„Flüchtlingsgefühle“

Brand!Satz! – „Flüchtlingsgefühle“

Wen das nicht tief im Herzen berührt, der muss sich fragen lassen, wann und wo auf dem Lebensweg die Empathie verloren gegangen ist…

„Mos maiorum“, eine Botschaft an „illegale“ Einwanderer in Europa

Seit dem 13.Oktober 2014 läuft eine europaweite Polizeioperation unter dem Namen „Mos maiorum“ was soviel heißt wie Sitte der Ahnen, ein Begriff aus dem alten Rom, der traditionelle Verhaltensweisen beschreibt, die insbesondere für die galten, die öffentliche Ämter anstrebten. Dazu gehörten auch bedingungslose Staatstreue, religiöser und militärischer Gehorsam als Grundlage imperialer Ansprüche bzw der weltweiten Vormachtstellung.
Bei dieser Polizeiaktion wird in der gesamten EU und an den Außengrenzen (Frontex) Jagd auf „illegale“ Einwanderer gemacht. Die Kontrollen gelten auch Menschen, die ihre Aufenthaltsdauer gemäß ihres Visums in der EU überschritten haben. Die Operation „Mos maiorum“ dauert insgesamt 14 Tage.

Im Folgenden möchte ich aus meiner persönlichen Sicht erläutern, welches Signal mit dieser großangelegten Aktion an alle Menschen, die sich unerlaubt hier aufhalten und an jene, die beabsichtigen mit der Hoffnung auf ein besseres Leben illegal einzureisen, gesendet wird:

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Lampedusa Blues

COR – Lampedusa Blues (Lampedusa ist überall)

Wenn es nicht so traurig und wahr wäre,…

„Ein Flüchtling ist nicht mehr Mensch, sondern zu viel“ – Zwei Lieder ein Thema: Die Europäische Flüchtlingspolitik

Dieses Mal kommt mein Songtipp im Doppelpack daher. Die beiden Lieder haben nicht nur gemeinsam, dass sie turbogeil sind, sondern auch dass sie den aktuellen Friedensnobelpreisträger und seine Flüchtlings- und Asylpolitik kritisch besingen. Ein wichtiges Thema, gerade in einer Zeit wo Weihnachten vor der Türe steht und die Offiziellen in Europa auf allen Kanälen unsere christlichen Grundwerte betonen. Doch wo bleibt jene christliche Nächstenliebe, die bewirkt dass man hilfesuchenden Fremden mit menschlicher Wärme begegnet?
Die Texte der folgenden Songs machen mich jedenfalls nachdenklich, anders als jene Besinnlichkeits-Folklore mit der man derzeit allerorten zwangsbeschallt wird. Genug der Rede meinerseits, jetzt spricht die Musik und das mit starken Worten:

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Merkel sagte: „Mubarak, ein Freund Deutschlands“

Folgendes Video, ein Ausschnitt aus der gestrigen Heute-Show, verdeutlicht warum sich „westliche“ Politiker so schwer tun, sich unmißverständlich und eindeutig vom Ägyptischen Diktator Mubarak zu distanzieren und öffentlich seinen Rücktritt zu fordern:

Merkel zu Mubarak, bei seinem vorletzten Berlinbesuch: „Herr Präsident, Sie sind seit vielen Jahren ein Freund Deutschlands und deshalb sind sie uns in ganz besonderer Weise herzlich hier Willkommen“

Auch Deutschland ist in die geopolitischen Interessen der „westlichen“ Allianz eingebunden, deswegen eiern unsere Politiker herum, anstatt ein klares Statement zum Rücktritt Mubaraks verlauten zu lassen.

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Widerlegen kalte Winter in Europa die globale Erwärmung?

Hört man jenen fröstelnden Zeitgenossen  zu, die über den ziemlich heftigen Wintereinbruch diskutieren, lautet dieser Tage die selbe Frage immer wieder: „Wo bleibt denn die angekündigte Erderwärmung?“ Genau wie im letzten Winter, als uns die „klirrende“ Kälte heimsuchte, haben auch  zum Ende dieses Jahres, welches erneut einen kalten Winter einleutet, die Klimawandel-„Skeptiker“ anscheinend Oberwasser. Nach ihrer „Argumentation“ ist der diesjährige eisige Start in die Wintersaison ein Indiz oder gar ein Beweis dafür, dass die globale Erderwärmung nicht stattfindet. Diese „Beweisführung“ hat zwei grundlegende Probleme: Sie unterscheidet weder zwischen Wetter und Klima noch zwischen regional und global. Anders ausgedrückt: Ein Mensch, der größtenteils an einem Ort lebt, ist nicht in der Lage die globale Mitteltemperatur zu empfinden. Erschwerend hinzu kommt für die Klimawandel-Leugner, dass der letzte Winter global gesehen, der zweitwärmste seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen war.

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Rotten Neighbours – Verottete Nachbarn

Wer hat’s erfunden? Die Deutschen wäre meine spontane Antwort. Doch ich werde „enttäuscht“ , denn es war der Amerikaner Brant Walker der meinte, dass es eine unheimlich tolle Idee sei, die Möglichkeit zu schaffen, den Nachbarn anonym an den digitalen Pranger zu stellen. So sagt der Gründer & Betreiber:

Die Zielsetzung von Rotten Neighbours ist, das wachsende Sicherheitsbedürfnis der Menschen auch am Immobilienmarkt zu befriedigen.

Nun, ich habe mich bereits im Kommentarbereich meines Beitrages „Nachbarschaft in Deutschland“ zu diesem Web2.0-Anscheißer-Tool geäußert und zitiere mich ausnahmsweise mal selbst:

Gutes Beispiel, welch bizarre Blüten das sogen. Web2.0 manchmal hervorbringt. Bei dieser Seite bekommen die Berufsdenunzianten wahrscheinlich feuchte Augen. Habe mir dieses hirnlose Treiben schon angesehen. Mein Fazit: Virtuelles globales Idiotentum.

Zumal Spiegel TV vorgestern darüber berichtete und sich dabei heraustellte, dass viele Behauptungen schlichtweg falsch sind, wodurch oft unbescholtene Bürger zu Unrecht entblößt werden. Wie paßt das zu einer Gesellschaft, die sich auf christliche Grundwerte beruft? Wie heißt es noch? Du sollst kein falsches Zeugnis über deinen Nächsten ablegen?

Auch Datenschützer haben zurecht Bedenken, denn das Haus des angeschwärzten Nachbarn wird auf Google-Maps rot markiert, der Standort ist dadurch weltweit einsehbar genauso wie die von Unbekannt hinterlassene Beschuldigung.

Google-Maps Europakarte: BundesrepublickDenunziantenland scheint europaweit vorne zu liegen (Screenshot 29.07.2008 Rotten Neighbours) :

Die Ansicht täuscht natürlich durch die große Entfernung. So dicht wohnen die „verotteten Nachbarn“ nicht beieinander, es gibt noch viele weiße Flecken auf der Landkarte, das stellt man beim ‚ranzoomen fest.
Auch wenn ihr nichts Böses getan habt und ein scheinbar gutes Verhältnis zu euren Nachbarn. Schaut lieber mal bei rottenneighbor.com nach, (oben rechts auf der Startseite eure Adresse eingeben, durch Komma getrennt, am Ende das Land) vielleicht ist auch euer Haus schon rot markiert, vielleicht wird auch euer Name durch den Schmutz gezogen. Ihr wißt ja:
Überall lauert der ganze große Anschiß!

Obama in Berlin – Ein Realpolitiker in Gestalt eines Popstars?

Nach(t)gedanken zur Rede von Barack Obama am 26.09.2008 in Berlin:
US-Senator Barack Obama sprach, 200. 000 Menschen hörten zu. Dagegen bleibt jeder deutsche Politiker blaß. (Nein, nicht wegen der Hautfarbe!). Unsere „Volksvertreter“ schaffen es gerade mal ein Bierzelt zu füllen, aber auch nur wenn sie ihre Zuhörer mit Freibier abfüllen.
Barack Obama dagegen wird gefeiert wie ein Pop-Star. Wohlgemerkt, er ist noch nicht der US-Präsident und er hat bislang nichts weltbewegendes bewirkt. Er ist charismatisch, wirkt unverbraucht, vermarktet und verkauft sich gut, kommt bei den Leuten an. Ein Grund für die große Begeisterung in Deutschalnd ist zweifellos, dass man G.W.Bush und seine Politik seit Jahren wie ein Kloß im Hals empfindet, den man endlich ausspeien möchte.
Doch machen wir uns nichts vor: John McCain und Barack Obama sind die Präsidentschaftskandidaten, die jene Machtgruppen, welche hinter den Kulissen agieren, zugelassen haben. Könnte es auch ein berechnender Schachzug sein, ein neues Gesicht, einen afro-amerikanischen Präsidentschaftskandidaten nach Übersee zu entsenden, um den Europäern einen „Wind of Change“ in den USA zu suggerieren? Vielleicht ein gewagt aufgeschriebener Gedanke, aber man sollte nicht ernsthaft erwarten, dass unter dem Präsidenten Obama, die Vereinigten Staaten eine völlig neue Außenpolitik gestalten. Stattdessen fordert auch er mehr millitärische Unterstützung von Europa im „Kampf gegen den Terror“, wie es offiziell heißt. Seinen potenziellen Wählern zuhause, stellt er Steuersenkungen durch Einsparungen beim Millitärhaushalt in Aussicht. Daher weht der Wind.

Die USA werden vermutlich auch unter der Regentschaft des 1.Afro-Amerikanischen Präsidenten keine friedlichere Nation, vielmehr wird Europa zumehmend in globale gewaltsame Konflikte involviert. Sicherlich kann man mit Panzern und Raketen Mauern einreißen, aber die Mauern in den Köpfen der Menschen werden dadurch nur noch dicker und höher.

Anfänglich war ich ja auch von Obama begeistert, aber je größer der Hype um den „Popstar“ wird, desto skeptischer werde ich. Er ist weder ein Martin Luther King noch ein Nelson Mandela und John F. Kennedy ist überbewertet 😉
So befürchte ich nun, dass er nicht mehr als das kleinere „Übel“ im Vergleich zu dem „Kriegshelden“ McCain ist. Die Zukunft wird die Antwort geben. Die Hoffnung auf eine bessere Welt stirbt zuletzt…

EM-Finale: Spanien-Deutschland 1:0

Hasta La Vista Deutschland!

Herzlichen Glückwunsch an die spanische Nationalmannschaft zum hochverdienten Sieg über die DFB-Elf. Neidlos muß man anerkennen, dass die klar bessere Mannschaft gewonnen hat. Wäre es 2:0 oder gar 3:0 ausgegangen, hätte es durchaus auch dem Spielverlauf entsprochen. Der spanische Stier hat den flügellahmen Adler locker auf die Hörner genommen. Über das ganze Turnier gesehen, ist Spanien ein würdiger Europameister.
EL VIVA ESPANIA !
Sorry Spanien, der einzig wahre Europameister heißt natürlich Irland 😉

Ein Blick nach rechts außen erinnert mich irgendwie an den Kloreport. An der Bahnhofsklotür Bei PFS ist folgendes zu lesen:

Um 20:45 wird das Finale der EM angepfiffen: Deutschland spielt gegen Spanien. Natürlich drücken wir der deutschen Elf die Daumen – doch im Grunde ist es unwichtig, wer gewinnt. Denn in jedem Fall wird Europa der Gewinner sein, da der einzige Teilnehmer von außerhalb des Kontinents, die Türkei, bereits ausgeschieden ist. Der Pokal wird also in jedem Fall dort bleiben, wo er hingehört – nach Europa.

Natürlich ist es belanglos, wer gewonnen hat, ist doch nur Fußball.
Nur zur Erinnerung: Der größte Sieg für Europa steht bereits seit 1945 fest!

Noch ein paar Worte an die Kriegsblogger…

Ich meine diejenigen, die ihr Weblog mit Bombern und Panzern schmücken und noch stolz darauf sind. Immer noch feiert ihr die US-Invasion im Irak als Erfolg und immer noch wollt ihr trotz der Geheimdienstberichte eine militärische Offensive im Iran. Ich glaube ihr könnt nicht einmal ansatzweise ermessen, welches Leid und Elend der Krieg über die Menschen bringt.. Seht euch diese Bilder an. (Achtung! Nichts für sanfte Gemüter!). Müsstet ihr dieses Leid am eigenen Leib erfahren, würde euer Kriegsgeheul schnell zu einem jämmerlichen Abgesang, um schlußendlich zu verstummen. Wenn ihr es immer noch nicht eingesehen habt, nehme ich die berühmt, berüchtigten gelben Notizzettel und tackere sie euch an euer Brett vorm Kopf!

Ich höre gerade: Peace and Love von Culture

In diesem Sinne, friedliche Grüße

tom