Klimawandel, sie reden viel und tun wenig

Dass bei den Klimaverhandlungen in Doha/Katar, übrigens das Land mit dem mit Abstand höchsten CO2-Ausstoss pro Kopf, kaum etwas Zählbares herauskommt, war zu erwarten. Die Staaten schicken ihre Delegierten, um die jeweils eigenen Interessen zu wahren, da müssen globale Belange zurückstehen. Während sich die Atmosphäre weiter aufheizt, vertagt man die Probleme von morgen erst mal auf übermorgen. Hauptsache Wirtschaftswachstum.
Weiterlesen

Widerlegen kalte Winter in Europa die globale Erwärmung?

Hört man jenen fröstelnden Zeitgenossen  zu, die über den ziemlich heftigen Wintereinbruch diskutieren, lautet dieser Tage die selbe Frage immer wieder: „Wo bleibt denn die angekündigte Erderwärmung?“ Genau wie im letzten Winter, als uns die „klirrende“ Kälte heimsuchte, haben auch  zum Ende dieses Jahres, welches erneut einen kalten Winter einleutet, die Klimawandel-„Skeptiker“ anscheinend Oberwasser. Nach ihrer „Argumentation“ ist der diesjährige eisige Start in die Wintersaison ein Indiz oder gar ein Beweis dafür, dass die globale Erderwärmung nicht stattfindet. Diese „Beweisführung“ hat zwei grundlegende Probleme: Sie unterscheidet weder zwischen Wetter und Klima noch zwischen regional und global. Anders ausgedrückt: Ein Mensch, der größtenteils an einem Ort lebt, ist nicht in der Lage die globale Mitteltemperatur zu empfinden. Erschwerend hinzu kommt für die Klimawandel-Leugner, dass der letzte Winter global gesehen, der zweitwärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen war.

Weiterlesen

Macht Unwissenheit sorglos? Weniger Deutsche fürchten den Klimawandel

Da hat die „Klimaskeptiker“-Lobby, die mit ihrer Propaganda die Klimaforschung diskreditiert, ja ganze Arbeit geleistet. Laut einer Spiegel-Umfrage haben die Deutschen angeblich keine Angst mehr vor dem Klimawandel:

Die Deutschen haben keine Angst mehr vor dem Klimawandel. Das hat eine Umfrage im Auftrag des SPIEGEL ergeben. Nur noch eine Minderheit von 42 Prozent fürchtet sich vor der globalen Erwärmung. Im Herbst 2006 fürchtete noch eine klare Mehrheit von 62 Prozent der Deutschen die Folgen des Klimawandels […] Qulle: Spon

Ob der harte Winter einer der Gründe für dieses Umfrageergebnis ist? Oder waren es die (angeblichen) Fehler im IPCC*-Bericht, die verzerrt widergegeben und medial aufgebauscht wurden? Mich würde mal interessieren, wie viele der Befragten den Treibhauseffekt erklären können. Die zahllosen Klimawandel-Leugner-Deppen in der Blogosphäre mit ihren haarsträubenden hanebüchenden Blogbeiträgen und Kommentaren, zeigen darüber hinaus, dass viele nicht einmal den Unterschied zwischen regional und global bzw Wetter und Klima kennen. Das offenbart einmal mehr, wie wichtig Bildung ist…

Weiterlesen

Blogosphäre stoppt Klimawandel

Wir haben es immer gewusst. Sämtliche Klimaforscher sind entweder Anfänger und Stümper oder bestochen. Nur die Blogo- und Twittersphäre hat den Durchblick. Dass sich die globale Mitteltemperatur im letzten Jahrhundert um 0.6 Grad Celsius erhöht habe, sei pure Propaganda, lautet der Grundtenor. Eindrucksvoll wurde der Klimaschwindel nun endgültig zweifelsfrei widerlegt mit folgender Hauptthese: Es kam inmitten der Winterperiode im Januar total überraschend und völlig unerwartet zum,…Wintereinbruch! Und das mit all seinen Facetten: Schnee, Kälte und Wind, ergo kann es keine Erderwärmung geben! Aber auf einem Bein kann man nicht stehen und nur eine Theorie hält dauerhaft kein Weltbild zusammen, daher hat Klein Twitters- und Bloggersdorf noch mehr zu bieten. Einige der populärsten Klimawandel-Thesen der virtuellen Welt, deuten sogar auf anthropogene Einflüsse hin, die aber, wenn überhaupt, nur temporär das Klima beeinflussen. In einem Punkt sind sich alle Klimawandel-Skeptiker einig. An Waldrodungen und CO2-Emissionen (Treibhauseffekt) liegt es keinesfalls. Daraus ließe sich dann schlussfolgern, dass der Mensch so weiter machen kann, also Happy Emission und nach uns die Sinnflut!

Weiterlesen

Der G8-Gipfel und die radioaktive Zukunft

Was gab’s eigentlich bei dem Treffen der wichtigsten Staatschefs dieser Welt, dem sogenannten G8-Gipfel in Toyako? Sie kamen alle zu der Einsicht (ja sogar der scheidende US-Präsident), dass man bis zum Jahre 2050 den CO2-Austoss um 50% reduzieren müsse ohne dabei konkret zu werden wie dieses Ziel durch zeitnahes Handeln erreicht werden soll. Oder doch? :

Während G.W. Bush auf dem G8-Gipfel in Japan romantisch über „die Schönheit der Atomkraft“ philosophiert, schwärmt John Doe in Florida über die Vorzüge seines Geländewagens, der 20l/100km verbraucht, wobei das Ozonloch über seinem Kopf immer größer wird. Derweil scheint den Kernkraftlobbyisten in Deutschland wieder die Sonne aus dem Arsch. Radioaktiv retten wir nun das Klima, lautet jetzt die Devise. Über die Endlagerung des atomaren Müll macht man sich später (oder gar keine?) Gedanken, schließlich hat man Zeit, der strahlt ja noch ein paar 10.000 Jahre. Wollte man die angestrebten Klimaziele kernenergetisch erreichen, müßte man weltweit hunderte neue Atomkraftwerke bauen. Tschernobil lässt grüßen!

Wort und Tat klaffen bei derartigen Gipfeltreffen stets weit auseinander, bereits 2005 sagten die Regierungschefs dem Hunger in der Welt den Kampf an, leider wurden die vollmundigen Zusagen an afrikanische Staaten nur unzureichend eingehalten.

Zum Ausklang pflanzten alle symbolisch ein Bäumchen, drehten melanchonisch Däumchen, gossen sich einen hinter die Binde, zerstreuten sich in alle Winde, nächstes Jahr kommen sie wieder, singen die gleichen Lieder. Halleluja.

Nochmal in kurzen Worten zusammengefasst: Außer Spesen, nichts gewesen oder same procedure as last year – same procedure as every year!

Optojetronic: Neues Einspritzsystem für Otto-Motoren soll bis zu 2Liter Benzin sparen

Ein bislang unbekannter Elektronik-Konzern sorgt für Furore auf dem Weltmarkt der Automobil-Ausrüster: Muhammar-Electronics.
Bosch muß sich nun warm anziehen, denn Muhammar-Electronics hat ein neues sensationelles Einspritzsystem mit der Bezeichnung Optojetronic entwickelt, welches eine Kraftstoffeinsparung von durchschnittlich 2Liter/100km sowie eine Reduzierung der Schadstoffemission um 50% gegenüber allen anderen Einspritzsystemen für Otto-Motoren verspricht! Erreicht werden soll dieses durch den Einsatz von Bauteilekomponenten, die aus der Fototechnik bekannt sind. Die wichtigsten kurz beschrieben:

  • Lichtemittierer Der Lichtemittierer befindet sich oberhalb der Drosselklappe und strahlt Licht in das Luftansaugsystem. Funktion: Die Drosselklappe öffnet und schließt sich in Abhängigkeit der Gaspedalbetätigung des Fahrers und lässt dementsprechend mehr oder weniger Licht in den Ansaugtrakt.
  • Ansaugrohrfotodiode Die Ansaugrohrfotodiode ist im Ansaugkrümmer mittels einer bipolaren Überwurfmutter fixiert. Funktion: Die Ansaugrohrfotodiode misst das einfallende Licht, welches je nach Drosselklappenwinkel stärker oder schwächer ist und gibt diesen Wert per Datenbus an das Steuergerät der Einspritzanlage weiter. Dieser Wert fließt als Variable für die Bildung des Kraftstoff-Luftgemisches mit ein.
  • Laserzündelement Die ordinäre Zündkerze ist out! Sie wird durch das 8-stahlige Laserzündelement ersetzt, welches eine gleichmäßige Verbrennung des Kraftstoff-Luftgemisches im Brennraum des Motors garantiert.

Diese innovative revolutionäre zukunftorientierte Technologie ist heute offiziell vorgestellt worden und bereits zur Serienreife entwickelt! Die häufigsten Fragen der Fachpresse betrafen den Lichtemittierer, den man auch banal als Lampe bezeichnen könnte. Was passiert beispielsweise wenn diese „Lampe“ defekt ist? Auch hier haben sich die Entwickler schamlos bei der Fototechnik bedient: In diesem Fall käme die automatische Projektionslampenwechseleinrichtung, die man bereits aus älteren Diaprojektoren kennt, zum Einsatz.

Die Entwickler bei Muhammar Electronics arbeiten derzeit fieberhaft an der neuen Frikoladik die es zukünftig ermöglichen soll, dass Dieselmotoren mit Pommesöl fahren können. Vielversprechend, dann könnte man sein Automobil ja bald an der Frittenranch auftanken 🙂