Toms Telegramm (10)

„Wie die EU Flüchtlinge tötet“ Ein lesenswerter Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung:
-> Wie die EU Flüchtlinge tötet

Angstmache gehört zur politischen Strategie, die auch hierzulande immer wieder gerne angewandt wird, zum Beispiel indem die Tendenzen der Bevölkerungsentwicklung als Rechtfertigung dazu dienen, den Sozialstaat sturmreif zu schießen (Die INSM grüßt aus der Lobby). Professor Bosbach (hat meines Wissens nichts mit dem gleichnamigen CDU-Politiker zu tun) hinterfragt seit Jahren die Hintergrunddaten zum „demografischen Wandel“:
-> Gefährliche Zauberformel – Demografischer Wandel als Panikmache

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Lampedusa Blues

COR – Lampedusa Blues (Lampedusa ist überall)

Wenn es nicht so traurig und wahr wäre,…

„Ein Flüchtling ist nicht mehr Mensch, sondern zu viel“ – Zwei Lieder ein Thema: Die Europäische Flüchtlingspolitik

Dieses Mal kommt mein Songtipp im Doppelpack daher. Die beiden Lieder haben nicht nur gemeinsam, dass sie turbogeil sind, sondern auch dass sie den aktuellen Friedensnobelpreisträger und seine Flüchtlings- und Asylpolitik kritisch besingen. Ein wichtiges Thema, gerade in einer Zeit wo Weihnachten vor der Türe steht und die Offiziellen in Europa auf allen Kanälen unsere christlichen Grundwerte betonen. Doch wo bleibt jene christliche Nächstenliebe, die bewirkt dass man hilfesuchenden Fremden mit menschlicher Wärme begegnet?
Die Texte der folgenden Songs machen mich jedenfalls nachdenklich, anders als jene Besinnlichkeits-Folklore mit der man derzeit allerorten zwangsbeschallt wird. Genug der Rede meinerseits, jetzt spricht die Musik und das mit starken Worten:

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„Wirtschaftsflüchtlinge“

Da dieser Begriff aus dem Politsprech aufgrund der aktuellen Situation in Nordafrika momentan wieder häufiger missbraucht wird, ist die Zeit reif für eine Klarstellung. Unter „Wirtschaftsflüchtlinge“ werden pauschal und in zynisch menschenverachtender Art fälschlicherweise oft auch Menschen eingruppiert, deren einzige Perspektiven in ihrem eigenen Land Anomie, Armut, Elend und Krieg sind, die sich in ihrer ausweglosen Verzweiflung schweren Herzens entschließen ihre Heimat, Familie und Freunde zurückzulassen, um im „goldenen Westen“ eine bessere Zukunft zu finden. Dafür riskieren sie ihr Leben, indem sie die Überfahrt übers Meer auf einem seeuntüchtigen Seelenverkäufer wagen, nur um am Ende feststellen zu müssen, dass nicht alles gold ist was glänzt. Oftmals wird bei der Titulierung „Wirtschaftsflüchtling“ nicht zwischen Flüchtlingen im Sinne des UNHCR und „Wohlstandsflüchtlingen“ unterschieden.

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Die Wohlstandsfestung (2)

Um dem wachsenden Flüchtlingsstrom Herr zu werden, hat Griechenland die EU um Hilfe gebeten und die EU-Grenzschutzagentur Frontex angefordert, die für ihr kompromissloses hartes Vorgehen gegen sogenannte „illegale“ Einwanderer berüchtigt ist. Auch in den USA wird die Südgrenze zu Mexico zunehmend militärisiert. Dort sollen unbemannte Predator-Drohnen eingesetzt werden, um „illegale“ Immigranten und Drogenschmuggler zu überwachen, die versuchen die Grenze zu überqueren.  Kosten: 600 Millionen US$. Change, we can believe in? No. 400 Years, same philosophie. Dazu fällt mir das folgende Lied ein:

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