„Wirtschaftsflüchtlinge“

Da dieser Begriff aus dem Politsprech aufgrund der aktuellen Situation in Nordafrika momentan wieder häufiger missbraucht wird, ist die Zeit reif für eine Klarstellung. Unter „Wirtschaftsflüchtlinge“ werden pauschal und in zynisch menschenverachtender Art fälschlicherweise oft auch Menschen eingruppiert, deren einzige Perspektiven in ihrem eigenen Land Anomie, Armut, Elend und Krieg sind, die sich in ihrer ausweglosen Verzweiflung schweren Herzens entschließen ihre Heimat, Familie und Freunde zurückzulassen, um im „goldenen Westen“ eine bessere Zukunft zu finden. Dafür riskieren sie ihr Leben, indem sie die Überfahrt übers Meer auf einem seeuntüchtigen Seelenverkäufer wagen, nur um am Ende feststellen zu müssen, dass nicht alles gold ist was glänzt. Oftmals wird bei der Titulierung „Wirtschaftsflüchtling“ nicht zwischen Flüchtlingen im Sinne des UNHCR und „Wohlstandsflüchtlingen“ unterschieden.

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Gestern bei Beckmann

Der selbstdarstellerische Johannes B. Kerner (wofür steht eigentlich das B? Für Blödmann?) und sein Kollege Beckmann wären besser beim Sport geblieben, da können sie wenigstens keinen Schaden anrichten, stattdessen müssen diese Knallchargen auch noch Politiktalk machen. Bei Fußball-Übertragungen kann man ja zur Not den Ton abdrehen und trotzdem gucken, bei Politiksendungen macht es evtl. Sinn, wenn man  den O-Ton der Moderatoren und Studiogäste durch Tierlaute aus „Unsere kleine Farm“  ersetzt. Gestern waren bei Beckmann zwei der größten Politflachpfeifen gleichzeitig zu Gast. Friedrich Merz, der in seiner CDU längst nichts mehr zu melden hat, kurz nach der Finanzkrise das Buch „Mehr Kapitalismus wagen“ herausbrachte und der ehemalige „Superminister“ Wolfgang Clement, der einem möglichen Rauswurf aus der SPD durch seinen Austritt zuvorkam und nun offizieller FDP-Supporter ist.
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Wahlplakate zur NRW-Landtagswahl 2010. SPD.

Lasst Euch nicht großformatig verarschen. Ein prüfender Blick hinter die abblätternde Fassade lohnt immer.
SPD_Respekt_Wahlplakat
Nun zum „Bilderrätsel“. Zeitarbeit? Leiharbeit? Wer hat’s erfunden? Ein ganz heißer Tipp: Die Schweizer waren es dieses Mal nicht, es fängt aber auch mit „S“ an,… 😉

Sehr schön: Clement tritt aus der SPD aus

clement_sauer2 KEIN VERLUST, waren meine unwillkürlichen Worte nach dieser Meldung. „Danke“ für Zeit- und Leiharbeit würde ich ihm noch hinterrufen. Jetzt könnte er Rückgrat zeigen zu seiner wahren Überzeugung stehen und in die FDP eintreten. Gelb würde ihm stehen. (wobei ich dabei eher an das faule Ei des Monats denke). Nunja, er ist ja auch noch in der RWE.
Wenn jetzt noch die anderen Pseudo-Sozialdemokraten Steinmeier, Steinbrück und Müntefering aus der SPD austreten, könnte aus ihr wieder eine Sozialdemokratische Partei werden,…

[update 27.11.2008]
Clement-Austritt kein Verlust für die SPD, genauso sieht es auch der Parteienforscher Gero Neugebauer. Zitat:

„Der Mitgliedsbeitrag fehlt, sonst eigentlich nicht sehr viel“

Quelle: tagesschau.de

Schön, wenn die eigene Meinung von Experten geteilt wird 😉

Der endgültige Abschied der SPD von der Sozialdemokratie?

Es hat sich abgezeichnet: Kurt Beck wird nicht Kanzlerkandidat und tritt als SPD-Chef zurück. Neuer Kanzlerkandidat ist nun Frank Walter Steinmeier, der sich – für mich unverständlich – großer Beliebtheit in der Bevölkerung erfreut. Neuer Parteivorsitzender wird Rückkehrer Franz Beckenbauer…eh…Müntefering. Die SPD-Parteispitze ist also nur noch ausschließlich mit Namen besetzt, die für die sogen. Agenda2010 stehen und in einem Atemzug mit den anderen Bestattern des Sozialstaates Schröder und Clement genannt werden können. Damit sollte spätestens jetzt allen „SPD-als-das-kleinere-Übel-Wähler“ klar sein welchen Kurs diese Partei steuert. Sie hat nicht nur Sand sondern gleich Steine (Steinmeier und Steinbrück) im Getriebe! Das Wort Sozialdemokratisch führt diese ehemalige Arbeiterpartei längst zu Unrecht im Namen. Wie währe es mit Neowirtschaftsliberale Partei Deutschlands? Upps, das geht ja gar nicht, das gibts ja schon als Abkürzung, man will es ja nicht noch übler machen, als es ohnehin schon ist!
Um es mit den Worten von Bernd dem Brot zusammenzufassen:
SPD, es bleibt wie es ist, nur schlimmer!

SPD und was ich Dir noch sagen wollte…

SPD: Sozial löst sich auf…

Du bist längst keine Volkspartei mehr. Arbeiterbier und Currywurst hast du gegen Champus und Kaviar eingetauscht. Unter der Führung von Kaschmirkanzler Schröder wurde Dein idiologischer Kompass neu eingenordet. Die Agenda 2010 war ein Irrweg weg von der Sozialpolitik hin zur Gefälligkeitspolitik zugunsten von Wirtschaftsinteressen.Nun bist Du schwarz eingefärbt, sozusagen eine CDU light. Zwei von denen, die Dich verkauft haben, sind nun fett im Geschäft. RWE und Gazprom lassen freundlich grüßen!

Symbolisiert das Bild mit dem taktischen Handzeichen des Sozialverräters ehemaligem Superministers die Einstellung zu Deiner Basis und zum Volk? Deine Hauptdarsteller sind ohne Profil. Für mich bist Du derzeit unwählbar. Doch genausowenig wie der VfL Bochum bist Du unabsteigbar, man wird sehen,…
Kehre zurück zu Deinen Wurzeln, ansonsten:
Mach’s gut und „Danke“ für Datenvorratsspeicherung und Hartz IV!