„Leute, die Werbeblocker einsetzen, finde ich asozial“

klirrte es im Glashaus, wo Jan Gleitsmann saß. In diesem Blogbeitrag lasse ich ein paar meiner ungeschminkten persönlichen Gedanken zu seinem Artikel bei Mobilegeeks und zum Thema Hirnfickbranche (vulgo: Werbeindustrie) freien Lauf. Ein Rant? Ein Kommentar? Eine Glosse?

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Die Zombisierung der Menschheit

Überall sehe ich sie, wie sie geistesabwesend, unbeholfen und scheinbar völlig desorientiert durch Städte, Dörfer, Felder und Wiesen taumeln. Zombies! Doch anders als in einschlägigen Horror-Klassikern werden diese Zombies nicht durch einen gezielten Kopfschuß erlöst. Einerseits werden sie, abgesehen davon dass sie den Straßenverkehr unsicher machen, für größtenteils harmlos gehalten, andererseits werden sie als willige Konsumenten gebraucht. Wachstum durch Zombies®. Die wandelnden Scheintoten des 21.Jahrunderts stehen deshalb unter Naturschutz. In der Londoner Brick-Lane wurden sogar die Laternenpfähle gepolstert, weil sie ständig dagegen laufen. In China gibt es extra Zombie-Schutzzonen und Gehwege. Diese Maßnahmen laufen jedoch oft ins Leere, weil Zombies wegen ihrer eingeschränkten Hirnaktivität und dem krassen Aufmerksamkeitsdefizit oftmals keine Hinweiszeichen wahrnehmen.
Wissenschaftler haben längst eine der Hauptursachen für die Zombisierung der Menschheit gefunden. Es ist kein geheimnisvoller Virus, es ist…

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Sind wir eine Gesellschaft mit christlichen Grundwerten?

Ein paar lose Gedanken zu Ostern.

Dass wir in einer Gesellschaft mit christlichen Grundwerten leben, merkt man nur, wenn man an christlichen Feiertagen nicht zur Arbeit gehen muss. Oder? Wenn ich das mit den christlichen Werten und Tugenden richtig verstanden habe, gehört dazu auch eine bescheidene, wenn nicht gar asketische Lebensweise. Wie können wir dann im Kapitalismus leben, der uns zum Verlangen nach immer mehr Wohlstand oft bis zur Gier nach Reichtum antreibt? Ein System, welches den Egoismus mehr belohnt, als den Gemeinschaftssinn, wo der Wettbewerb mehr zählt als die Rücksichtnahme?

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Der ideale Bundespräsident wäre,..

…kein Politiker, sondern ein durch und durch aufrichtiger Mensch aus dem realen Leben, jenseits der Parallelgesellschaft classe politique und ihren einflussreichen „Freunden“. Wir brauchen keinen Händeschüttler sondern einen Arschtreter, jemand der als ethisch-moralische Instanz der „alternativlosen“ Politik, die von den Interessen einer mächtigen elitären Minderheit beeeinflusst wird, eine Hürde in den Weg stellt. Quasi einen echten Volksanwalt als Gegenpol zu den Elitenvertretern. Der neue Bundespräsident könnte beispielsweise ein Schriftsteller oder ein Künstler sein. Er sollte einen messerscharfen Verstand besitzen, Verständnis und zwei offene Ohren für die alltäglichen Probleme und Nöte der Bürger haben und ein Gespür für soziale (Fehl)Entwicklungen. Vor allem sollte er kein taktisches Verhältnis zur Wahrheit pflegen, stattdessen die Sprache Tacheles fliessend beherrschen.  Der Bundespräsident sollte direkt vom Volk und nicht von der Bundesversammlung gewählt werden.

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Ehrbare Kaufleute

Ehrbare Kaufleute sind offen, ehrlich, fair und anständig. Ehrbare Kaufleute sind daran interessiert, dass der Kunde auch nach Vertragsabschluss, der mit seiner Unterschrift besiegelt wird, noch zufrieden ist und sich nicht übers Ohr gehauen fühlt. Ehrbare Kaufleute beschäftigen keine schlechtbezahlten Mitarbeiter, die versuchen ihre Kunden an der Haustür oder am Telefon zu übertölpeln. Die Geschäftsgrundlage ehrbarer Kaufleute heißt Transparenz. Ehrbare Kaufleute betrachten Kunden nicht als Opfer, sondern als Geschäftspartner auf Augenhöhe. Ehrbare Kaufleute haben es nicht nötig im Kleingedruckten Fußangeln für ihre Kunden zu verstecken. Ehrbare Kaufleute brauchen kein Kleingedrucktes. Ehrbare Kaufleute kennen keine Abofallen. Ehrbare Kaufleute sind ausgestorben.

Tacheles: Grundeinkommen, Arschloch!

Zum Thema BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen) zwei Videos als Diskussionsstoff. Meine Meinung dazu? Ich bin unbedingt für ein bedingungsloses unpfändbares Grundeinkommen, welches die Lebensgrundlage des Menschen sichert. Existenzrecht ohne Zwänge, für mich ein Menschenrecht.

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Dieter E. macht sich Sorgen

Dieter E. ist, genau wie Pocke, einer meiner Freunde vom leidenden Leben. Dieter E. macht sich Sorgen über seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Nach 25 Jahren Erwerbstätigkeit ist er nunmehr seit über 2 Jahren ohne Job, obwohl er Bewerbungen im dreistelligen Bereich geschrieben hat. Bei seinen letzten drei Anstellungen hat man ihn jeweils nach kurzer Zeit wieder entlassen, sie sagten er sei nicht produktiv genug. Auf dem immer mehr entmenschlichten Arbeitsmarkt weht ein rauer Wind, der ihm fortwährend eiskalt ins Gesicht weht.
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Die wahren Leistungsträger (2)

Der Begriff „Leistungsträger“ wird in der politischen Debatte, insbesondere zu Wahlkrampfzeiten, zu Lasten derer, die für wenig Lohn hart arbeiten, permanent missbraucht. In diesem Diskurs wird offenbar regelmäßig „Leistung“ mit Einkommen verwechselt.
BBC-News berichtet, über eine Studie aus England, durchgeführt von der New Oconomic Foundation, dabei stellte sich folgendes heraus:

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Die wahren Leistungsträger

Immer wieder wird der Kampfbegriff „Leistungsträger“, überwiegend aus den Reihen der FDP, aber auch von der Union in den politischen Diskurs eingebracht. Dabei wird Leistung seitens der „Christdemokraten“ und der „Liberalen“ durch eine minimale Gleichung simplifiziert:
Leistung = Einkommen
Angela Merkel müsste als Physikerin eigentlich wissen was Leistung ist, vielleicht hat sie es inzwischen vergessen. Zur Erinnerung Frau Bundeskanzlerin: Mechanische Leistung W = F x s, also Arbeit = Kraft mal Weg. Elektrische Leistung definiert sich nach der Formel P = U x I, das bedeutet Leistung = Spannung mal Stromstärke. Würde man die sogenannten „Leistungsträger“ im Sinne von schwarz-gelb nach rein physikalischen Kriterien bewerten, bekämen die nicht einmal eine Fahrradlampe zum Leuchten.
Aber, wer trägt nun die Leistung in unserer Gesellschaft?

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