Was ist es wert?

Projekt42:Wert

Projekt 42: Wert

Wie matt wirkt das Funkeln all der Brillianten und Diamanten, wenn man in einer kristallklaren Nacht das Leuchten von abermillionen Sternen bewundern kann? Wie glanzlos ist all das Gold dieser Welt, wenn ein einziger Sonnenaufgang eine ganze Landschaft in goldenes Licht taucht? Was bringt materieller Reichtum, wenn das Herz von Finsternis beherrscht wird? Was zählt ein milliardenschwerer Banken- und Eurorettungsschirm, wenn milliarden Menschen weder genug Brot noch Obdacht haben? Wieviel wert ist ein System in dem Banken systemrelevanter als Menschen sind? Was bedeuten schon die nummerischen Werte auf Banknoten, wenn kein entsprechender Gegenwert in Form von Produktion und Dienstleistung erbracht wird?

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Toms Börsenticker

DAX 5573.15 +1.18% ++ DOW Jones 11509.09 +0.66% ++ Nasdaq100 2306.09 +0.85% ++ Nikkei 8864.16 +0.85% ++ EUR/USD 1.37940 -0,63% ++ Umlaufrendite 1.73 +0.58% ++ Brent Oil Spot 116.71 -1.17% ++ Gold Spot 1812.20 +1.33% ++
Interesse an Menschen 0.0 +-0.0%


Bild und Graffito: Banksy

Der Tweet des Tages über den Zustand unserer Gesellschaft

Der „Pantoffelpunk“ sagt kurz und knapp wie es ist:

Wer diesen Tweet mag und selbst einen Twitter-Account besitzt, kann ihn auch von hier aus „retweeten“ und „faven“ 😉

Der Unterschied zwischen dem Betrag zur Bankenrettung und dem zur Soforthilfe für Afrika sagt alles über den Zustand unserer Gesellschaft. (Pantoffelpunk)

Soviel zu unserer „westlichen Wertegemeinschaft“. Wir sind so sehr damit beschäftigt „unser“ Geld zu retten, dass wir darüber vergessen unsere Mitmenschen und damit uns selbst zu retten,…

„Wie reagieren die Finanzmärkte?“ Drauf geschissen!

Geht es in den Nachrichten um die Euro-Krise, um die Streitfrage darüber wie groß der Rettungsschirm sein soll und um die exorbitante Staatsverschuldung der USA, kommt immer  die gleiche Frage: „Wie reagieren die Finanzmärkte?“ Wenn ich das höre, fliegt mir glatt das Blech weg. Wisst Ihr was? Eure Finanzmärkte können meinetwegen verrecken! Die Mehrzahl derer, die einer rechtschaffenden Arbeit nachgehen, haben ohnehin nichts mit der Börse zu schaffen, sie sind vielmehr damit beschäftigt dafür zu sorgen, dass jenes Geld, was die Akteure auf den Finanzmärkten für sich „arbeiten“ lassen, überhaupt einen Wert hat.

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Beitrag im Manager-Magazin „Zocken ist gerecht“ fernab von Ethik und Realität

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Bild: tom

Folgenden Gastbeitrag fand ich im „Manager-Magazin“ mit dem Titel Zocken ist gerecht von Hans-Peter Burghof, darin heißt es u.a.:

Die griechische Regierung hat über Jahrzehnte Geld verschwendet. Trotzdem sollen plötzlich Spekulanten schuld sein an der Krise des Landes. Eine krasse Fehleinschätzung. Spekulanten werden nur gehasst, weil sie uns die Wahrheit sagen.

Ich stimme insofern zu, dass die Griechische Regierung ihren Staatsbankrott nicht auf die Finanzkrise abwälzen kann, aber dass Spekulanten gehasst werden, weil sie die Wahrheit sagen, wäre mir neu. Seit wann basiert zocken auf Wahrheit und nicht etwa auf Erwartungshaltung und Täuschung? Dann kommt der immer wieder gern praktizierte Rollentausch zwischen Täter und Opfer:

Das Schimpfen auf die Spekulanten ist ein Volkssport. Warum ist das so? Weil sie zu viel verdienen, und dies mit dem Unglück anderer? Vielleicht. Aber andere verdienen auch viel Geld: Die allseits beliebten Casting-Shows sind zum Beispiel ein gigantisches Geschäft, das auf dem Leid und der Blamage anderer Menschen aufgebaut ist.

Das rechtfertigt selbstverständlich das Handeln der Spekulanten. Wenn die anderen Scheiße sind, fühlt man sich als dann als Arschloch gleich viel wohler, oder was? Im letzten Absatz auf der ersten Seite des Artikels wird es dann noch wahnwitziger, denn irgendwie spekulieren „wir“ ja „alle“:

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Zeit ist Geld und alle wollen mehr

Nochmals Musik, ich konnte einfach nicht widerstehen, denn dieses Lied, welches ich soeben erst entdeckte, obwohl es schon Anfang September veröffentlicht wurde, übermittelt eine beachtenswerte Botschaft, deshalb muss ich es einfach weiterverbreiteten. Die Band Irie Révoltés ist mir schon oft positiv durch ihren fetten Sound und gute gesellschaftskritische Songtexte aufgefallen. Zu „Zeit ist Geld“ schreiben die Musiker selbst:

Der Song ist unsere Antwort auf die Finanzkrise. Mit Eurer Unterstützung wollen wir „Zeit ist Geld“ in alle Radios bringen. Denn es ist an der Zeit klarzustellen, dass nicht alle Menschen bereit sind, Geld als das Maß aller Dinge anzusehen, als seien sie Figuren in einem Monopoly-Spiel.

Meine Unterstützung habt Ihr!

Irie Révoltés – Zeit ist Geld

Sehr gute Musik, witziger, gut gemachter Videoclip mit einem ernsten Hintergrund.

Über Geld spricht man nicht

Ich werde das nie vergessen. Eines Tages setzte sich mein Kumpel neben mich. Er stammt aus Leipzig und hatte kurz vor der Wende „‚rübergemacht“ wie man in Sachsen zu sagen pflegt. Er schob mir ein Stück Papier herüber und sagte:

Ich weiß, bei Euch im Westen ist es nicht üblich, dass man sich den Lohnstreifen zeigt, aber gucke mal was ich letzten Monat verdient habe

Ich war für einen Augenblick sprachlos. Er hatte Recht, bei „uns im Westen“ macht man eher ein großes Geheimnis darum, wie hoch das eigene Einkommen ist.
Hier spricht man nicht übers Geld, entweder man hat es oder man tut so, als ob man es hat,…

In eigener Sache: Kapitalismuskritik

Wenn ich in meinem Blog den Kapitalismus kritisiere, was ich in der Vergangenheit häufiger getan habe und auch zukünftig weiterhin tun werde, meine ich damit den totalitären Kapitalismus, jener der die Macht des Kapitals bedingungslos über alle menschlichen Bedürfnisse stellt. Meine Kapitalismuskritik bedeutet aber nicht im Umkehrschluss, dass ich für Sozialismus, respektive Kommunismus und Planwirtschaft bin, wie es mir sowohl im realen Leben, als auch in der virtuellen Welt, dauernd vorgehalten wird. Muss es denn immer gleich auf die „Systemfrage“ hinauslaufen? Das entspringt in meinen Augen, binärem schwarz-weiß-Denken.
Um mich klar zu positionieren: Ich bin für eine echte soziale Marktwirtschaft mit Betonung auf Fettgedrucktem! Damit meine ich mitnichten jene „soziale“ Marktwirtschaft, wie sie von der Propagandaschleuder INSM oder von den Popliberalen verklärt wird! Diese Blender müssten eigentlich jedes Mal, wenn sie das Wort „sozial“ derart inflationär missbrauchen, Verätzungen im Mund- und Rachenraum erleiden!
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Passend zur Finanzkrise: Lied vom Ende des Kapitalismus

Hast du’s schön gehört? Das ist das Ende vom Kapitalismus, jetzt ist er endlich vorbei.

Weißt du noch? Wir fuhren mit dem Sonnenwagen über das Firmament und wir pflückten das Zeug aus den Regalen aus den Läden und wir waren komplett,…
Der Kapitalismus, der alte Schlawiner, ist uns lange genug auf der Tasche gelegen,… jetzt ist er endlich vorbei, vorbei, vorbei,…“ sehr schöner Song von Peter Licht 😉
Der richtige Soundtrack zum Film:
Der Untergang des monetären Liberalismus