Neues Zuhause

Wenn sich bei diesen Klängen und Worten, beim Blick in diese Gesichter, tief in Deinem Herzen nichts Erwärmendes mehr rührt, würde ich Dich gerne fragen wo auf Deinem Lebensweg Emphatie und Mitmenschlichkeit abhanden gekommen sind.

„Some People have a Home. And some do not.“
Bukahara – New Home

Und wenn Fremdenhass und Menschenfeindlichkeit Dein Motiv ist bei einer Partei Dein Kreuz zu machen, die sich selbst „Alternative“ nennt, würde ich Dich gerne fragen, ob Du noch zu retten bist…

„Flüchtlingskrise“

„Flüchtlingskrise“, „Flüchtlingskrise“, ich kann es nicht mehr hören. Wir haben keine Flüchtlingskrise, sondern eine globalpolitische Krise und das nicht erst seit gestern. Vermutlich hat die ganze Misere damals schon mit „Entdeckern“ wie Kolumbus begonnen. Das weltpolitische Desaster lässt sich u.a. daran messen, dass die 62 reichsten Menschen genauso viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung oder dass die Bewohner der „westlichen Welt“, die zahlenmäßig 20% der Weltbevölkerung stellen, 80% der globalen Ressourcen verbrauchen.

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Blogblues Nr.4

Schaue nachdenklich in den Sonnenuntergang, Himmel und Wolken, ein Farbenmeer. Für Sekunden denke ich, wie wunderschön die Welt doch sein könnte, wären nicht all die schrecklichen menschgemachten Tragödien, die irgendwo dort hinterm Horizont geschehen. Es fängt an zu regnen, ein Regenbogen bricht sich in den Tränen der Welt, ich sitze in der Gefühlsachterbahn, kotze vor Glück. Dunkle Gedanken verflüchtigen sich wie die Regenwolken, doch der Weltschmerz wird wiederkehren…

„Armutsflüchtlinge“

Ihr, die ihr das Wort „Armutsflüchtlinge“ mit diesem überheblichen abfälligen Unterton in den Mund nehmt, kotzt mich an. Ihr tut so, als hättet Ihr Eure Pole Position zum Start ins Leben nicht etwa einer glücklichen Fügung des Schicksals zu verdanken, als wäret Ihr nicht in diese Wohlstandswelt hineingeboren worden, als wäre es nicht menschlich nachvollziehbar, dass Menschen der Armut zu entfliehen suchen, als wäre es nicht so, dass Ihr diese Thematik zu Eurem politischen Vorteil ausschlachtet. Ihr stinkt aus dem Mund! Könnte an der ideologischen Verwesung in Eurem Kopfräumen liegen…

Entschuldigung, musste mal raus.

Lampedusa Blues

COR – Lampedusa Blues (Lampedusa ist überall)

Wenn es nicht so traurig und wahr wäre,…

Gegen das Blut im Smartphone: Fairphone

Wer sich ein Smartphone ans Gehör hält, müsste eigentlich Blut am Ohr haben, weniger wegen dem nervigen Gelaber des Gesprächspartners, welches Ohrenbluten verursacht, eher wegen der Blut-Mineralien, die das Gerät enthält. Zum Beispiel Kupfer und Kobalt, Rohstoffe, die in den Minen der Republik Kongo zu menschenverachtenden Arbeitsbedingungen abgebaut werden. Die Minen werden größtenteils von so genannten „Rebellen“ die nichts anderes als Warlords sind, kontrolliert. Mit dem Erlös werden mitunter Kriege finanziert, die weiteres Leid verursachen. Hinzu kommt noch mehr Elend bei der Produktion der Mobiltelefone, die in asiatischen Arbeitshöllen stattfindet.

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Gleichgültigkeit, chronisch und tanzbar

Gelangweilt spielt er mit seiner Fernbedienung. Auf Programmplatz 16 hält er inne. Das Weltgeschehen, frisch aufbereitet, wird in gewohnter Verpackung medial dargereicht. Krieg, Krisen, Katastrophen und Kinonews. Hochaufgelöste Bilder des Elends flimmern über den riesigen Plasmabildschirm. Es sind hungernde Menschen zu sehen, die inmitten einer riesigen stinkenden Müllkippe „leben“. Zwischen Gift und Gestank führen sie eine armselige Existenz ganz tief unten am Arsch der Gesellschaft.

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Altersarmut, die leicht vorhersehbare

Medien, Politiker und „Experten“ tun plötzlich alarmiert und überrascht, aufgrund der Tatsache, dass vielen Rentnern zukünftig Altersarmut droht. Dabei hat die Politik selbst durch ihre Renten- und Arbeitsmarktreform den Grundstein für diese drohende Entwicklung gelegt: Das Rentenniveau sinkt bis 2030 auf 43% des Nettolohns, das bedeutet dass Arbeitnehmer, die weniger als 2500€ Brutto verdient haben nach 35 Jahren Berufstätigkeit nur 688€ Rente erhalten würden (Quelle). Durch die Arbeitsmarktreform kam es zu einem Ausbau des Niedriglohnsektors vor allem durch Zeit- und Leiharbeit. Dass sich aus diesen atypischen Beschäftigungsformen, die, wie es hieß, den Weg zum sogenannten „ersten Arbeitsmarkt“ ermöglichen sollten, sich für viele aber als Sackgasse herausstellten und zum perspektivlosen Dauerzustand wurden, geringe Rentenansprüche ergeben war klar, dass wusste auch „unsere“ Arbeitsministerin Ursula von der Leyen.

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Weltwahnsinn, verdichtet: „wtf ?!“

Zur Lage des Planeten. Bei allem was es tagtäglich auf die Augen und auf die Ohren gibt, erscheint in meinem Kopf immer häufiger dieses „wtf“¹, welches entlang meiner Schädelinnenwand rotiert, wie ein Speedbiker in der Kölner Radrennbahn. Täglich tickt der Totenticker, der Bodycounter summiert. Auf dem ewigen Krisenherd Naher Osten kocht es mal wieder über, „westliche“ Regierungen machen sich Sorgen um die Stabilität und sichere Handelswege in dieser Region, während in den oberen Etagen der Rüstungsfirmen die Sektkorken knallen. Spardiktate würgen in Südeuropa die Wirtschaft, in Deutschland fällt der DAX schon bei 3% Verlust „abgrundtief“ und der mit Blindheit geschlagene Verfassungsschutz saugt mit seiner totalen Inkompetenz. Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, bei dieser Behörde sei man zu dumm um aus dem Bus zu gucken. Immerhin können sie Reißwölfe füttern. Beim Discounter werden Flachzangen-Sortimente zum Schleuderpreis feilgeboten, Freud sei Dank muss ich spontan an unser Bundeskabinett denken.

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Raus aus „Hartz4“ und trotzdem ist es nicht vorbei

Ausbeutung2.0Auch wenn vielfach Gegenteiliges behauptet wird, „Hartz4“ ist kein gemütliches Leben in der sozialen Hängematte. Nur wer die soziale Exklusion am eigenen Leib fühlt, der weiß es. Man ist froh aus „Hartz4“ rauszukommen, weg vom Zwang sich auch auf aussichtslose Stellen bewerben zu müssen, keine sinnlosen Maßnahmen mehr, die keine neue Perspektive eröffnen, sondern offenbar nur dazu dienen die Arbeitslosenstatistik aufzuhübschen. (Menschen, die sich diesen sogenannten Maßnahmen befinden, fallen aus der Arbeitslosenstatistik. Das sind durchschnittlich 1,2 bis 1,5 Millionen).

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