Dortmund. Revolution im Mikroformat. [upgedated]

Unter der tiefstehenden Sonne durch die langen Schatten der Häuser wehte ein winziges Häuchlein Widerstand über den Friedensplatz. Ein kleines Trüpplein von weniger als 100 demonstrierte gegen die Bankenmacht, verlor sich auf der großen Fläche. Ein Mini-Polizeiaufgebot war in der Ecke postiert und verlebte gähnend eine ruhige Schicht.
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„Wie reagieren die Finanzmärkte?“ Drauf geschissen!

Geht es in den Nachrichten um die Euro-Krise, um die Streitfrage darüber wie groß der Rettungsschirm sein soll und um die exorbitante Staatsverschuldung der USA, kommt immer  die gleiche Frage: „Wie reagieren die Finanzmärkte?“ Wenn ich das höre, fliegt mir glatt das Blech weg. Wisst Ihr was? Eure Finanzmärkte können meinetwegen verrecken! Die Mehrzahl derer, die einer rechtschaffenden Arbeit nachgehen, haben ohnehin nichts mit der Börse zu schaffen, sie sind vielmehr damit beschäftigt dafür zu sorgen, dass jenes Geld, was die Akteure auf den Finanzmärkten für sich „arbeiten“ lassen, überhaupt einen Wert hat.

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Sexuell multimedial, wichsend geht die Welt zu Grunde

Die Jugend von gestern musste sich in Sachen telemediale Sexualaufklärung mit Beate Uhse, Oswald Kolle, Erika Berger oder mit Softporno-Dummfilmchen wie „Lass jucken Kumpel“ und „Bohr weiter Kumpel“ begnügen. So wuchsen sie weitgehend ohne visuell-sexuelle Reizüberflutung auf. Die Jugend von heute, die „Generation Internet“ dagegen wichst mit YouPorn auf. Während früher die Eltern ihren pupertierenden Sprößlingen einfach die Bildröhre verdunkelten und den Schrank mit den „Stangenwestern-Videos“ verschlossen hielten, haben die wollüstigen Jugendlichen heutzutage leichtes Spiel, weil sie sich oft mit dem PC besser auskennen als ihre Erziehungsberechtigten, daher kaum davon abzuhalten sind, sich in den Schmuddelecken des virtuellen Netzes herumzutreiben. Kurzum: Sexcontent ab 18 Jahren, ist im 21.Jahrhundert dank Internet jederzeit überall kinderleicht verfügbar. Für Jugendschützer, Moral- und Sittenwächter, Psychologen, Ökonomen, Bäckereifachverkäuferinnen und Universalexperten eine katastrophale gesellschaftszersetzende Entwicklung.
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Beitrag im Manager-Magazin „Zocken ist gerecht“ fernab von Ethik und Realität

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Bild: tom

Folgenden Gastbeitrag fand ich im „Manager-Magazin“ mit dem Titel Zocken ist gerecht von Hans-Peter Burghof, darin heißt es u.a.:

Die griechische Regierung hat über Jahrzehnte Geld verschwendet. Trotzdem sollen plötzlich Spekulanten schuld sein an der Krise des Landes. Eine krasse Fehleinschätzung. Spekulanten werden nur gehasst, weil sie uns die Wahrheit sagen.

Ich stimme insofern zu, dass die Griechische Regierung ihren Staatsbankrott nicht auf die Finanzkrise abwälzen kann, aber dass Spekulanten gehasst werden, weil sie die Wahrheit sagen, wäre mir neu. Seit wann basiert zocken auf Wahrheit und nicht etwa auf Erwartungshaltung und Täuschung? Dann kommt der immer wieder gern praktizierte Rollentausch zwischen Täter und Opfer:

Das Schimpfen auf die Spekulanten ist ein Volkssport. Warum ist das so? Weil sie zu viel verdienen, und dies mit dem Unglück anderer? Vielleicht. Aber andere verdienen auch viel Geld: Die allseits beliebten Casting-Shows sind zum Beispiel ein gigantisches Geschäft, das auf dem Leid und der Blamage anderer Menschen aufgebaut ist.

Das rechtfertigt selbstverständlich das Handeln der Spekulanten. Wenn die anderen Scheiße sind, fühlt man sich als dann als Arschloch gleich viel wohler, oder was? Im letzten Absatz auf der ersten Seite des Artikels wird es dann noch wahnwitziger, denn irgendwie spekulieren „wir“ ja „alle“:

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Zeit ist Geld und alle wollen mehr

Nochmals Musik, ich konnte einfach nicht widerstehen, denn dieses Lied, welches ich soeben erst entdeckte, obwohl es schon Anfang September veröffentlicht wurde, übermittelt eine beachtenswerte Botschaft, deshalb muss ich es einfach weiterverbreiteten. Die Band Irie Révoltés ist mir schon oft positiv durch ihren fetten Sound und gute gesellschaftskritische Songtexte aufgefallen. Zu „Zeit ist Geld“ schreiben die Musiker selbst:

Der Song ist unsere Antwort auf die Finanzkrise. Mit Eurer Unterstützung wollen wir „Zeit ist Geld“ in alle Radios bringen. Denn es ist an der Zeit klarzustellen, dass nicht alle Menschen bereit sind, Geld als das Maß aller Dinge anzusehen, als seien sie Figuren in einem Monopoly-Spiel.

Meine Unterstützung habt Ihr!

Irie Révoltés – Zeit ist Geld

Sehr gute Musik, witziger, gut gemachter Videoclip mit einem ernsten Hintergrund.

Wirtschaftskrise ist offiziell beendet. Super sagen!

Dieser Tage hört man zum Thema Wirtschaft nur Gutes aus den Nachrichten. Die Arbeitslosenzahlen sind im Juli weniger stark angestiegen als erwartet, beim Export wird für den Monat Juni ein Plus von 7% gemeldet! Das hat es schon seit 3 Jahren nicht mehr gegeben. Wirtschaftsexperte Michael Hüther* nennt es gigantisch. Boah! Dass der Export zuvor episch eingebrochen, im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 25% aufweist, wird ausgeblendet. Super sagen, heißt die Devise, der Hurra-Journalismus füllt uns bis zur Optimismusbesoffenheit ab, der Kater kommt frühestens nach dem 27.September.

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Urlaub mit unseren Politikern (2)

Einmal mehr wollen sich unsere Politiker volksnah zeigen und bieten ihren Bürgern erneut an, die schönste Zeit des Jahres, mit ihnen gemeinsam zu verbringen. Doch in diesem Jahr ist maximal ein Kurzurlaub drin, denn unsere Junta geliebte Regierung ist schwer im Stress, die Terminkalender bis zum Bersten gefüllt, daher ist die Sommerpause kurz, schließlich schreiben wir das Superwahljahr 2009. Reichlich Beton muss noch gegossen werden, für das Lügenfundament, unzählige leere Sprechblasen sind mit heißer Luft zu befüllen,…
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In eigener Sache: Kapitalismuskritik

Wenn ich in meinem Blog den Kapitalismus kritisiere, was ich in der Vergangenheit häufiger getan habe und auch zukünftig weiterhin tun werde, meine ich damit den totalitären Kapitalismus, jener der die Macht des Kapitals bedingungslos über alle menschlichen Bedürfnisse stellt. Meine Kapitalismuskritik bedeutet aber nicht im Umkehrschluss, dass ich für Sozialismus, respektive Kommunismus und Planwirtschaft bin, wie es mir sowohl im realen Leben, als auch in der virtuellen Welt, dauernd vorgehalten wird. Muss es denn immer gleich auf die „Systemfrage“ hinauslaufen? Das entspringt in meinen Augen, binärem schwarz-weiß-Denken.
Um mich klar zu positionieren: Ich bin für eine echte soziale Marktwirtschaft mit Betonung auf Fettgedrucktem! Damit meine ich mitnichten jene „soziale“ Marktwirtschaft, wie sie von der Propagandaschleuder INSM oder von den Popliberalen verklärt wird! Diese Blender müssten eigentlich jedes Mal, wenn sie das Wort „sozial“ derart inflationär missbrauchen, Verätzungen im Mund- und Rachenraum erleiden!
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Das Leben ist analog – Offline ist am Coolsten. Lustige Liberale und braune „Deutschlandpolitik“

Upps, schon eine Woche nichts geschrieben. Egal. Das Wetter war in den vergangenen Tagen wunderschön. Herrlich blauer Himmel, das grüne Grün aufblühender Pflanzen knallte tierisch ‚rein. Man genießt die Vielfalt, erfreut sich am einfachen Leben und an der Tatsache, dass es verschiedene Menschen auch mit unterschiedlichen Hautfarben gibt, wobei deren Hautpigmentierung nicht relevanter ist, als die ungleichen Augen- und Haarfarben. Danke Evolution, dafür dass die Welt kunterbunt und mannigfaltig ist!

Es tut auch mal sehr gut, wenig Zeit mit dem Blechaffen am Bildschirm zu verbringen, obwohl ich mir gerne einiges von der Seele geschrieben hätte. Weiterlesen