisträger_Liu-Xiaobo

Unrechtstaaten und Heuchelei

Wenn sich die Partei „die Linke“ nicht endgültig, verbindlich und schriftlich vom seit mehr als 20 Jahren nicht mehr existenten Unrechtsstaat DDR distanziert, muss sie vom Verfassungsschutz nicht nur beobachtet, sondern verboten werden! Auch wenn der Begriff „Unrechtsstaat“ eher schwammig definiert ist, eines ist jedoch klar wie Hühnersuppe: China und Russland können keine Unrechtsstaten sein, von dessen Regierungen sich ein führender deutscher Politiker öffenlichkeitswirksam distanzieren müsste. Merke: Staaten mit denen die BRDemokratie gute diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen unterhält, sind niemals Unrechtstaaten! Das gilt insbesondere für Staaten des demokratischen Westens. Punkt.

Die Wahl zum Bundeskasper und andere Nebensächlichkeiten

Fußball ist eine Nebensache, viele meinen es sei die schönste Nebensache der Welt. Noch nebensächlicher ist die Wahl des neuen Bundespräsidenten, die sich heute ereignet. Möglicherweise steht zu diesem Zeitpunkt schon fest wer das neue „Staatsoberhaupt“ ist oder die Bundesversammlung befindet sich noch im 2. oder 3. Waschgang, mich juckt das nicht, habe bislang noch keine Nachrichten darüber gesehen oder gehört. Werde es ohnehin nicht vermeiden können zu erfahren wer unser neuer Bundeskasper wird.  Der Bund wollte doch im Rahmen des sogenannten Sparpaketes Einsparungen durch die Streichung öffentlicher Stellen erreichen, da böte sich doch der Wegfall jenes total überflüssigen Amtes des Buprä an. Mal ehrlich, wozu braucht das Land so einen Grüß-August?
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Suizid in der Arbeitshölle

Die Arbeitsbedingungen bei der taiwanesischen Firma Foxconn, die in China produzieren lässt, müssen höllisch sein, einen Leidensdruck erzeugen, der so groß ist, dass sich in diesem Jahr bereits der 10.Mitarbeiter das Leben nahm. Dabei muss man wissen, dass es in der asiatischen Kultur als Schande gilt, wenn man den erwarteten Anforderungen nicht gerecht wird, gleichbedeutend mit einem Gesichtsverlust, der nicht selten im tragischen Suizid sein Ende findet.

Ein 19jähriger Mitarbeiter hat sich am Dienstag vom Dach des Produktionsgebäudes gestürzt. „Ich hab keine Fähigkeiten. Ich bekomme, was ich verdiene“, zitiert die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua aus dem Abschiedsbrief.

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Nach Bush wird nun auch der chinesische Premier Wen Jiabao mit einem Schuh beworfen

40 Jahre nach der 68’er-Ära, wurde Ende vergangenen Jahres mit der Schuhattacke eines irakischen Journalisten auf den damaligen U.S.Präsidenten G.W. Bush, das neue Zeitalter der „fliegenden Schuhe“ eingeleitet. Nun wurde auch der chinesische Premierminister Wen Jiabo Ziel eines Schuhwerfers, anläßlich einer Rede an der britischen Universität Cambridge. Begleitet von dem Ruf:

„Wie könnt ihr den Lügen dieses Diktators zuhören?“

verfehlte der Werfer aus der 20.Sitzreihe (leider) sein Ziel. Während nach dem Schuhwurf auf Bush, die ganze Welt inklusive der Chinesen, darüber lachte, sogar Internet-Schuhwurf-Spiele zum Kult wurden, ist das chinesische Volk überwiegend not amused, wenn ihr eigener Staatschef zur „Schuh-Zielscheibe“ wird.

Ist das die Qualität der Studenten in Cambridge, einer Universität mit 400jähriger Geschichte?

schrieb ein chinesischer Internet-User. Da muss ich Bush.jun ausnahmsweise mal loben, er hat in dieser Angelegenheit mehr Humor bewiesen als sein ehem. Amtskollege. In China dagegen musste die staatl. kontrollierte Presse auf Hohn und Spott verzichten. Da zeigt sich der Unterschied zwischen einem freien und einem unfreien Land: In China darf offiziell nicht über den eigenen Staatspräsidenten gelacht werden, in den USA musste man über Bush lachen (nicht nur wegen der Schuhattacke). Und in Deutschland ist bald Wahlkrampf, es wird Zeit, die Schuhwirtschaft anzukurbeln 😉

Besser eignen sich faule Eier als Wurfgeschosse, schon wegen der ballistischen Eigenschaften, außerdem klatschen sie so schön beim Aufprall 😉

Quelle:
BBC NEWS