Gedanken zum Grundeinkommen

Es triggert ungemein, wenn Menschen scheinbar ohne Gegenleistung Geld vom Staat bekommen sollen. Spreche ich mich für das Grundeinkommen aus, bekomme ich oft mit empörtem Tonfall zu hören: „Ich gehe doch nicht arbeiten und zahle Steuern, dafür das andere faul zu Hause bleiben können!“ Andere Stereotype: „Wir sind eine Leistungsgesellschaft zur der jeder durch Arbeitsleistung etwas beizutragen hat!“ Stimmt es im Umkehrschluss, dass jeder der eine berufliche Tätigkeit ausübt, etwas zur Gesellschaft beiträgt?  Mir fallen spontan die abschöpfenden Berufsgruppen ein, wo aus den gesellschaftlichen Ressourcen Infrastruktur und Arbeitskraft kräftig abgesaugt wird. Blieben diese Abstauber mit Grundsicherung untätig zu Hause, ginge es der Gesellschaft insgesamt vermutlich besser.

Wir leben im 21. Jahrhundert in einer modernen Industriegesellschaft, die noch dazu eine der reichsten weltweit ist. In diesen Zeiten erscheint mir jene Moral, wonach sich Mensch seine Existenzberechtigung erst durch Erwerbsarbeit verdienen muss, seltsam, gar befremdlich. Wir haben Arbeit ausgelagert, wegrationalisiert und automatisiert. Damit unsere Gesellschaft funktioniert ist es nicht erforderlich, dass jeder im erwerbsfähigen Alter einer Erwerbstätigkeit nachgeht.

Weiterlesen

Advertisements

Der Fliegenschiss

Während der Rechner hochfährt, verbindet sich die Netzwerkkarte mit dem Modem. Das Tor zur virtuellen Welt ist aufgestoßen. Kurz darauf setzt sich der Desktop aus 1280×1024 Bildpunkten zusammen. Er startet den Browser. 2 Klicks später wird eine Webseite dargestellt. Der digitale Globus ist eingespeist. Per Mausklick folgt er den Links, hüpft sekundenschnell von Kontinent zu Kontinent. Datenströme fließen durch Leiterplatten. Er ist gefangen, zappelt im Internetz. Er scrollt rauf, er scrollt runter. Pixel, die Grafiken und Buchstaben bilden, bewegen sich in vertikaler Richtung. Nur ein kleiner schwarzer Punkt bleibt beharrlich an gleicher Stelle, wie ein Fels in der Datenbrandung. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich dieser kleine Punkt als hundsgewöhnlicher Fliegenschiss auf dem Monitor, der den Unterschied zwischen virtueller und realer Welt symbolisiert.

Weiterlesen

Nostalgie: Wer erinnert sich noch an den Commodore 64?

Erinnert sich noch jemand an den Commodore 64? 8-Bit CPU, 38 KB freier RAM-Speicher, Programmiersprache Basic, als Datenspeicher fungierte die berühmte Datasette, mit ordinären Cassetten als Datenträger. Da dauerte das Laden eines gewöhnlichen, nach heutigem Stand der Technik sehr primitiven Spiels Marke Space Invader, schonmal 45 lange Minuten! Später gab es dann Programme wie „Turbo-Tape“, die durch Datenkomprimierung die Ladezeiten um das 10fache beschleunigten. Ein echter Segen war dann die Aufrüstung durch die sperrige Floppy, welche die großen 5einviertel-Zoll-Disketten schluckte. Die hatten damals eine Speicherkapazität von 170KB! Für alle Nostalgiker, die noch einmal einen Blick in die Vergangenheit werfen wollen, hier der Startbildschirm des guten alten C 64 mit der satten Auflösung von 320 x 200 Bildpunkten, die 40 Zeichen bei 25 Zeilen ermöglichte:

c64_startup_animiert

[ Bild: Wikipedia ]

Mach’s gut, alte Brotkiste, es war schön mit Dir,…

Von wegen Windows, Maus und Mausklicks. Früher wartete noch ein blinkender Cursor auf Eingaben. Es gab keine verspielten GUI’s. 3Ghz-CPU’s und High-Speed-Grafikkarten, PAH, so einen „Daddelkram“ brauchten wir damals nicht, wir haben noch gelernt mit begrenzten Ressourcen hauszuhalten 😉