Warum ich Anne Will, Sandra Maischberger und Frank Plasberg nicht mehr schaue

Als mündiger Bürger sollte man sich politisch bilden. Doch am Ende der Talkshows über Politik und Gesellschaft bin auch nicht schlauer, eher wütender. Schon in den Vorankündigungen zu den Sendungen wird durch die Auswahl der Gäste die Richtung vorgegeben, sozusagen eine ideologische Vorselektion. Fernsehen als Meinungsverstärker. Selten wird jemand eingeladen, dessen Gesicht noch nicht von Fernsehkameras abgenutzt ist und keine der üblichen populären Thesen vorbringt.
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Das Theater um die Wahl zum Bundespräsidenten und die Farben

Gähn,…Laaangweiliges Thema

Eine Weile hab‘ ich ja überlegt, ob mir dieses verhätnismäßig belanglose Thema einen Eintrag wert ist, schließlich habe ich mich überredet. Nun doch spontan ein paar Zeilen:

Der Bundespräsident ist ja nicht wirklich wichtig, dieser Winke-Wilhelm hat doch hauptsächlich nur präservative…eh…repräsentative Aufgaben, er sorgt vor allem dafür, dass unsere Nation nach außen gut dargestellt wird. Im Rahmen der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft hat er wieder die Gelegenheit alles schönzureden. Aber wieso dieses Gezeter in der Öffentlichkeit?

Besondere Erregung herrscht im scheinchristlichen neokonservativen und lippenverbalen [1] Lager der Blogosphäre über die Farben rot-rot-grün. Diese sollen verfassungsfeindliche Elemente enthalten, echauffiert man sich erbost. Wieso eigentlich die Aufregung? Haltet mal den Ball flach, seit wann sind Farben in unserer Verfassung festgelegt? Als völlig ahnungslos vom großen Spiel entlarven sich diejenigen, die den „röteren“ Part von rot-rot-grün gar mit irgendwelchen Mauerschützen in Verbindung bringen. Lasst Euch das mal von einem Experten erklären: Ziel des Spieles ist es nicht in, sondern über oder durch (falls sich eine Lücke ergibt) die Mauer ins Schwarze zu treffen. So, nun wisst Ihr’s, ihr Netzbirnen! Ich könnte ja gerade noch nachvollziehen, wenn man über den Farbkontrast diskutiert, zugegeben da beißt sich rot und grün ein wenig. Und überhaupt: In diesen Farben haben wir eh noch nie gespielt. Sind das nicht die Nationalfarben der Bulgaren? Wir repräsentieren uns doch meist im farblosen schwarz-weiß seltener auch in grün-weiß. Was soll also dieser alberne Diskurs? Wieso muß eigentlich schon wieder ein neuer Bundespräsident gewählt werden, Jogi Löw ist doch erst seit 2006 im Amt…

[1] Die Lippenverbalen nennen sich selbst die Liberalen, manchmal bezeichnen sie sich auch als libertär. Ich denke sie wissen selbst nicht genau was sie sind, allerdings erheben sie den Alleinanspruch auf den Nulldurchblick. Das sei ihnen unbenommen 😉

Alemannia Aachen – 1.FC Köln 3:2

Mal wieder etwas Belangloses: Fußball!
In diesem 2.Liga-Spiel verlief die 1.Halbzeit recht undramatisch, haute keinen Potato von der Couch. Die schwarz-gelb gekleideten Aachener, litten seltsamerweise jedes Mal an der Fallmannssucht, sobald sie das weiß umrandete Gebiet erreichten, welches in Fachkreisen als Strafraum bekannt ist. Dort angekommen, nahmen die Aachener Spieler also ständig freiwillig Ganzkörperkontakt mit dem Rasen auf, was sich in der 37.Minute durch einen verwandelten Elfmeter, dem 1-1-Ausgleich auszahlte. Die Kölner waren bereits in der 28. Minute in Führung gegangen, als der Fahrer eines 140.000-Euro-Porsche, Patrick Helmes, zum erstenmal bei einer Hereingabe von links, goldrichtig stand. Zuvor war Helmes, der Zweitliga-Spieler mit erstklassigem Einkommen, vor allem dadurch aufgefallen, dass seine Pässe ausschließlich den neutralen mitspielerfreien Raum erreichten. Der Halbzeitpfiff…Gähn.

2.Hälfte: Dilettantisches Kölner Abwehrverhalten ermöglichte den Aachenern kurz nach Wiederanpfiff das erste reguläre Tor und damit die 2-1- Führung. Die Aachen-Fans feierten und sangen im fäkalen Chor: „Scheiß FC Köln…“. Der Reporter sah ein packendes Derby, ich schlief ein. Als ich aufwachte, war das Spiel offensichtlich beendet, Aachen hatte 3-2 gewonnen, hochbezahlte Angestellte des 1.FC Köln sagten Sachen in Mikrophone, versuchten vergeblich den Grund für die Niederlage zu erklären. Ich werde zukünftig bei DSF-Übertragungen von Spielen des 1.FC Köln wichtigere Dinge tun, wie z.B. die Struktur meiner Rauhfasertapete eruieren oder ich gehe in den Keller, Öl sägen. Das war’s für heute, live von Toms Wochenschau, ich gebe zurück zu den angeschissenen Sendeanstalten…Gute Nacht 😦