Maschinelle Monotonie

An irgendeiner Kasse bei irgendeinem Lebensmitteldiscounter an einem stinknormalen Tag

Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Scanner: (mit emotionslosem Ton): „piep, piep, piep,…“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Ich zahle mit Karte.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Bitte Karte reinschieben, Geheimzahl eingeben, anschließend mit grüner Taste bestätigen.“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen. Schönen Tag noch.“
Nächster Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Hallo.“
Scanner: (mit emotionslosem Ton): „piep, piep, piep,…“
Nächster Kunde: (hält wortlos EC-Karte hin)
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Bitte Karte reinschieben, Geheimzahl eingeben, anschließend mit grüner Taste bestätigen.“
Kunde: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen.“
Kassiererin: (mit emotionsloser Stimme): „Auf Wiedersehen. Schönen Tag noch.“

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„Die Bayern haben sich das Triple geholt“

Ein Fußballbegeisterter: „Hast Du es schon gehört? Die Bayern haben sich das Triple geholt!“
Ein Fußballdesinteressierter: „Welche Bayern? Die von der CSU?“
Ein Fußballbegeisterter: „Quatsch! Es geht um Fußball! Ich meinte der FC Bayern München hat sich das Triple geholt!“
Ein Fußballdesinteressierter: „Die ganze Mannschaft?“
Ein Fußballbegeisterter: „Sicher die ganze Mannschaft.“
Ein Fußballdesinteressierter: „Und der Trainer, das Präsidium, das sportliche Management, haben die sich das auch alle geholt“?
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Gleichgültigkeit, chronisch und tanzbar

Gelangweilt spielt er mit seiner Fernbedienung. Auf Programmplatz 16 hält er inne. Das Weltgeschehen, frisch aufbereitet, wird in gewohnter Verpackung medial dargereicht. Krieg, Krisen, Katastrophen und Kinonews. Hochaufgelöste Bilder des Elends flimmern über den riesigen Plasmabildschirm. Es sind hungernde Menschen zu sehen, die inmitten einer riesigen stinkenden Müllkippe „leben“. Zwischen Gift und Gestank führen sie eine armselige Existenz ganz tief unten am Arsch der Gesellschaft.

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Französisches Brötchen

Croissant

Pocke: „Hab‘ mir neulich so’n Katzon geholt, Mann war das lecker!‘
Tom: „Ein Katzon, was ist das denn?“
Pocke: „Na, eines dieser französischen Brötchen halt.“
Tom: „Das heißt Croissant!“
Pocke: „Sach ich doch, Katzon.“
Tom: „Das heißt Croissant, Mann! Du musst das ganz tief aus Deinem Kehlkopf holen, sanft aus dem Mund heraus beschleunigen, sodass der Schall die Luft zart komprimiert, damit dieses wundervolle französische Sprachjuwel korrekt erklingt und die Ohren der Zuhörer umschmeichelt.“
Pocke: „Krrrooorrsssoooornk…so etwa?“
Tom: „Samma, ist Dir schon wieder schlecht?“

Pic: Lebensmittelfotos.com

Sex hält jung?!

(Aufgeschnappt)

Passant 1 trifft Passant 2, offenbar ein alter Schulkamerad, den er seit langer Zeit nicht mehr gesehen hat. Folgender Dialog entspinnt sich:
Passant1: „In all den Jahren hast du dich kaum verändert, du siehst immer noch so jung aus, wie machst du das bloß?“
Passant2: „Ich tue es oft.“
Passant1: „Was machst du oft?“
Passant2: „Na was wohl. Sex. Geschlechtsverkehr. Bumsen.Ficken,…“
Passant1: (lacht und winkt ab) „Ist gut, hab‘ schon verstanden. Das muss ja auch für deine Frau ein wahrer Jungbrunnen sein.“
Passant2: „Eh,..meine Frau weiß gar nichts davon,…“

😉

„Haben Sie ein Harem?“

Ein Wohnungswechsel stand an. Ich wurde bei meiner neuen potentiellen Vermieterin, eine ältere Dame, die im selben Haus eine Treppe tiefer wohnte, vorstellig. Sie war etwas verschroben und mindestens einen Tick zu neugierig, aber sonst ganz o.k. Ich hinterließ offenbar einen guten Eindruck, doch bevor der Mietvertrag unter Dach und Fach gebracht werden konnte, kam die möglicherweise alles entscheidende Frage:

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„Mein Wasserhahn ballert“

Fehlerbeschreibungen  von Gebrauchsgegenständen sind meist vage, oft schrecklich ungenau und nicht selten höchst amüsant. Sie führen zu Mißverständnissen, Ärgernissen, weiteren Reklamationen und zeigen die Unebenheiten der zwischenmenschlichen Kommunikation auf, die auch sehr erheiternd sein können, hier einige Beispiele:

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Kalte Frikadelle

Halbzehn in Deutschland. Während Gustav die letzte Schaufel Grünschnitt auf die Ladefläche scheppte, schnippte Giovanni seine Zigarettenkippe in die Umwelt. Beinahe syncron bestiegen beide das Fahrerhäuschen. Frühstückspause. Giovanni, der auf der Fahrerseite Platz genommen hatte, pellte umständlich seine Frikadelle aus der Alufolie, Gustav schenkte sich heißen Kaffee aus der Thermoskanne ein. Nachdem Giovanni seine Frikadelle zu etwa einem Drittel freigelegt hatte, hielt er inne, beäugte skeptisch die teilentleibte Flachbulette, verzog sein Gesicht und wandte sich zu seinem Kollegen: „Sag’ mal hast Du in Hundescheiße getreten?“
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Smalltalk about Menschenrechte

Bundeskanzlerin Angela Merkel im Dialog mit Chinas Regierungschef Wen Jiabo. Angie so zu Wen:

Angela Merkel: Wen, lass uns so tun als würden wir ernsthaft über Menschenrechte in China reden.
Wen Jiabao: Muss das wirklich sein?
Angela Merkel: Nur solange die Kameras laufen, hinterher lachen wir gemeinsam darüber und kommen zum Geschäftlichen.

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Wo es um Milliardengewinne geht, verlieren die Menschenrechte.

Gefängnisstaat

„Junge, Du musst an Dir arbeiten!“

In ernster Stunde nahm der Vater seinen Sohn beiseite, um ihn auf den rechten Lebensweg zurückzuführen.  Seine Standpauke beendete er mit den Worten „Junge, Du musst an Dir arbeiten!“ Eine halbe Stunde später erwischte er seinen Junior beim Onanieren in seinem Jugendzimmer und schrie empört: „Junge, ich sagte Du sollst an Dir arbeiten und nicht an Dir herumspielen!“